Alltag Richtig bezahlen: Das müssen Sie wissen

Bargeld, Karte, Smartphone oder sogar Kryptowährung: Das müssen Sie über die unterschiedlichen Zahlungsmittel wissen.

Sicherheit und Verbreitung sind entscheidende Faktoren, wenn es um die unterschiedlichen Zahlungsmittel geht.

Die Welt der Zahlungsmittel hat sich in den letzten Jahren verändert. So können wir unseren Kaffee heute mit Bargeld, Karte, oder Smartphone bezahlen. Vereinzelt werden auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel erlaubt, wie beispielsweise in Hotels, Möbelgeschäften oder Restaurants. Höchste Zeit, die unterschiedlichen Zahlungsmittel genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das gute und altbewährte Bargeld sorgt für Anonymität

Münzen und Noten gehören in der Schweiz noch immer zu den beliebtesten Zahlungsmitteln. Auch, wenn Bargeld jüngst durch die Coronakrise an Beliebtheit verloren hat. Das ist nicht erstaunlich, schneidet Bargeld doch gerade in Bezug auf die Hygiene weniger gut ab:

Vorteile von Bargeld

  • Sicherheit und Anonymität: Beim Bezahlen mit Bargeld werden keine persönlichen Daten gesammelt und Sie sind bei der Transaktion auch vor Cyber-Attacken geschützt
  • Sparsameres Konsumverhalten: Münzen und Noten wird nachgesagt, dass sie zu sparsameren Konsumverhalten führen können. Im Gegensatz zum bargeldlosen Bezahlen sehen Sie den unmittelbaren Effekt der Ausgabe in Ihrem Portemonnaie.
  • Unabhängig von technischer Infrastruktur: Wenn auch immer seltener, gibt es weiterhin Orte oder Automaten, an denen nur mit Bargeld bezahlt werden kann. Mit Bargeld lässt sich auch bezahlen, wenn es zu technischen Ausfällen, beispielsweise beim Kartenterminal kommt. Zudem wird an manchen Verkaufsstellen bei Kleinstbeträgen eine Kartenzahlung nicht akzeptiert oder eine Gebühr verlangt. 

Nachteile von Bargeld

  • Aufbewahrung und Verlustrisiko: Gerade bei grösseren Beträgen kann Bargeld im Vergleich zu anderen Zahlungsmittel nur schlecht aufbewahrt werden. Zudem kann Bargeld leicht gestohlen werden oder verloren gehen, wobei ein Nachweis oft schwierig ist. 
  • Hygiene: Bargeld ist auch aus Hygienegründen in letzter Zeit etwas in Verruf geraten. Auf Noten und Münzen können sich Viren und Bakterien festsetzen.

Kartenzahlung für grössere Investitionen als gute Alternative

Mittlerweile ist die Debitkarte das beliebteste Zahlungsmittel der Schweiz. Und auch Kreditkarten werden rege genutzt. Sowohl Zahlungen mit der Debit- als auch mit der Kreditkarte haben aufgrund des Coronavirus einen weiteren Schub erhalten. Was sind die Vor- und Nachteile von Kartenzahlungen?

Vorteile von Kartenzahlung

  • Bargeld- und kontaktloses Bezahlen: Mit den meisten Karten kann die Bezahlung mittlerweile bis zu einem bestimmten Betrag kontaktlos erfolgen. Auch das bargeldlose Bezahlen an sich ist ein Vorteil: Sie müssen keine Noten und Münzen herumtragen. 
  • Online und weltweit einsetzbar: Kartenzahlungen haben auch dank der Digitalisierung an grosser Beliebtheit gewonnen. So kann gerade mit der Kreditkarte einfach online eingekauft werden. Auch sind die meisten Karten der gängigen Anbieter weltweit als Zahlungsmittel akzeptiert. 
  • Zusatzleistungen: Besitzerinnen von Kreditkarten profitieren zudem oft von attraktiven Zusatzleistungen wie Versicherungen oder einem Bonus- oder Treue-Programm.

Nachteile von Kartenzahlungen:

  • Gebühren: In Zusammenhang mit Karten als Zahlungsmittel fallen unterschiedliche Gebühren an. So zum Beispiel Jahresgebühren für Kreditkarten oder Gebühren beim Abheben von Geld im Ausland.
  • Weniger Anonymität und Kontrolle: Bezahlen Sie mit einer Karte werden immer auch Daten zur Transaktion übermittelt, zum Beispiel an den Shopbetreiber. Auch die Kontrolle über die Ausgaben zu behalten fällt oftmals schwerer.
  • Risiko von Betrugsversuchen: Das Bezahlen mit Karten wird immer sicherer - dennoch ist man nie komplett vor Betrugsversuchen geschützt.

