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1. Von den Nebenkosten nicht überraschen lassen

Wohnungsanzeigen enthalten nicht immer alle Nebenkosten. Zudem können diese über die Zeit variieren. Frage deshalb beim Vermieter oder dem Vormieter nach, wie viel für Strom, Wasser und Heizung in etwa anfällt. Bedenke dabei, dass die tatsächlichen Kosten höher liegen können. Zum Beispiel, wenn du besonders viel Strom verbrauchst.

2. Vorab über die Regeln informieren

Lies die Hausordnung sowie die Verhaltensregeln im Mietvertrag genau durch. Sie können sich stark unterscheiden. Eventuell darfst du keine Schuhe vor der Wohnungstür stehen lassen. Oder es ist nicht erlaubt, am Sonntag die Waschmaschine zu benutzen. Auch mit Haustieren kann es schwierig werden. Viele Vermieter gestatten die geliebten Vierbeiner nicht. Daher solltest du vor dem Unterschreiben prüfen, ob du mit den bestehenden Regeln leben kannst.

3. «WG willkommen» nicht voraussetzen

Deine erste Wohnung soll eine WG werden? Dann prüfe vorab, ob der Vermieter das erlaubt. Vielleicht möchte er keine Wohngemeinschaft, sondern sucht eher nach einer Familie oder einem Paar.

4. Vor dem Einziehen ans Ausziehen denken

Du möchtest bestimmt erst mal gar nichts davon wissen. Doch die Bedingungen für den Auszug solltest du dir schon vor dem Unterschreiben des Mietvertrags anschauen. Es ist möglich, dass dein Vermieter nur zu bestimmten Terminen eine Kündigung erlaubt. Vorzeitiges Kündigen ist zwar möglich, aber es kann mit Auflagen verbunden sein. Im schlimmsten Fall zahlst du die Miete trotzdem bis zum Ende der Vertragslaufzeit.

5. Übergabeprotokoll genau unter die Lupe nehmen

Im Parkett sind tiefe Kratzer, die Wand im Schlafzimmer ist überzogen von Löchern oder der Spiegel im Bad hat einen Sprung. Gibt es ein Übergabeprotokoll, müssen offensichtliche Mängel darin verzeichnet sein.

Unterschreibe erst, wenn alle Mängel eingetragen sind. Ansonsten kann der Vermieter behaupten, dass diese Schäden auf dein Konto gehen. Versteckte Mängel kannst du später noch melden – zum Beispiel, wenn der Backofen nicht richtig funktioniert. So etwas solltest du aber direkt nach dem Entdecken an den Vermieter weitergeben.

6. Geld für die Kaution bereithalten

Bevor du eine Wohnung beziehen kannst, musst du üblicherweise ein Mietzinsdepot einrichten. Die Höhe kann bis zu drei Monatsmieten betragen.

7. Vollvernetzt in der neuen Wohnung starten

Internet, Fernsehen und Telefon solltest du bereits einige Wochen vor dem Einzug anmelden. Oft klappt das Freischalten nicht von heute auf morgen. Gerade, wenn du erst einen neuen Vertrag abschliessen musst.

8. Dauerauftrag erfassen und Mietzahlungen vergessen

An deine Miete brauchst du eigentlich nur einmal zu denken. Richte über Online oder Mobile Banking einen Dauerauftrag dafür ein. So wird das Geld jeden Monat zum gewählten Tag automatisch überwiesen. Und du brauchst dich nicht mehr darum zu kümmern – zumindest solange, bis sich der Mietzins ändert.

9. Gut versichert ist halb gewonnen

Mit einer Privathaftpflicht deckst du Schäden ab, die du ungewollt verursachst. Beispielsweise wenn aus Versehen eine Fensterscheibe zu Bruch geht oder die Sonnenstore am Balkon beschädigt wird. Diese Versicherung ist wichtig, denn solche Schäden werden schnell teuer.

Eine Hausratversicherung kann sich ebenso lohnen. Sie zahlt für Schäden an deinem Mobiliar. Etwa, wenn dein Sofa durch Überschwemmung beschädigt wird oder dein Laptop bei einem Einbruch abhanden kommt.

10. Kosten für kleine Reparaturen einplanen

Der Wasserhahn streikt, die Toilette ist verstopft oder der Griff am Fenster wackelt hin und her. Es kann gut sein, dass du für solche und andere Reparaturen selbst aufkommen musst. Im Mietvertrag sollte angegeben sein, welche kleineren Reparaturen du zahlst. Zum Beispiel kann der Vermieter festlegen, dass du bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr alle Reparaturen übernimmst.

11. Bei Problemen den Vermieter ansprechen

Eine Ecke in deinem Wohnzimmer ist plötzlich von Schimmel befallen? Oder der Kühlschrank gefriert selbst auf kleinster Stufe alle Lebensmittel? Bei Problemen wende dich zuerst an den Vermieter und suche das Gespräch. Vielfach kann das Problem direkt behoben werden. Wenn sich gemeinsam mit ihm keine Lösung findet, gehe auf den Mieterverband zu. Dieser gibt dir  Tipps, was du weiter unternehmen kannst.

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