Die weltweite Wasserknappheit wurde vom Weltwirtschaftsforum als gravierendstes Risiko für unseren Planeten erkannt. Bevölkerungswachstum und Urbanisierung beeinflussen den globalen Wasserhaushalt grundlegend. Zu den langfristigen Trends gehören der zunehmend höhere Lebensstandard, die Industrialisierung in den Schwellenländern sowie veraltete Wasserinfrastrukturen in den Industrienationen. Hinzu kommen kurzfristige Geschäfte wie die Aufbereitung von Balastwasser von Schiffen oder die Erschliessung von Schiefergas. Balastwasser wird von Frachtschiffen als Gewichtsausgleich zur Optimierung ihrer Manövrierfähigkeit mitgeführt. Es wird im Zielhafen aufbereitet.

Bevölkerungswachstum: Langfristiger zugrunde liegender Megatrend

Die Weltbevölkerung wächst. Waren es 2011 gemäss den Vereinten Nationen (UN) noch sieben Milliarden Menschen, werden es 2025 voraussichtlich acht Milliarden sein. Wir rechnen aufgrund dessen mit folgenden signifikanten Auswirkungen auf den Wassermarkt:

  • Steigende Nachfrage nach Trinkwasser
  • Eine wachsende Mittelschicht mit einhergehendem höherem Lebensstandard
  • Steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln; davon ein Grossteil wasserintensive landwirtschaftliche Erzeugnisse, grösserer boden- und wasserintensiver Fleischkonsum und höhere Nachfrage nach Körperpflegeprodukten

Urbanisierung: Langfristiger zugrunde liegender Megatrend

Lebten 1950 nur gerade 20 Prozent der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten, werden es 2050 70 Prozent sein. Bereits 2008 überholte die weltweite Stadtbevölkerung die Landbevölkerung zahlenmässig. In den Schwellenländern gibt es ein grosses Aufholpotential. Dabei sind sowohl die Wassererschliessung als auch die Wasseraufbereitung und -verteilung ein Thema.

  • In den Industrienationen müssen die veralteten Systeme dringend ersetzt werden. Denn der Wasserverlust aufgrund der mangelhaften Infrastruktur ist enorm.
  • Der immense Investitionsbedarf verlangt nach alternativen Finanzierungsansätzen. Probleme mit der Wasserqualität in städtischen Metropolen werden immer drängender. Wir rechnen mit einer Verschiebung von öffentlichen Geldern hin zum privaten Sektor mit rentablen Geschäftsgelegenheiten.
  • In den Schwellenländern wird zunehmend in den Aufbau der grundlegenden Wasser- und Abwasserstruktur investiert. Mit der Urbanisierung sind die Länder gezwungen in die Wasserinfrastruktur zu investieren. Hier sehen wir denn auch die besten Anlagemöglichkeiten.
  • Im Zuge der Industriealisierungsstrategie entstehen in städtischen Gebieten Industrieparks. Diese erhöhen den Wasserverbrauch.
  • Urbanisierung und Industrialisierung sind mit steigendem Energiebedarf verbunden. Bei fast allen Arten der Energieerzeugung wird Wasser benötigt.

Kurzfristige Faktoren untermauern die Anlageempfehlung

  • Balastwasser bei Transportschiffen muss aufbereitet werden.
  • Der Klimawandel macht sich bemerkbar. Langanhaltende Dürren oder umgekehrt Überschwemmungen verlangen nach Lösungen in den betroffenen Ländern.

Die Impact-Investing Perspektive

Die industrielle Landwirtschaft und der Klimawandel verursachen immer häufiger Dürreperioden. 70 Prozent der heutigen globalen Süsswassernachfrage entfallen auf die Landwirtschaft. Impact-Investments bieten eine Vielzahl von Lösungen, um das globale Problem der Wasserknappheit zu entschärfen.

In Entwicklungsländern

  • Entwicklung von Präzisionsbewässerungsmethoden für Kleinbauern in landwirtschaftlichen Gemeinschaften
  • Verbesserung des Zugangs zu Wasser in häufig von Dürre betroffenen Regionen (Brunnenbau, Wassertransport)
  • Aufbau von regionalen Zentren für Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene («WASH»)

In Industrienationen

  • Entwicklung von wassersparenden Technologien, die zu finanziellen Einsparungen und Ressourceneffizienz führen (Toilettenspühlungen, Wasserzähler)

Zusammensetzung des Wassermarktes

Die Zusammensetzung des Wassermarktes ist komplex. Dieser umfasst mehrere Subsektoren und Industrien, die sich grob in zwei Gruppen aufteilen: Industrie und Wasserversorger.

  • Das gesamte Marktvolumen beträgt zurzeit rund 500 bis 600 Milliarden USD jährlich.
  • Die Abwasseraufbereitung, die Wasserversorger, stellen mit 35 Prozent die grösste Kategorie im Wassermarkt dar.
  • 65 Prozent sind in erster Linie Anbieter von Wassertechnik. Sie liefern Anlagen für die Wassererschliessung, -verteilung und –aufbereitung.
  • Die Balastwasseraufbereitung ist heute ein Nischenmarkt. Mit einem erwarteten jährlichen Wachstum von 20 Prozent gehört sie neben der Entsalzung (über 10 Prozent jährlich) zu den wachstumsstärksten Endmärkten des Wassersektors.

Zusammensetzung eines Marktes mit einem Wert von USD 500 bis 600 Mrd.

Der Wassersektor setzt sich aus mehreren Subsektoren zusammen, die jeweils von anderen Faktoren abhängig sind.

Anlagen im Wassersektor werden sowohl in Schwellenländern als auch in Industrienationen zunehmende Aufmerksamkeit erfahren. Das Problem der Wasserknappheit ist von globaler Reichweite. Unternehmen, die entsprechend aufgestellt sind, haben gute Aussichten auf ein nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum. Der längerfristige Wachstumsausblick ist vielversprechend. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Wasser das Angebot in den kommenden Jahrzenten weit übertreffen und zusätzliche Investitionen in Wasseranlagen erfordern wird.

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