UBS CIO House View: Update und Ausblick für Privatmärkte
Privatmärkte profitierten von widerstandsfähigen Fundamentaldaten der Unternehmen und einer schrittweisen Erholung bei Transaktionen und Veräusserungen. Die Fortschritte bleiben jedoch uneinheitlich. Dies unterstreicht unseren Fokus auf Qualität und die Auswahl der Manager. Wir bevorzugen Infrastruktur, Private Equity, Sekundäranlagen und Immobilien, während wir Direktkredite und Wagniskapital vorsichtiger beurteilen. Höhere Finanzierungskosten sprechen bei Private Equity für operative Wertschöpfung und bei Immobilien und Infrastruktur für bestehende Anlagen mit gut sichtbaren Erträgen. Entscheidend bleibt die Diversifikation über Sektoren, Strategien, Regionen und Auflegungsjahre.

Chancen und Herausforderungen an Privatmärkten
Im ersten Halbjahr 2026 zeigte sich die Weltwirtschaft trotz geopolitischer Unsicherheit und volatiler Energiepreise widerstandsfähig. Gleichzeitig verbreiterte sich das Gewinnwachstum der Unternehmen über Sektoren und Regionen. Dies bildet ein positives Umfeld für Privatmärkte, auch wenn anhaltende Inflations- und Zinsrisiken Disziplin erfordern. Investitionen in KI, Energiesicherheit und die Anpassung von Lieferketten stützen längerfristige Chancen. Wir bevorzugen Unternehmen und Anlagen, die diese Trends in beständige Cashflows übersetzen können.
Veräusserungen und Ausschüttungen im Private-Equity-Bereich haben sich verbessert, doch die Rückzahlungen an Anlegerinnen und Anleger liegen weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt. Auch die Finanzierungskosten bleiben erhöht. Eine breite Rückkehr zu den Bedingungen, die zuvor fremdkapitalgetriebene Renditen begünstigten, ist daher unwahrscheinlich. Wir bevorzugen Manager mit nachgewiesenen operativen Fähigkeiten, disziplinierten Bewertungen beim Einstieg und Erfahrung mit komplexen Transaktionen.
Bei Private Debt haben enge Kreditspreads und sich normalisierende Ausfallraten die kurzfristige Entschädigung für Kreditrisiken reduziert. Dies stützt unsere selektivere Haltung und die Einstufung von Direktkrediten mit «Neutral». Gleichzeitig schafft der Modernisierungsbedarf bei Energie- und Digitalinfrastruktur weiterhin Investitionsnachfrage.
Infrastruktur und Immobilien beurteilen wir nach wie vor positiv. Im Vordergrund stehen bestehende Anlagen, sichere Erträge sowie Cashflows, die inflationsgebunden oder weniger konjunkturabhängig sind.
Die Konzentration KI-bezogener Aktivitäten und die uneinheitliche Erholung der Privatmarktstrategien zeigen die Grenzen eines einzelnen Anlagethemas oder Renditetreibers. Wir bevorzugen Diversifikation über Manager, Strategien, Regionen und Auflegungsjahre, einschliesslich Unternehmen ausserhalb der bekanntesten KI-Nutzniesser. Da Ausschüttungen weiter begrenzt sind, sollten Zusagen den Liquiditätsbedarf und möglicherweise längere Haltedauern berücksichtigen.
Was jetzt zählt:
- Solide Fundamentaldaten stützen den Ausblick, doch die uneinheitliche Entwicklung erhöht die Bedeutung der Managerauswahl.
- Erhöhte Finanzierungskosten sprechen für operative Verbesserungen, disziplinierte Bewertungen und widerstandsfähige Cashflows.
- Enge Kreditspreads sprechen für Vorsicht bei Direktkrediten; Infrastruktur, Private Equity und Immobilien beurteilen wir nach wie vor mit «Attraktiv».
- Konzentrierte Investitionsaktivität und begrenzte Ausschüttungen unterstreichen die Bedeutung von Diversifikation und Liquiditätsdisziplin.
Private Equity: Bessere Fundamentaldaten, ausgewählte Chancen
Die Erholung von Private Equity setzte sich trotz eines vorübergehenden Rückschlags bei den Renditen im ersten Quartal fort. Das mittlere Buy-out-Unternehmen erzielte gemäss Daten von MSCI Burgiss im ersten Quartal ein EBITDA-Wachstum von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei nach wie vor erhebliche Unterschiede zwischen den Unternehmen bestehen. Wir beurteilen Buy-outs, Growth Equity und Sekundäranlagen weiterhin mit «Attraktiv» und bevorzugen Manager, die widerstandsfähige Gewinne in nachhaltige operative Verbesserungen und realisierte Renditen umsetzen können.
Die Transaktionsaktivität hat sich auf Energie, Industrieunternehmen und Unternehmensdienstleistungen ausgeweitet. Grosse Transaktionen im Softwarebereich werden wegen möglicher Disruption durch KI genauer geprüft. Wir bevorzugen eine Diversifikation über Gesundheitswesen, Energie, Verteidigung und ausgewählte Technologieunternehmen. Bei Software liegt der Fokus auf Unternehmen, bei denen die KI Produkte und Effizienz stärkt, statt Differenzierung oder Preissetzungsmacht zu untergraben.