Mobiles Bezahlen im Aufwind

Dass sich in den letzten Jahren bei den Zahlungsmitteln viel getan hat, zeigt Mobile Payment. Sprich die Bezahlung via Smartphone über Apps wie TWINT, Apple Pay, Samsung Pay oder Google Pay. Auch in der Schweiz wird dieses Zahlungsmittel immer häufiger genutzt.

Vorteile von Mobile Payment

  • Convenience: Das Haus ohne Smartphone zu verlassen, ist kaum noch vorstellbar. Dank Mobile Payment haben Sie das Zahlungsmittel immer dabei. Und auch beim Online-Shopping wird Mobile Payment immer häufiger akzeptiert.
  • Kontaktloses Bezahlen: Die Abwicklung der Zahlung erfolgt über das Smartphone. So müssen Sie kein Bargeld entgegennehmen und an keinem Terminal Ihren Pin eingeben.

Nachteile von Mobile Payment

  • Verfügbarkeit: Während Sie fast überall mit Karte und Bargeld bezahlen können, ist Mobile Payment noch nicht so weit verbreitet. Dazu kommt, dass es viele unterschiedliche Apps gibt, die nicht überall und insbesondere auch länderspezifisch unterschiedlich verfügbar sind. 
  • Anonymität und Sicherheit: Ähnlich wie bei Kartenzahlungen werden auch beim Mobile Payment Daten übermittelt. Betrugsversuche oder der Verlust des Geräts stellen weitere Risiken dar.

Kryptowährung nicht nur etwas für Technikaffine

Kryptowährungen wie die Internetwährung Bitcoin sind kein neues Phänomen mehr und wurden in den vergangenen Jahren medial breit diskutiert. Kryptowährungen haben sich vor allem wegen den Spekulationen über Kursgewinne einen Namen gemacht. Doch was taugen Währungen wie Bitcoin oder Ripple als Zahlungsmittel?

Vorteile von Kryptowährungen

  • Dezentralisierung und Anonymität: Ein Vorteil von Kryptowährung liegt in der Technologie der Blockchain. Diese erlaubt die dezentrale - also ohne Institutionen wie Banken - Abwicklung von Zahlungen. Dies führt auch dazu, dass Zahlungen ohne die Übermittlung von Daten an Finanzfirmen erfolgen. 
  • Niedrige Gebühren: Die Bezahlung mit Kryptowährung erfolgt mit sehr geringen oder keinen Kosten für die Transaktion.

Nachteile von Kryptowährungen:

  • Verfügbarkeit und Verbreitung: Auch wenn die Zahl an Dienstleistern und Shops steigt, die Kryptowährungen akzeptieren, sind Verbreitung und die Verfügbarkeit noch sehr beschränkt und konzentrieren sich auf Online-Bezahlungen. Auch der Zugang zu und die Aufbewahrung von Kryptowährungen ist schwieriger als bei anderen Zahlungsmitteln.
  • Viele Anbieter und keine echte Vergleichsmöglichkeit: Es gibt nicht nur unzählige verschiedene Kryptowährungen, sondern auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Anbietern, bei denen sich Kryptowährungen beziehen lassen. Die Vergleichbarkeit zwischen diesen ist schwierig. So unterscheiden Sie sich beispielsweise bei den Preisen, der Nutzerfreundlichkeit oder den Zahlungsmethoden. 
  • Volatilität: Die Kurse von Kryptowährungen sind starken Schwankungen ausgesetzt. So fiel der Kurs von Bitcoin innerhalb von wenigen Wochen von seinem Höchstwert von 20'000 Franken im Jahr 2017 auf rund 10'000 Franken. Das Halten von Kryptowährungen entspricht damit einer eher risikoreichen Anlage.

Sicherheit als wichtiger Faktor bei allen Zahlungsmitteln

Die Auswahl an Zahlungsmitteln ist in den letzten Jahren grösser geworden. Je nach Einsatzzweck überwiegen die Vor- und Nachteile einzelner Zahlungsmittel. Gerade bargeldloses Bezahlen punktet aufgrund der Einfachheit und der Verfügbarkeit. Doch egal, wann Sie wie bezahlen, sollten Sie ein Augenmerk auf die Sicherheit legen. Machen Sie beispielsweise unseren Security Check, um mehr über das Thema Sicherheit beim digitalen, bargeldlosen Umgang mit Geld zu erfahren.

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