Mirko Baldi
Mirko Baldi (Jahrgang 1972) ist Inhaber und CEO von Margherita (Schweiz) mit Sitz in Spreitenbach. Fotos: Valeriano Di Domenico

«Wenn das Bauchgefühl stimmt, greife ich zu», bringt Mirko Baldi, CEO von Margherita (Schweiz), seine Taktik bei Anlageentscheidungen auf den Punkt. Das erlaube ihm, Entscheidungen relativ zügig treffen zu können. «Und wenn ich mal entschieden habe, bleibt es auch dabei», betont er. Kleinere Nachjustierungen gebe es immer, das gehöre dazu. «Aber es kam bislang noch nie vor, dass ich zwei Tage später die ganze Strategie wieder über den Haufen geworfen habe.»

Kontinuität ist dem Unternehmer, der vor zwei Jahren seine Firma – FFF Fresh & Frozen Food – verkauft hat, sehr wichtig. «Ich will mich nicht täglich fragen müssen, ob ich alles richtig gemacht habe», erklärt er. «Man muss Vertrauen haben in die Informationen, die von der Bank zur Verfügung gestellt werden», findet er. Wichtig sei, dass man am gleichen Strang ziehe. Baldi: «Ich habe einen Plan, wie ich mein Vermögen langfristig investieren und aufbauen möchte. Die Bank hilft mir bei dessen Umsetzung.»

Mirko Baldi
2018 verkaufte Mirko Baldi seine Firma FFF Fresh & Frozen Food, die er 2000 zusammen mit seinem Geschäftspartner gegründet hatte.

UBS Wealth Way

Ihr individuelles Anlagekonzept

Breites Anlagespektrum

Damit das erwähnte Bauchgefühl überhaupt entstehen kann, braucht es ein Mindestmass an Informationen zu den potenziellen Anlageformen. Mirko Baldi entscheidet zwar schnell, informiert sich in seinem beruflichen und privaten Umfeld jedoch regelmässig über die aktuellen Geschehnisse und sucht aktiv nach relevanten Hintergrundinformationen. «Irgendwann schliesst sich dann der Kreis, und ich kann meine Entscheidung treffen», erzählt er.

Baldis Portfolio erstreckt sich über sämtliche Investitionsformen. Dazu gehören neben Aktien, direktem und indirektem Private Equity sowie Immobilien auch Rückbeteiligungen. Seine Affinität zu alternativen Anlageformen ist sehr hoch. Von zu komplexen Anlagethemen lässt der 48-Jährige aber lieber die Finger. «Wenn ich das Grundprinzip nicht verstehe, investiere ich nicht», lautet seine Devise. Das gilt insbesondere auch bei Investitionen in Start-ups via Angel Investments. «Mein Tätigkeitsfeld als Business Angel liegt eher in den Bereichen Dienstleistungen, Innovationen, IT und Industriegüter», verrät er. Im Gegensatz dazu sei die Materie im Bereich Medizinal- oder Pharmatechnik für ihn weit schwieriger zu fassen, weshalb er dort nur investiere, wenn der Kundenbetreuer der Bank ihm explizit dazu rate.

Pizza
Mirko Baldi hat nicht nur bei der Pizzazubereitung, sondern auch beim Anlegen ein feines Händchen.

Hohe Risikoaffinität

Sich selbst sieht Mirko Baldi als risikofreudigen Anlegertyp, der gerne auch überdurchschnittliche Risiken eingeht. «Man muss halt abschätzen, was man erträgt und was weniger», empfiehlt er. Alles auf eine Karte setzen würde er aber nie, «sondern ich probiere dosiert das eine oder andere aus». Manchmal funktioniere etwas, manchmal nicht. Das gehöre eben dazu.

Auch während der Coronakrise hat Baldi seine gemeinsam mit dem Expertenteam der Bank erarbeitete Investmentstruktur beibehalten. «Überreagieren liegt mir nicht», betont er und fügt an, dass er ganz im Gegenteil fast noch mehr investiert habe als vor der Krise. Er habe in dieser Zeit gezielt nach neuen, interessanten Möglichkeiten gesucht.

Investieren für die nächste Generation

Grundsätzlich verfolgt Mirko Baldi eine langfristige Anlagestrategie. Gleichzeitig versucht er, seine Anlagezeiten zu staffeln. «Ich setze auf kurzfristige, mittelfristige und auch langfristige Opportunitäten», führt er aus. Zu seinen langfristigen Opportunitäten gehören auch Rückbeteiligungen. Mit diesen sorgt er – ganz im Sinne des UBS Wealth Way-Konzepts – für seine Nachkommen. Bei seinen Anlageentscheidungen denkt der Familienvater zugleich an die Generation nach ihm. Dazu veranlasst hat ihn kein Bankberater, sondern – wie bei Baldi nicht ganz unüblich – sein Bauchgefühl.

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