ETF Wertpapierleihe Wie Sie mit ETFs von UBS zusätzliche Erträge generieren und so die Nettokosten verringern können

Um zusätzliche Erträge zu generieren und so die Nettokosten für die Anleger zu reduzieren, setzen UBS ETFs bei ausgewählten physisch replizierten ETFs Wertpapierleihe ein. Dabei legt UBS besonderen Wert auf ein verantwortungsbewusstes Wertpapierleihe-Konzept.

Was versteht man unter einer Wertpapierleihe?

Bei der Wertpapierleihe überlässt der Verleiher (UBS ETFs) einem Dritten (dem Entleiher) für einen bestimmten Zeitraum gegen Gebühr eine gewisse Anzahl von Wertpapieren aus dem ETF-Portfolio.

  • UBS ETFs setzen Wertpapierleihe nur bei einigen ausgewählten physisch replizierten ETFs mit Domizil in der Schweiz, Luxemburg und Irland ein
  • Ziel ist es, durch Zusatzerträge, die Nettokosten für den Anleger zu reduzieren
  • Wertpapierleihgeschäfte von UBS ETFs sind zu mindestens 105 Prozent überbesichert
  • Bei in der Schweiz domizilierten ETFs kommt der jeweilige Haircut hinzu
  • Die sorgfältige Auswahl der Entleiher und die tägliche Neubewertung der Sicherheiten dienen der Risikominimierung
  • Hohe Transparenz durch tägliche Publikation der Sicherheiten je Subfund auf ubs.com/etf > Produkte

Wie kann ich das Risiko von Wertpapieranleihen minimieren?

Gemäss der europäischen Fonds-Richtlinie UCITS sowie nach Schweizer KAG darf die Höhe der verliehenen Wertpapiere bis zu 100 Prozent betragen. In der Praxis war die tatsächliche Ausleihquote bei UBS ETFs bereits bislang deutlich geringer. UBS ETFs hat daher für die Ausleihe von Wertpapieren eine Obergrenze bei 50% des Nettoinventarwertes eines ETFs gesetzt.

Um das Risiko der Wertpapierleihe für UBS ETFs zu minimieren, werden die Entleiher besonders sorgfältig ausgewählt und täglich überwacht. Bevor der Entleiher die Wertpapiere erhält, muss er dem Verleiher, dem ETF, dafür Sicherheiten zur Verfügung stellen. Diese Sicherheiten dienen dazu, die Verpflichtungen des Entleihers gegenüber dem Verleiher abzusichern. Die Sicherheiten werden auf ein von der Bilanz des Verleihers vollständig getrenntes separates Depot oder Sicherheitenkonto übertragen.

Die Wertpapierleihe kann täglich auf Verlangen des Verleihers gekündigt werden. Durch eine tägliche Neubewertung von Darlehen und Sicherheiten zu Marktpreisen wird zudem sichergestellt, dass der Wert der vom Entleiher gestellten Sicherheiten stets korrekt angepasst wird. Darüber hinaus sind Wertpapierleihegeschäfte mit UBS ETFs immer zu mindestens 105 Prozent überbesichert. Bei in der Schweiz ansässigen ETFs kommt zusätzlich ein Abschlag bei der Bewertung der hinterlegten Sicherheiten hinzu, der so genannte Haircut. Die Wertpapierleihe endet, wenn der ETF die Wertpapierleihe kündigt oder der Bedarf des Entleihers gedeckt ist. Erst nach Rückgabe der Wertpapiere an den ETF werden die verwahrten Sicherheiten an den Entleiher zurückgegeben.

Sicherheiten

UBS ETFs bieten hohe Transparenz durch die Publikation der Sicherheiten je Subfund auf täglicher Basis.


Wie können durch Wertpapieranleihen zusätzliche Einnahmen erzielt werden?

Während der Dauer der Wertpapierleihe zahlt der Entleiher dem ETF eine Gebühr. Überdies werden alle während der Leihe auf die Wertpapiere gezahlten Ansprüche wie etwa Kupons oder Dividenden in Form einer Ersatzleistung an den ETF weitergegeben.

Durch die Wertpapierleihe kann der Fonds somit zusätzliche Einnahmen erzielen, die sich im Nettoinventarwert (NAV) widerspiegeln und so direkt die Nettokosten für den Anleger senken.


Wertpapierleihe bei in Luxemburg, Irland und der Schweiz domizilierten ETFs

Art und Höhe der Besicherung bei in der Schweiz domizilierten ETFs*

Art der Sicherheiten

Staatsanleihen

Unternehmensanleihen

Höhe der Sicherheiten  

105%

105%

Haircuts

Die hinterlegten Wertschriften werden zu 100% abzüglich der folgenden Haircuts zur Besicherung hinzugerechnet:

Internationale Aktien:

15% 

Staatsanleihen von US, JP, UK, DE, CH:

0% 

Staatsanleihen mit mindestens Rating «A» (ohne US, UK, DE, CH):

2% 

Unternehmensanleihen mit mindestens Rating «A»:

4% 

Haircut

Unter Haircut versteht man einen Abschlag bei der Bewertung von hinterlegten Sicherheiten. Er dient als zusätzlicher Sicherheitspuffer und differiert je nach Art der als Sicherheiten hinterlegten Wertpapiere und deren erwarteten Preisschwankungen. Der Haircut wird von den jeweils hinterlegten Sicherheiten abgezogen, demgemäss müssen entsprechend dem jeweiligen Haircut mehr Sicherheiten geliefert werden.

Zurzeit akzeptierte Sicherheiten bei ETFs mit Fondsdomizil Luxemburg und Irland

Bei UBS ETFs, die in Luxemburg domiziliert sind und Wertpapierleihe durchführen, werden zurzeit die folgenden Sicherheiten akzeptiert (ausgenommen sind Wertpapiere der entleihenden Gegenpartei):

  • Festverzinsliche Wertpapiere emittiert und/oder mit Bürgschaft durch die Regierungen folgender Länder:
    • Die folgenden G10-Länder: Belgien, Niederlande, Kanada, Schweden, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Japan, Grossbritannien und USA
    • Nur die folgenden OECD-Länder: Australien, Österreich, Dänemark, Finnland, Luxemburg, Neuseeland und Norwegen sowie
  • Aktien in Form von Welt-Aktien-Indizes

Art und Höhe der Besicherung bei in Luxemburg und in Irland domizilierten ETFs*

 

Art der Sicherheit

Art der entliehenen Wertpapiere

Staatsanleihen

Internationale Aktien

Internationale Aktien

105%

105%

US-Aktien

105%

105%


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