Zürich, 30. Juni 2026 – Das weltweite Privatvermögen ist im Jahr 2025 in US-Dollar gerechnet um 10,8% gestiegen, deutlich stärker als in den Vorjahren 2024 (4,6%) und 2023 (4,2%). Das Vermögenswachstum war in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) mit 17,5% am stärksten, gefolgt von Amerika mit 8,5%. Der asiatisch-pazifische Raum (APAC) verzeichnete ein Wachstum von 5,9%, eine Steigerung im Vergleich zu 2024. Diese regionalen Unterschiede spiegeln zum Teil Wechselkursbewegungen wider, insbesondere die Abwertung des US-Dollars, die Vermögenszuwächse ausserhalb der Vereinigten Staaten verstärkte. Die 17. Ausgabe des Global Wealth Report beleuchtet die folgenden globalen und regionalen Entwicklungen:
- Erwachsene in Nordamerika verfügten weiterhin im Durchschnitt über das höchste Vermögen, mit durchschnittlich 660.000 US-Dollar pro Erwachsenem, gefolgt von Australien und Neuseeland mit fast 590.000 US-Dollar sowie Westeuropa mit über 330.000 US-Dollar.
- Die Schweiz belegte erneut den ersten Platz beim durchschnittlichen Vermögen pro Erwachsenem mit 910.382 US-Dollar, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Luxemburg.
- Seit 2020 verzeichnete Südkorea unter den betrachteten Märkten das stärkste Wachstum des realen Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem mit einem Anstieg von über 50%, gefolgt von starken Steigerungen von über 25% in Kroatien, Norwegen, Lettland, Taiwan und Bulgarien.
- Die Zahl der Millionäre in US-Dollar stieg 2025 um 1,5%, was nahezu einer Million neuer Millionäre entspricht, oder mehr als 2.600 pro Tag.
- Die Vereinigten Staaten trugen mit über 440.000 neu hinzugekommenen Personen zu fast der Hälfte der weltweit neu entstandenen Millionäre im Jahr 2025 bei, gefolgt von Festlandchina, Japan, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Frankreich, die jeweils insgesamt mehr als 2 Millionen Millionäre zählten.
- Mehr als die Hälfte des globalen Privatvermögens verbleibt weiterhin konzentriert in den Vereinigten Staaten und Festlandchina, was ihre anhaltende Dominanz unterstreicht.
- Der Anteil der Erwachsenen in der niedrigsten Vermögensklasse, d. h. unter 10.000 US-Dollar, sank von fast 75% im Jahr 2000 auf etwas über 41% im Jahr 2025, während mittlere und höhere Segmente gewachsen sind.
- Betrachtet man die Entwicklungen seit 2020, zeigen die globalen Vermögenstrends eine zunehmende Divergenz zwischen dem Durchschnittsvermögen und den Medianwerten, was auf eine ungleiche Verteilung der Zuwächse zwischen den Haushalten hinweist.
Iqbal Khan, Co-President UBS Global Wealth Management, sagte: „Das globale Vermögen entwickelt sich rasant, wobei das Wachstum zunehmend durch veränderte wirtschaftliche Bedingungen, technologischen Wandel und neue Chancen in den Märkten geprägt wird. Für Kundinnen und Kunden bringen diese Dynamiken sowohl Komplexität als auch Wahlmöglichkeiten mit sich. In diesem Umfeld sind die richtigen Einblicke und ein verlässlicher Partner unverzichtbar, um mit Unsicherheiten umzugehen, globale Chancen zu nutzen und fundierte, langfristige Entscheidungen zu treffen, die das Vermögen schützen und mehren.
