Ihr Kind soll möglichst auf nichts verzichten müssen. Sie ermöglichen Ihrem Nachwuchs sicher gern die gewünschte Ausbildung, schenken ihm das heiss begehrte Velo oder die lang ersehnten Ballettstunden.

Was würden Ihr Kind oder Ihre Kinder nur ohne Sie machen? Niemand denkt gerne darüber nach. Eine Antwort darauf zu haben, ist trotzdem beruhigend. 

Im schlimmsten Fall erhält Ihr Kind eine Waisenrente

Verliert Ihr Kind ein Elternteil, hat es Anspruch auf eine Waisenrente aus der 1. Säule und 2. Säule. Zwei Waisenrenten sind es, sollten Vater und Mutter sterben. Diese bekommt Ihr Kind bis zur Volljährigkeit oder dem Ende seiner Ausbildung, längstens jedoch bis zum 25. Geburtstag. Als Voraussetzung für den Anspruch gilt:

  • Für die verstorbene Person wurde mindestens ein volles Beitragsjahr lang in die AHV eingezahlt.
  • Der oder die Verstorbene ist an eine Pensionskasse angeschlossen.

Eine AHV-Waisenrente beträgt zwischen 470 und 940 Franken pro Monat. Bei zwei Waisenrenten sind es höchstens 1'410 Franken monatlich (Stand 2016). Wie hoch die Rente im Einzelfall ist, hängt vom Einkommen und den geleisteten Beitragsjahren des verstorbenen Elternteils ab. Aber auch Erziehungsgutschriften sind für die Waisenrente relevant. Das sind Zeiten, welche Ihnen die AHV für die Betreuung Ihrer Kinder anrechnet. Die Waisenrente aus der Pensionskasse kann je nach Reglement der Kasse unterschiedlich ausfallen.

Bei unerwarteten Versorgungslücken helfen Ergänzungsleistungen

Manchmal reichen die Vorsorge, das Einkommen des verbliebenen Elternteils und die Waisenrenten nicht aus, um die Grundkosten zu decken. In diesem Fall hat Ihr Kind eventuell Anspruch auf Ergänzungsleistungen von AHV und IV. Diese Zahlungen unterstützen Ihre Familie dabei, die wichtigsten Ausgaben in den Griff zu bekommen.

Privat vorsorgen schützt Ihr Kind zusätzlich

Im Ernstfall für die finanzielle Situation vorgesorgt zu haben, macht vieles einfacher. Könnte das Geld knapp werden, falls Ihr Einkommen plötzlich wegfällt? Dann ist es sinnvoll, Ihr Kind zusätzlich abzusichern. Eine Risiko-Lebensversicherung ist dafür eine Möglichkeit. Sie zahlt einen vorher festgelegten Betrag aus, wenn ein Versicherter stirbt.

Sie verfügen über ausreichend Vermögen und brauchen keine Versicherung? Dann sollten Sie eventuell einen Verwalter für die Gelder bestimmen. Zwar bekommt Ihr Kind auch ohne Testament mindestens den Pflichtteil seines Erbes. Sie sollten aber festlegen, wer über das Vermögen verfügt, bis Ihr Sohn oder Ihre Tochter volljährig ist.

Passiert nur Mutter oder Vater etwas, gehen Erziehung und Vermögensverwaltung im besten Fall direkt auf den verbliebenen Elternteil über. Sterben beide, wird es deutlich komplizierter. Halten Sie Ihre Wünsche daher vorsorglich schriftlich fest. Damit helfen Sie Ihren Angehörigen, sich in der schwierigen Situation einfacher zurechtzufinden.

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