Portfolio of Barry Gill

Eine Einführung von Barry Gill,
Head of Investments

Verschwimmende Grenzen

«Gute Diversifikation bedeutet, Dinge hinzuzufügen, die sich mit nichts anderem im Portfolio reimen.» – Cliff Asness

Alternative Anlagen sind inzwischen zu einem prägenden Merkmal der modernen Investmentlandschaft geworden. Ihr Aufstieg spiegelt einen strukturellen Wandel in der Art und Weise wider, wie Anleger über Diversifikation, Liquidität und langfristige Wertschöpfung denken.

Als Gedankenexperiment stelle ich Kunden und Kollegen gerne folgende Frage: Wie hat sich die durchschnittliche Vermögensverwaltungsgebühr in den letzten 20 Jahren verändert? Obwohl oft eine Fangfrage vermutet wird, überwiegt der Gedanke an den kometenhaften Aufstieg der Indexanlagen in diesem Zeitraum, was dazu führt, dass die Schätzung eher niedrig angesetzt wird. Doch der erste Instinkt erweist sich als richtig: Tatsache ist, dass ein höherer Anteil des Kundenbudgets auf alternative Anlagen entfällt – zulasten von aktiven Aktien- und Obligationenmanagern, deren Gebühren durch passive Strategien unter Druck geraten sind. Überraschenderweise hat sich die durchschnittliche Gebühr, die ein Vermögensverwaltungskunde zahlt, in zwei Jahrzehnten kaum verändert.

Was wir derzeit erleben, ist nicht nur einfach eine Kapitalrotation, sondern eine grundlegende Umgestaltung der Portfolios. Die Grenzen zwischen öffentlichen und privaten Märkten, zwischen Kredit- und Aktienrisiko, zwischen Liquidität und Illiquidität werden zunehmend durchlässig. Regulierung und Innovationen beschleunigen diesen Wandel noch weiter. Die Demokratisierung von alternativen Anlagen über Evergreen-Fonds, Intervallstrukturen und langfristige Anlagevehikel führt dazu, dass Anlagen, die zuvor institutionellen Anlegern vorbehalten waren, nun auch einer breiteren Anlegerbasis zur Verfügung stehen.

Diese Ausgabe untersucht, was diese Entwicklung für Anleger bedeutet. In Die grosse Portfolioumstellung erläutern Jerry Pascucci und Johannes Roth, wie strukturelle Kräfte wie der KI-Infrastruktur-Superzyklus, die Energiewende und Investitionen in Infrastrukturprojekte, wie sie je Generation nur einmal getätigt werden, Anlegern Chancen über alternative Investments eröffnen werden. Sie weisen auf das rasante Innovationstempo bei Investmentvehikeln hin und untersuchen, wie die KI den Anlageprozess verändert.

In Stärkung der Portfolios für eine angebotsorientierte Welt untersuchen Evan Brown und Ray Fuller, wie angebotsseitige Kräfte die wirtschaftlichen Ergebnisse zunehmend beeinflussen und was dies für den Portfolioaufbau bedeutet. Achtung, Spoiler: Geboten ist ein erhöhtes Engagement in alternativen Anlagen.

In unserem Gastinterview sprechen wir mit dem CIO Jon Glidden von Delta Air Lines. Wir erörtern seine en Beitrag zur bemerkenswerten Wende, die der Fluggesellschaft bei ihrer betrieblichen Altersversorgung gelungen ist, und die Schlüsselrolle, die alternative Anlagen dabei gespielt haben. In Wenn die Kreditnachfrage dem Angebot folgt zeigen David Mechlin und Eileen Liu, wie die Konvergenz der öffentlichen und privaten Obligationenmärkte Allokatoren Möglichkeiten bietet, über traditionelle Schubladen hinaus zu denken. Claire Tucker und Michael Dwier untersuchen unterdessen, ob Hedgefonds-Anlagen den Aufwand weiterhin wert sind, wenn sich Manager für Multi-Strategien, Dach-Hedgefonds und Single-Strategien inmitten eines rasant in zwei Teile zerfallenden Branchenumfelds behaupten möchten.

Schliesslich beurteilt Larissa Belova, wie ein konstruktiveres Zinsumfeld, Bewertungsanpassungen und strukturelle Nachfrageverschiebungen zu Chancen an den globalen Immobilienmärkten führen – was die globale Immobilienlandschaft umkrempelt und mit dem Rückzug der Banken zusätzliche Möglichkeiten der privaten Kreditvergabe entstehen lässt.

Durch all diese Perspektiven zieht sich ein roter Faden: Die Einstufung im Anlageuniversum folgt nicht mehr ihren altbekannten Regeln. Die Grenzen zwischen Anlageklassen, Regionen und Anlegertypen verschwimmen, was sowohl Komplexität als auch Chancen mit sich bringt.
Wie immer hoffe ich, dass diese Ausgabe den Nebel etwas lichten kann – und zu Ideen anregt, diese neue Phase der Marktentwicklung erfolgreich zu meistern.

Barry Gill, Head of Investments, UBS Asset Management

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