Kindesvermögen Geldgeschenke: ins Kässeli oder aufs Konto?

Voller Stolz schenkt der Götti Ihrem Kleinkind nagelneue Nötli. Doch wie sollen Eltern mit diesem Geldsegen umgehen?

Kindergeburtstag! Dem Götti ist es ganz wichtig, zu betonen, dass die frischen Banknoten komplett faltenfrei sind und noch nie im Umlauf waren. Doch was würde Ihr Kleinkind mit dem Geld machen? Genau: zerknittern, in tausend Stücke reissen oder als Malunterlage benutzen. Es ist also Ihr Recht und auch Ihre Pflicht, sich um die Geldgeschenke Ihres Kindes zu kümmern. Aber wie genau soll man mit dem Geld umgehen?

Das Kindesvermögen

Geld, welches Kinder geschenkt bekommen, ist Teil des Kindesvermögens. Es gehört dem Kind, wird aber von seinen Eltern verwaltet. Sie sind jetzt also auch Buchhalter – und zahlen das Geld auf das Kinderkonto ein oder stecken es ins Sparschwein.

Geld erklären

In den ersten Lebensjahren ist Ihr Kind zu jung, um den Sinn von Geld zu verstehen. Sobald Ihr Kind das Thema aber von sich aus anspricht, sollten Sie erklären, dass Sie auf sein geschenktes Geld aufpassen, bis es volljährig ist, dass es auf einem Sparkonto oder im Sparschwein liegt und für welchen Zweck das Geld gedacht ist.

An die Hand nehmen

Lassen Sie Ihr Kind sein Kässeli selber füttern oder bezahlen Sie das Geld gemeinsam auf das Konto ein. Erhält Ihr Kind direkt Geld aufs Konto, zeigen Sie ihm, um welche Note es sich beim geschenkten Betrag handelt. So wird das Geschenk für das Kind realer.

Ausbildung oder Bausteine?

Sprechen Sie mit den Schenkenden über den Zweck und die Absicht ihrer Geschenke. Hat sich der Götti schon Gedanken gemacht, wofür das Geld gedacht ist? Ist es für später, für die Ausbildung oder eine Reise? Dann ist es auf einem Konto sicher besser aufgehoben. Oder ist es für die nähere Zukunft gedacht, etwa für ein grösseres Spielzeug? Dann kann es auch im Kässeli bleiben und gemeinsam mit dem Kind kann der Verwendungszweck besprochen werden. Falls das Kind bereits genug alt ist: Bedanken Sie sich gemeinsam, ein selber gebasteltes Kärtchen bereitet immer Freude.


Die pädagogischen Grundsätze von UBS

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpädagogin Marianne Heller entstanden, mehrjährige Leiterin eines Programmes zur Finanzerziehung und Schuldenprävention für Kinder und Jugendliche.

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