Vom Tauschhandel zur Blockchain

Entdecke, wie sich Geld entwickelt hat, warum Vertrauen zentral ist und was den Schweizer Franken besonders macht.

Bereit, deine Money-Skills auszubauen?

Diese alltagsnahen Situationen und praktischen Werkzeuge helfen dir, Geld besser zu verstehen und kluge Entscheide zu treffen.

Die Entwicklung des Geldes

Lange vor TWINT tauschten Menschen Güter direkt. Sieben Hühner gegen eine Ziege. Vielleicht ein Sack Getreide gegen Brennholz. Solche Geschäfte nennen wir Tauschhandel. Sie bildeten die ersten Formen von Wirtschaft.
  • Tauschhandel

    Direkter Tausch

  • Warengeld

    Tausch und Salz

  • Münzen

    Haltbar und teilbar

  • Papiergeld

    Banknoten

  • Fiatgeld

    Vertrauen in Institutionen

  • Digital

    Geld als Daten

  • Krypto

    Dezentral

  • Programmierbares Geld

    Regelbasiert, zweckgebunden oder zeitlich begrenzt

Digitales Geld und Krypto

Zwischen 2000 und 2020 machte Geld einen grossen Schritt: weg vom Papier, hin zum Digitalen. Für viele ist das heute selbstverständlich. Historisch gesehen ist es eine tiefgreifende Veränderung. Viele zahlen inzwischen fast nur noch digital und kommen im Alltag ganz ohne Münzen oder Banknoten aus.

Stablecoins

Eine besondere Form von Kryptowährungen. Ihr Wert soll möglichst stabil bleiben. Meist koppeln Anbieter sie an eine klassische Währung wie den US-Dollar oder den Franken. Teilweise nutzen sie dafür auch andere Vermögenswerte oder technische Mechanismen. Risikofrei sind sie keinesfalls. Die Bindung kann sich lösen – wenn die Organisation oder die Technik Probleme bekommt.

Programmierbares Geld

Auch programmierbares Geld rückt näher. Denk an digitale Franken, die du nur für bestimmte Zwecke einsetzen kannst, etwa für Lebensmittel oder den öffentlichen Verkehr. Oder an staatliche Unterstützungen, die nur während eines festgelegten Zeitraums gültig sind. Das eröffnet neue Möglichkeiten, wirft aber Fragen auf: Wer bestimmt die Regeln? Was passiert mit deinen Daten?

Dezentrale Finanzsysteme

Dezentrale Finanzsysteme, oft als DeFi bezeichnet, bauen ebenfalls auf der Blockchain auf. Sie erlauben es, Geld zu verleihen, zu leihen oder anzulegen – ohne klassische Banken. Das schafft neue Optionen. Gleichzeitig bleiben wichtige Fragen offen. Wer trägt die Verantwortung? Wer greift ein, wenn etwas schiefläuft?

Kryptowährung

Kryptowährungen wie Bitcoin sind digitales Geld. Hinter ihnen steht meist kein Staat und keine Zentralbank. Die Idee: Du kannst Werte speichern und verschicken, ohne eine Bank einzuschalten. In der Praxis läuft vieles trotzdem über Plattformen, auf denen Menschen Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder aufbewahren. Auch Regierungen und Zentralbanken beschäftigen sich inzwischen mit digitalem Geld. Die Kurse von Kryptowährungen schwanken oft stark. Für alltägliche Zahlungen spielen sie in der Schweiz bisher nur eine kleine Rolle.

Blockchain

Eine Blockchain ist ein Register für Transaktionen. Tausende Computer auf der ganzen Welt speichern dieselben Einträge. Wer einen Eintrag nachträglich ändern oder löschen will, müsste sehr viele dieser Computer gleichzeitig kontrollieren. Das macht Manipulationen schwierig. Deshalb spielt die Blockchain bei vielen Kryptowährungen eine zentrale Rolle. Sie hält Transaktionen transparent fest.

Welche Rolle spielt Geld?

Verstehe, welche wichtigen Funktionen Geld im Alltag hat.

Anleitung

Lies die Beispiele und wähle jeweils die passende Funktion von Geld.

  • Tauschmittel
  • Wertaufbewahrungsmittel
  • Recheneinheit

     

Was das zeigt 

Geld erfüllt im Alltag mehrere Funktionen: Du kannst damit bezahlen, Werte aufbewahren und Preise vergleichen.

Beispiel 1

Du sparst jeden Monat 100 Franken von deinem Lohn, um dir im nächsten Frühling ein neues Velo zu kaufen.

Wertaufbewahrungsmittel

Du legst Geld zur Seite, um später etwas zu kaufen. Das Geld bewahrt seinen Wert.

Beispiel 2

Im Supermarkt vergleichst du die Preise von drei Apfelsorten, weil alle in Franken angegeben sind.

Recheneinheit

Alle Preise stehen in derselben Währung. So kannst du sie einfach vergleichen.

Beispiel 3

Du kaufst im Kino ein Ticket für einen Film mit deinem Lieblingsschauspieler.

Tauschmittel

Du gibst Geld und erhältst dafür etwas, das du möchtest – in diesem Fall ein Kinoticket.

Persönliche Reflexion

  1. Wie nutzt du Geld als Wertaufbewahrungsmittel? Sparst du auf etwas Grösseres?
  2. Denk so weit zurück, wie du kannst. Sind bestimmte Waren oder Dienstleistungen teurer geworden? Wenn ja, warum könnte das so sein?
  3. Hast du schon einmal mit Freunden oder Geschwistern Dinge getauscht? Was war daran schwieriger, als etwas im Laden oder online zu kaufen?
Geld und Banking einfach erklärt – mit yumo von UBS

Geld und Banken

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