Eigenverantwortung Sackgeld oder Jugendlohn? Zwei Kids erzählen

Das Einkaufen mit Ihrem Teen wird öfter zur Tortur? Zeit, darüber nachzudenken, ob es/sie finanzielle Verantwortung übernehmen kann.

Für Kinder ist es nicht ganz einfach, plötzlich wie ein Erwachsener mit einem Budget umzugehen. Gerade wenn Mami und Papi bisher alles bezahlt und verwaltet haben. Tina (12) erhält seit einem Jahr Jugendlohn, während Samir (12) Taschengeld bekommt. Wir lassen die Kids zu Wort kommen.

Wie viel Geld bekommt ihr von euren Eltern zu Hause, und was müsst ihr alles damit bezahlen?

 

Samir, 12, Taschengeld: «Ich bekomme jeden Monat 40 Franken. Das meiste gebe ich schon in der ersten Woche für Computerspiele aus, die Handyrechnung wird aber von meinen Eltern bezahlt. Sonst würde ich mit dem Geld nicht durchkommen.»

 

Tina, 12, Jugendlohn: «Mit meinem Jugendlohn von 200 Franken pro Monat muss ich nicht nur meine Handyrechnung, sondern auch Mittagessen in der Schule und ÖV bezahlen. Am Schluss bleibt meist nicht viel übrig für Kleider, Make-up oder die Badi. Wenn ich aber ein bestimmtes Shirt oder so unbedingt will, schaffe ich es manchmal, darauf zu sparen. Das klappt aber nicht immer.»

Also, mehr Geld, mehr Probleme?

 

Tina: «Hmm, ja und nein. Statt mit meiner Mom über jedes einzelne Shirt oder Shampoo zu streiten, kann ich diese Entscheidungen jetzt selber treffen. Das finde ich recht cool. Ich kann jetzt schon richtig gut mit Geld umgehen.»

 

Samir: «Ich denke, für mich ist es wahrscheinlich einfacher, an neue Kleider zu kommen als für Tina. Also, ich nerve meine Eltern dann so lange, bis sie sie mir kaufen.»

Was findet ihr denn nun besser, Taschengeld oder Jugendlohn?

 

Samir: «Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem Taschengeld. Ich glaube nicht, dass ich mit dem Jugendlohn von Tina durch den Monat kommen würde. Es wäre aber eigentlich schon easy, nicht immer für alles die Eltern fragen zu müssen.»

 

Tina: «Also, wenn ich mich mit meinen Freundinnen vergleiche, habe ich das Gefühl, dass ich mir besser überlege, wie ich mein Geld ausgebe. Dadurch kann ich mir manchmal auch noch was leisten, wenn die anderen schon pleite sind. Früher konnte ich viel weniger gut mit Geld umgehen. Ich bin also voll für Jugendlohn.»

Jugendlohn: Was ist das?

Das Prinzip des Jugendlohns ist einfach. Ab dem Alter von ca. 12 Jahren erhalten die Kinder einen monatlichen Betrag, mit welchem sie einen Teil ihrer Lebenskosten selber bestreiten. Als Eltern müssen und sollen Sie dabei nicht tiefer in die Tasche greifen als zuvor, sondern Sie übertragen die Kompetenz und Verantwortung für einen Teil des Familienbudgets an Ihr Kind.


Die pädagogischen Grundsätze von UBS

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Pädagogin Marianne Heller entstanden, mehrjährige Leiterin eines Programmes zur Finanzerziehung und Schuldenprävention für Kinder und Jugendliche.

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