Bereit, deine Money-Skills zu erweitern?

Diese alltagsnahen Beispiele und praktischen Werkzeuge helfen dir, Geld besser zu verstehen und kluge Entscheide zu treffen.

Emotionen verstehen

Verstehe, wie du emotional beim Thema Geld reagierst. Oft ist es sehr persönlich – geprägt von Erziehung, Kultur und Persönlichkeit.

Anleitung

Wie reagierst du auf Geld? Welche Situationen lösen bei dir Stress, Schuldgefühle, Stolz oder Aufschieben aus? Welche Gedanken oder Gewohnheiten tauchen dabei immer wieder auf? Es geht nicht um richtig oder falsch. Es geht darum, deine Muster besser zu erkennen.

Was dies zeigt

Auch Gefühle, die du kaum bemerkst, beeinflussen deine Geldentscheide. Wenn du sie erkennst, kannst du bewusster entscheiden.

Stress

Wann macht dich Geld nervös oder unsicher?

Schuldgefühle

Wann hast du wegen Geld ein schlechtes Gewissen?

Stolz

Wann bist du stolz auf deinen Umgang mit Geld?

Aufschieben

Wann blendest du Geldthemen aus oder schiebst einen Entscheid vor dir her?

Wie Wünsche entstehen und Geld verschwindet

Der Unterschied zwischen Bedürfnissen und Wünschen ist wichtig, wenn du dich mit Geld und Wirtschaft beschäftigst. Bedürfnisse sind die Dinge, die du wirklich zum Leben brauchst: Essen, Wasser, ein Dach über dem Kopf, Kleidung und Gesundheitsversorgung. Wünsche hingegen sind das, was dein Leben bereichert, aber nicht zwingend notwendig ist.

Anleitung 

Denk an deine letzten Einkäufe. Entscheide für jedes Produkt, ob es ein Bedürfnis oder ein Wunsch ist, und ordne es einer Pyramidenstufe zu.

Was dies zeigt

Manchmal verwechselt man Wünsche mit Bedürfnissen. Den Unterschied zu kennen, führt zu besseren Entscheidungen.

Selbstverwirklichung
Ganz oben steht die Selbstverwirklichung. Dazu gehören Kreativität, Sinn und persönliche Ziele.

Reisen, persönliches Wachstum, kreative Projekte

Ganz oben steht die Selbstverwirklichung. Dazu gehören Kreativität, Sinn und persönliche Ziele.

Hier geht es darum, ein Leben zu gestalten, das zu dir passt. Dich auszudrücken, ist ein Bedürfnis. Wie du das tust, etwa durch Reisen, Kunst, ein eigenes Projekt oder eine Geschäftsidee, gehört oft zu den Wünschen. Marketing verkauft Träume und das Versprechen, dem Alltag mehr Bedeutung zu geben.

Anerkennung
Bei Wertschätzung geht es um Selbstvertrauen, Anerkennung und Selbstwert.

Bildung, Hobbys, hochwertige Güter

Bei Wertschätzung geht es um Selbstvertrauen, Anerkennung und Selbstwert

Wir wollen etwas erreichen und respektiert werden, von uns selbst und von anderen. Eine Fähigkeit zu lernen, ist ein Bedürfnis, wenn du wachsen willst. Diesen Erfolg über Statussymbole, exklusive Erlebnisse oder Premium-Marken zu zeigen, ist ein Wunsch. Hier werden Wünsche zu starken Signalen dafür, wer wir sind oder wer wir sein möchten.

Zugehörigkeit
Bei Zugehörigkeit dreht sich alles um Verbindungen.

Soziale Aktivitäten, Geschenke, Abos

Bei Zugehörigkeit dreht sich alles um Verbindungen.

Freundinnen und Freunde, Familie, Beziehungen und Gemeinschaft geben uns das Gefühl, Teil von etwas Grösserem zu sein. Menschlicher Kontakt ist ein Bedürfnis. Wie wir ihn zeigen, wird oft zum Wunsch. Social Media, Gruppenfitness-Abos oder Lifestyle-Marken greifen unser starkes Bedürfnis auf, dazuzugehören, gesehen zu werden und Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Sicherheit
Sobald die Grundbedürfnisse gedeckt sind, geht es um Sicherheit.

Versicherung, Sparen, Gesundheitsversorgung

Sobald die Grundbedürfnisse gedeckt sind, geht es um Sicherheit.

Dazu gehören körperliche Sicherheit, ein stabiles Einkommen, Wohnen, Ersparnisse und Zugang zur Gesundheitsversorgung. Einen Job zu haben, ist ein Bedürfnis. Sich wegen der Marke des Arbeitgebers erfolgreich zu fühlen, ist ein Wunsch. Versicherungen, Alarmanlagen und Finanzprodukte gehören oft auf diese Stufe. Sie sind im Kern praktisch, werden aber häufig mit emotionaler Sicherheit und einem Gefühl von Ruhe verknüpft.

Grundbedürfnisse
Physiologische Bedürfnisse bilden das Fundament der Pyramide.

Nahrung, Wohnen, Kleidung 

Physiologische Bedürfnisse bilden das Fundament der Pyramide.

Dazu gehört alles, was wir zum Überleben brauchen: Essen, Wasser, Schlaf und ein Dach über dem Kopf. Wenn diese Bedürfnisse nicht gedeckt sind, rückt alles andere in den Hintergrund. Eine Mahlzeit ist ein Bedürfnis. Ein Bio-Tasting-Menü vom Spitzenkoch ist ein Wunsch. Marketing erfindet auf dieser Stufe keine neuen Wünsche. Es erinnert uns nur daran, dass ohne das Nötigste alles andere zweitrangig wird.

