
In einer zunehmend von geopolitischen Rivalitäten geprägten Welt ist Diversifikation nicht nur klug, sondern unerlässlich, um sowohl in einem unvorhersehbaren Umfeld auf Kurs zu bleiben als auch eine breitere Palette von Chancen nutzen zu können. Plötzliche politische Veränderungen haben konzentrierte Portfolios anfälliger denn je gemacht. Das neue Gebot ist klar: Widerstandsfähige Portfolios aufbauen, die Regionen, Sektoren und Anlageklassen umfassen. Aber was bedeutet das für Schweizer Anlegerinnen und Anleger?
Mehr als nur Gold
Gold wird oft als «sicherer Hafen» und Absicherung gegen systemische Risiken angesehen. Die Erweiterung des Rohstoffengagements um Kupfer, Aluminium und Agrarrohstoffe kann jedoch dazu beitragen, zukünftige Renditequellen zu diversifizieren. Typischerweise wird eine diversifizierte Rohstoffallokation, die nicht nur Gold umfasst, bis zu einem mittleren einstelligen Prozentsatz in einem Portfolio nahegelegt.
Mehr als nur Schweizer Aktien
Eine ähnliche Logik gilt beim Vergleich von Schweizer Pharmaunternehmen mit dem breiter abgestützten Anlegethema Langlebigkeit. Letzteres umfasst Biotechnologie, Diagnostik, digitale Gesundheit und Unternehmen, die sich auf die Verlängerung der gesunden Lebensdauer konzentrieren. Die Erweiterung des Engagements über Schweizer Pharmaunternehmen hinaus ermöglicht es Anlegern, von demografischen Veränderungen, der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen sowie dem Wachstum neuer Akteure und disruptiver Technologien zu profitieren. Investitionen in mehr als nur die nationalen Champions erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Portfolios, indem sie die Abhängigkeit von einer einzigen Branche verringern.
Mehr als nur die «Glorreichen Sieben»
Das Thema künstliche Intelligenz (KI) ist ebenfalls ein gutes Beispiel für die Diversifikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Auswirkungen von KI erstrecken sich von der Wegbereiter-, Intelligenz- und Anwendungsebene über Halbleiter und die Cloud-Infrastruktur bis hin zu Software und Automatisierung. Ein Engagement im KI-Thema bietet Zugang zu einer breiteren Palette von Unternehmen, die von KI profitieren, antelle einer Konzentration der Risiken auf einige wenige Mega Caps wie die «Glorreichen Sieben». Dieser Ansatz hilft, ein übermässiges Exposure gegenüber einem einzelnen Unternehmen oder Geschäftsmodell zu mindern und dennoch am durch die KI bedingten Wachstum zu partizipieren.
Mehr als nur börsennotierte Aktien
Alternative Anlagen – wie Hedge Funds, Privatmärkte und Infrastruktur – können auch die Diversifikation und Widerstandsfähigkeit des Portfolios verbessern. Alternative Anlagen haben oft eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen und schirmen vor Marktrückgängen ab. Zum Beispiel können Hedge Funds helfen, Schwankungen im Portfolio auzugleichen, während Privatmärkte und Infrastruktur Einkommen und langfristiges Wachstum generieren können. Alternative Anlagen gehen jedoch mit einzigartigen Risiken wie Illiquidität, begrenzte Transparenz und Hebelwirkung einher, weshalb ein sorgfältiges Management und Due Diligence unerlässlich sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine breite Diversifikation die risikobereinigten Renditen verbessern, ein Exposure gegenüber spezifischen Schocks reduzieren und Wachstum aus mehreren Quellen nutzen kann. Rohstoffe, die Themen Langlebigkeit und KI sowie alternative Anlagen spielen jeweils eine unterschiedliche Rolle und helfen Anlegern, Unsicherheit zu bewältigen und sich auf die voraussichtliche Ausweitung der Finanzmarktrenditen vorzubereiten.