Robert Karofsky, Co-President UBS Global Wealth Management, ergänzte: „Das globale Vermögen ist das dritte Jahr in Folge gestiegen und dies in einem deutlich stärkeren Tempo, wobei das durchschnittliche individuelle Vermögen weit schneller zugenommen hat als das globale Wirtschaftswachstum. In diesem Umfeld ist eine disziplinierte Vermögensverwaltung wichtiger denn je. Kundinnen und Kunden wenden sich an verlässliche Partner mit globaler Reichweite, lokalem Wissen und integrierten Kompetenzen, um das, was ihnen wichtig ist, zu verwalten, zu mehren und zu bewahren.“
Markt | Durchschn. Vermögen |
| Markt | Medianvermögen |
|---|---|---|---|---|
Schweiz | 910.382 | 1 | Luxemburg | 394.005 |
Vereinigte Staaten | 696.277 | 2 | Belgien | 277.166 |
Luxemburg | 654.732 | 3 | Australien | 210.783 |
Hongkong SAR | 648.267 | 4 | Neuseeland | 206.617 |
Australien | 616.306 | 5 | Dänemark | 203.771 |
Singapur | 527.217 | 6 | Hongkong SAR | 187.968 |
Dänemark | 523.344 | 7 | Kanada | 147.811 |
Neuseeland | 449.852 | 8 | Schweiz | 145.555 |
Norwegen | 425.391 | 9 | Norwegen | 140.003 |
Niederlande | 415.287 | 10 | Japan | 135.745 |
Belgien | 407.920 | 11 | Italien | 131.001 |
Schweden | 406.406 | 12 | Niederlande | 127.407 |
Kanada | 399.886 | 13 | Vereinigtes Königreich | 125.335 |
Deutschland | 346.613 | 14 | Frankreich | 121.898 |
Frankreich | 341.359 | 15 | Malta | 114.033 |
Taiwan | 332.533 | 16 | Taiwan | 113.137 |
Irland | 314.167 | 17 | Spanien | 111.575 |
Israel | 312.108 | 18 | Südkorea | 101.739 |
Südkorea | 311.260 | 19 | Irland | 98.413 |
Spanien | 306.412 | 20 | Singapur | 96.434 |
Vereinigtes Königreich | 292.808 | 21 | Katar | 95.499 |
Österreich | 279.989 | 22 | Finnland | 89.695 |
Italien | 279.439 | 23 | Schweden | 84.039 |
Japan | 211.846 | 24 | Israel | 83.843 |
Finnland | 209.135 | 25 | Slowenien | 81.366 |
Portugal | 195.761 | 26 | Portugal | 76.978 |
Katar | 188.505 | 27 | Österreich | 71.378 |
Malta | 163.655 | 28 | Vereinigte Staaten (15) | 68.998 |
Vereinigte Arabische Emirate | 157.612 | 29 | Griechenland | 59.162 |
Griechenland | 143.343 | 30 | Deutschland | 53.485 |
Höhere Vermögenssegmente gewannen an Dynamik
Höhere Vermögenssegmente gewannen an Dynamik
Das Wachstum war besonders stark in Vermögenssegmenten oberhalb von 5 Millionen US-Dollar, die insgesamt eine schnell wachsende Gruppe innerhalb der globalen vermögenden Bevölkerung darstellen. Diese Anleger sind gewissermassen die „grossen Geschwister" der sogenannten Everyday Millionaires (EMILLIs). Diese höheren Stufen im Bereich von 5 Millionen US-Dollar bis 100 Millionen US-Dollar wuchsen sowohl hinsichtlich ihrer Anzahl als auch in ihrem Gesamtvermögen rasch.
Diese Beschleunigung war besonders ausgeprägt in Märkten wie Festlandchina, Australien und den Vereinigten Staaten, was die zunehmende Dynamik und Tiefe des Wachstums an der Spitze des Vermögensspektrums unterstreicht.
Neben der Ausweitung des Vermögens in höheren Segmenten hebt der Bericht hervor, wie die Zusammensetzung der Vermögenswerte die Ergebnisse beeinflusst hat. Für viele Haushalte, insbesondere bis zum EMILLI-Niveau, blieb Wohneigentum der dominierende Vermögenswert, was die Teilhabe an marktgetriebenen Gewinnen begrenzen kann. Gleichzeitig ist der Anteil liquider, investierbarer Vermögenswerte in den vergangenen zehn Jahren in ausgewählten wichtigen Märkten mit hohem Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem gestiegen, was auf eine schrittweise Verlagerung hin zu stärker marktgebundenem Vermögen hinweist.
Mit Blick auf die Zukunft wird das globale Vermögen zwar voraussichtlich weiter wachsen, doch werden die Ergebnisse zunehmend vom Zugang zu investierbaren Vermögenswerten und der Möglichkeit zur Diversifizierung abhängen, was darüber entscheiden wird, wie breit die künftigen Gewinne verteilt werden.
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