Bedürfnisse und Wünsche verstehen

Einkaufen

Pyramidenstufe

Bedürfnis oder Wunsch?

Warum?

Gipfeli

Grundbedürfnis

Bedürfnis

Frühstück, gibt Energie

Konzertticket

Zugehörigkeit/Anerkennung

Wunsch

Sozial, Selbstausdruck

Krankenversicherung

Sicherheit

Bedürfnis

Schutz, Sicherheit

Designer-Sneaker

Anerkennung

Wunsch

Status, Selbstbild

Was deine Ausgaben wirklich beeinflusst

Die Psychologie des Konsumverhaltens zu verstehen, ist entscheidend, um den eigenen Umgang mit Geld bewusst zu steuern. Wenn wir die psychologischen Auslöser dafür nicht kennen, laufen wir Gefahr, zu viel auszugeben. Dies betrifft vor allem Dinge, die uns keinen echten Mehrwert bringen. Hier sind einige der wichtigsten psychologischen Treiber beim Geldausgeben:

Emotionen

Viele Entscheide treffen wir aus dem Bauch heraus. Eine Luxus-Handtasche kann dir das Gefühl geben, erfolgreich zu sein. Das mag sich wie ein «Bedürfnis» anfühlen – ist aber keines. Genauso kann ein Stück Comfort Food deine Stimmung heben. Vielleicht brauchst du «unbedingt» ein Schoggiweggli, aber ehrlich gesagt: Das ist ein Wunsch, kein echtes Bedürfnis.

Soziale Einflüsse

Wir Menschen sind soziale Wesen. Andere Menschen prägen stark unser Konsumverhalten. Trends, Influencerinnen und Freunde haben grossen Einfluss darauf, was wir kaufen und wie wir uns dabei fühlen.

Identität und Selbstdarstellung

Oft zeigt das, was wir kaufen, wer wir sein möchten. Jemand entscheidet sich vielleicht für ein umweltfreundliches Produkt, um seinen Werten treu zu bleiben. Jemand anderes wählt ein teures Auto, um Erfolg zu zeigen. Das, was wir kaufen, ist also auch ein Stück Selbstdarstellung.

Denkfehler

Wir alle glauben, wir würden logisch handeln. Das tun wir aber äusserst selten. Die Verhaltensökonomie zeigt, dass Menschen oft irrational entscheiden. Dabei gibt es verschiedene Verzerrungen, beispielsweise den Knappheitseffekt und den Ankereffekt. Beim Knappheitseffekt erscheint etwas wertvoller, nur weil es selten ist. Beim Ankereffekt beeinflusst uns die erste Zahl oder Information, die wir sehen.

Fünf Denkfehler, die dich beim Umgang mit Geld austricksen

Denkst du, du triffst beim Einkaufen logische Entscheide? Kaum! Wir alle nehmen mentale Abkürzungen und tappen regelmässig in emotionale Fallen. Hier sind fünf der grössten Denkfehler, die uns beim Umgang mit Geld austricksen:
  • Verlustangst

    Wir hassen es mehr, zu verlieren, als wir es lieben, zu gewinnen.
    50 Franken zu verlieren, fühlt sich viel schlimmer an, als 50 Franken zu finden Freude bereitet – obwohl es derselbe Betrag ist. Darum halten viele Menschen schlechte Investitionen zu lange. Sie hoffen, «wenigstens wieder auf null» zu kommen, statt rechtzeitig loszulassen.

  • Gegenwartsfokus

    Jetzt ist besser als später

    Wir wollen Belohnung sofort. Neues iPhone in Raten? Ja, klar. Säule 3a? Eher nicht. «Buy now, pay later»-Apps leben genau von dieser Ungeduld.

  • Ankereffekt

    Der erste Preis gewinnt

    Die erste Zahl, die du siehst, prägt dein Gefühl für Wert. Eine Uhr für 7 800 Franken lässt das Modell für 2 500 Franken plötzlich «vernünftig» wirken. Gleiches gilt für die Weinkarte: Der Bordeaux für 380 Franken ist nur dazu da, damit der Wein für 120 Franken fair erscheint.

  • Besitz-Effekt

    «Meins» heisst automatisch «mehr wert sein».

    Sobald dir etwas gehört, überschätzt du seinen Wert. Dein Snowboard im Keller ist für dich locker 300 Franken wert. Käuferinnen und Käufer würden höchstens 80 Franken zahlen.

  • Soziale Bewährtheit

    Jeder macht es

    Lange Schlangen vor Clubs in Grossstädten? Oft inszeniert. Und trotzdem willst du rein. Influencerinnen und Influencer nutzen denselben Effekt – mit Sneakers, Kryptowährungen oder Sportartikeln.

Wirtschaft im echten Leben 

Lerne, wie Preise, Inflation und Konjunktur funktionieren. Verstehe, warum Staaten Mühe haben, die Wirtschaft zu steuern und wie Kryptowährungen sie neu denken wollen. 

Bereit, dein Geld im Griff zu haben?

Starte das Quiz und entdecke die Grundlagen, die dir Sicherheit geben.

Vertiefe dein Wissen

Lade Artikel, Quiz und Checklisten herunter und erfahre mehr über Geld, Arbeit, Bildung, Investieren, Wirtschaft und deine Zukunftsplanung.
Folie 1-7

YUMO an einem Ort

Schnell gefunden, leicht vertieft. Entscheide selbst, ob du lesen, schauen, spielen oder das Gelernte anwenden willst.

Wir sind für dich da

Fragen zum Sparen, Anlegen oder zur Vorsorge? Wir rufen dich zurück und besprechen gemeinsam, welche Möglichkeiten zu deiner Situation passen.

Disclaimer