Warum Sackgeld für Ihr Kind wichtig ist

Mit Sackgeld geben Sie Ihrem Kind auch Selbstvertrauen in die Hand. Wie das eigene Budget hilft, ein Gefühl für Geld zu bekommen.


"Nein, den Teddy gibt’s jetzt nicht!" Ihr Kind findet das natürlich ungerecht. Dabei haben Sie gar nichts gegen Kuscheltiere. Sie wissen einfach, dass Ihr Kind schon zu viele davon hat und deshalb nur wenige Minuten mit dem neuen Teddy spielt. Da bringt es ihm mehr, ein anderes Spielzeug zu kaufen. Aber Ihr Kind kann den Wert von Geld nur verstehen, wenn es selbst welches ausgibt.

Ab welchem Alter Sackgeld zahlen?

Spätestens, wenn Ihr Kind in die Schule kommt, lernt es zu rechnen. Von da an kann es das Geld in seinem Portemonnaie zusammenzählen und bestimmen, ob es ausreicht für das Päckli Sticker oder ein Säckli Gummibären.
Ab dem ersten Schuljahr können Sie daher mit einem Franken Sackgeld pro Woche starten. Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt, Sackgeld am Anfang wöchentlich auszuzahlen, da kleine Kinder längere Zeiträume noch nicht gut abschätzen können. Ab dem 10. Lebensjahr können Sie auf ein monatliches Sackgeld umstellen.
Wichtig ist beim Sackgeld auch, dass Sie es regelmässig zahlen und nicht vom Verhalten abhängig machen. Auch wenn Ihr Kind mal sein Zimmer nicht aufräumt, sollte es zum Zahltag sein Taschengeld bekommen.

Wie viel Sackgeld ist richtig?

Nach Empfehlung der Budgetberatung Schweiz (Stand: 2016)

Alter

CHF

6-jährig

1.- wöchentlich

7-jährig

2.- wöchentlich

8-jährig

3.- wöchentlich

9-jährig

4.- wöchentlich

10- und 11-jährig

25.- bis 30.- monatlich

12- bis 14-jährig

30.- bis 50.- monatlich

ab 15 jährig

50.- bis 80.- monatlich

Wie hoch das Sackgeld sein sollte, hängt auch von Ihrem Familienbudget ab. Ist im Haushalt weniger Geld übrig, sollten Sie das ansprechen. So versteht Ihr Kind besser, warum es vielleicht weniger bekommt als der Schulkollege.

Schritt für Schritt mehr Verantwortung übergeben?

Mit dem Alter wachsen die Ansprüche. Vielleicht wünscht sich Ihr Kind mit 12 ein eigenes Smartphone. Oder möchte mit 15 mit den Freunden in die Ferien fahren.
Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, wie viel es von seinem Sackgeld für Sonderwünsche dazu gibt. So lernt es, Schritt für Schritt für grössere Budgets verantwortlich zu sein. Beispiele dazu, welche Posten Ihr Kind mit seinem Sackgeld übernehmen kann, und wie viel es dann bekommen sollte, finden Sie unter budgetberatung.ch/taschengeld.

Lassen Sie Ihr Kind selbst über das Sackgeld bestimmen?

Auch, wenn die ersten Wochen das gesamte Sackgeld für Süssigkeiten draufgeht, sollten Sie nicht eingreifen. Steht Ihr Kind später mit leerem Portemonnaie vor dem neusten Lieblingscomic, überlegt es sich beim nächsten Mal bestimmt besser, wofür es das Sackgeld ausgeben möchte.
Natürlich fällt das manchmal schwer. Aber das übereilt ausgegebene Sackgeld wieder aufstocken, sollten Sie nicht. Selbst, wenn Ihr Kind noch so herzig bittet. Weg ist weg. Nur wenn Ihr Kind die Folgen seines Handelns erfährt, lernt es mit dem eigenen Budget auszukommen.

Über Geld spricht man doch!

Nicht jedes Kind lernt gleich schnell, mit Geld umzugehen. Manchmal klappt es nicht sofort mit dem Sparen für das Puppenhaus oder Ihr Kind ärgert sich, dass Sie ihm kein Geld dazugeben. Dann sollten Sie versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden.
Wünscht sich Ihr Kind etwas ganz fest, können Sie zum Beispiel Sonderaufgaben vergeben, für die es einen kleinen «Lohn» bekommt. Vielleicht bitten Sie Ihr Kind, die kleine Schwester zu hüten oder bei der Gartenarbeit zu helfen. Bei grösseren Kindern ist ein Nebenjob möglich.

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