Zürich, 24. Juni 2026 – Die UBS-Studie setzt bei den Herausforderungen des heutigen Vorsorgesystems an und skizziert einen möglichen Wechsel hin zu einem System mit mehr Kapitaldeckung. Der Ansatz macht Kosten sichtbarer und stärkt tiefere Einkommen.
Stärkung der 1. Säule
Stärkung der 1. Säule
Die Studie analysiert eine Stärkung der 1. Säule, die langfristig in ein kapitalgedecktes Leistungsprimat überführt werden könnte, um sie robuster gegenüber demografischen Verschiebungen infolge niedriger Geburtenraten zu machen. Die Finanzierung würde über einen Beitragssatz von 20 Prozent auf Jahreseinkommen bis 50 000 Franken und über Bundesbeiträge erfolgen. Das Rentenalter wäre teilweise an die Lebenserwartung gekoppelt. Dafür würden Frühpensionierungen früher möglich und die Renten erhöht. Damit sichert der Ansatz vor allem Erwerbstätige mit tiefen Einkommen und lückenloser Erwerbsbiografie besser ab und ermöglicht dieser Gruppe neu einen vollständigen Einkommensersatz im Alter.
Wahlfreiheit in der 2. Säule
Wahlfreiheit in der 2. Säule
In der 2. Säule sieht die Studie eine Umstellung auf ein Beitragsprimat mit marktabhängigen Renditen sowie altersunabhängige Beitragssätze für Jahreseinkommen über 50 000 und bis maximal 150 000 Franken vor. Die Beitragssätze auf höhere Lohnbestandteile wären kleiner und eine freie Anbieterwahl sowie individuelle Anlagestrategien möglich. Leistungsansprüche wären variabler als heute und böten im Durchschnitt höhere Ertragspotenziale.
Gezieltere Umverteilung und neue Elemente
Gezieltere Umverteilung und neue Elemente
Steuerliche Vorteile und freiwillige Beiträge sollen überprüft werden, um mehr Steuergerechtigkeit zu erreichen. Die Studie schlägt ausserdem vor, Steuervorteile gezielt einzusetzen. Beispielsweise könnten Einzahlungen in die Säule 3a oder die Pensionskasse für tiefere Einkommen zu grösseren Steuerersparnissen führen. Zusätzlich wird eine obligatorische Pflegeversicherung vorgeschlagen, um Kosten im Alter systematisch abzusichern.
Übergang würde Zeit und Mittel erfordern
Übergang würde Zeit und Mittel erfordern
Der Übergang zu einem neuen System würde schrittweise erfolgen und zusätzliche Finanzierungen über höhere Steuern und neue öffentliche Schulden erfordern, um die Kosten auf mehrere Generationen zu verteilen. Gleichzeitig würde die derzeit hohe versteckte Verschuldung der Schweiz abgebaut und damit langfristig die öffentlichen Finanzen verbessert. Bestehende Ansprüche blieben geschützt.
Ein nachhaltiges Vorsorgesystem für die Zukunft
Ein nachhaltiges Vorsorgesystem für die Zukunft
Das neue System würde mehr Generationengerechtigkeit und finanzielle Nachhaltigkeit im Vergleich zu heute aufweisen, was zentrale Bausteine für das Vertrauen der Bevölkerung in das Vorsorgesystem sind. Ein neues Gleichgewicht zwischen finanzieller Sicherheit, Flexibilität, Eigenverantwortung und Solidarität ermöglicht es den Menschen, ihre Altersvorsorge individueller zu gestalten.
Die neue Studie und weitere Informationen finden Sie unter ubs.com/vorsorgeforum.
UBS Switzerland AG
Kontakte
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