Die Veräusserungsaktivität hat zugenommen. Der weltweite Veräusserungswert der vergangenen zwölf Monate stieg im zweiten Quartal um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr (PitchBook). Ausschüttungen liegen jedoch weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt und der Bestand älterer, noch nicht veräusserter Unternehmen bleibt hoch. Wir bevorzugen deshalb Manager mit glaubwürdigen Realisierungsplänen und realistischen Annahmen zur Haltedauer.
Die Bewertungen bei Private Equity sind unseres Erachtens nach wie vor ansprechend. Die Einstiegsbewertungen für globale Leveraged Buy-outs gingen auf das 10,5-Fache des Unternehmenswerts im Verhältnis zum EBITDA zurück und liegen damit ungefähr im Bereich der jüngsten Durchschnittswerte (MSCI Burgiss). Transaktionen im mittleren Marktsegment werden weiterhin mit Abschlägen gegenüber grösseren Deals gehandelt. Dies stützt unsere Präferenz für wertorientierte Manager im mittleren Marktsegment sowie für erfahrene Teams bei Ausgliederungen, Veräusserungen und ergänzenden Übernahmen.
Auf regionaler Ebene behalten wir eine Präferenz für die USA bei, sehen jedoch Diversifikationschancen bei Transaktionen im mittleren europäischen Marktsegment und ausgewählten Engagements in Asien im Allgemeinen und Japan im Besonderen. Sekundärtransaktionen erreichten im ersten Halbjahr mit 118 Milliarden USD 15 Prozent mehr als im Vorjahr (Jefferies). Die durchschnittliche Preisstellung bei anlegergeführten Portfolioverkäufen lag bei 87 Prozent des ausgewiesenen Nettoinventarwerts.
Die Aktivität im Bereich Wagniskapital hat sich ebenfalls erholt, war jedoch stark konzentriert: KI und maschinelles Lernen machten im ersten Halbjahr mehr als 85 Prozent des in den USA investierten Kapitals aus (PitchBook). Wir bleiben wegen Bewertungs- und Umsetzungsrisiken sowie der Abhängigkeit von wenigen Unternehmen und Realisierungsereignissen bei unserer Einschätzung mit «Neutral».
Was jetzt zählt:
- Robuste Gewinne stützen unsere Einstufung mit «Attraktiv», doch die Unterschiede auf Unternehmensebene machen Managerqualität entscheidend.
- Wir bevorzugen wertorientierte Manager im mittleren Marktsegment mit operativer Expertise bei komplexen Transaktionen.
- Bessere Veräusserungen stützen den Cashflow-Ausblick, obwohl verzögerte Ausschüttungen ein Risiko bleiben.
- Eine breitere sektorale und regionale Aktivität unterstützt die Diversifikation über Software und die USA hinaus.
- Liquiditätsbedarf stützt Sekundäranlagen; die Konzentration auf KI stützt die Einschätzung von Wagniskapital mit «Neutral».
Wesentliche Risiken:
- Langsamer als erwartete Erholung von Veräusserungen und Ausschüttungen
- Volatilität an den öffentlichen Märkten beeinflusst Bewertungen und Zeitpunkt der Veräusserung
- Höhere Finanzierungskosten oder restriktivere Finanzierungsbedingungen
- Sektorspezifische Disruption schwächerer Geschäftsmodelle
- Illiquidität, eingeschränkte Transparenz und Managerauswahlrisiko
Direktkredite: Schwächere Renditen verstärken den Fokus auf Qualität
Die Renditen von Direktkrediten sind zurückgegangen. Der Cliffwater Direct Lending Index erzielte im ersten Halbjahr vor Gebühren und ohne Fremdkapitaleinsatz 3,0 Prozent, gegenüber 4,5 Prozent im Vorjahr. Im zweiten Quartal wurde eine bessere Entwicklung verzeichnet, da softwarebezogene Abschreibungen nachliessen. Enge Spreads und steigende Ausfälle begrenzen jedoch den Ausblick. Wir bleiben bei unserer Einschätzung mit «Neutral» und erwarten für das Gesamtjahr auf Fondsniveau gehebelte Renditen von 5 bis 6 Prozent nach Gebühren.
Fundraising und Kreditvergabe haben nachgelassen, während der Wettbewerb durch Konsortialkredite den Anteil direkter Kreditgeber an der Buy-out-Finanzierung verringert hat. Das Kreditvolumen sank im ersten Halbjahr um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da die Spreads nur einen begrenzten Puffer gegen eine Verschlechterung der Kreditqualität bieten, bevorzugen wir Manager, die ihre Kreditvergabedisziplin wahren.
Der Kreditstress ist begrenzt und nicht systemisch, doch die Unterschiede zwischen Kreditnehmenden und Portfolios nehmen zu. Kleinere Unternehmen, nachrangige Kredite und aggressiver vergebene Finanzierungen sind stärker belastet. Zunehmende Sachwerte für Zinszahlungen (Payment-in-kind) und Abschläge auf Kreditbewertungen machen eine genaue Prüfung der Barerträge und der Anlagenqualität erforderlich.
Wir bevorzugen erstklassige Manager, die von Sponsoren unterstützte Unternehmen des oberen mittleren Marktsegments und grosse Unternehmen finanzieren, mit konservativem Fremdkapitaleinsatz, vorrangig besicherten Strukturen und starken Schutzklauseln. Im Softwarebereich erwarten wir eine zunehmende Differenzierung. Geschäftskritische Branchenspezialisten und Dateninfrastrukturanbieter sollten widerstandsfähiger sein als ältere Anbieter mit geringer Differenzierung und schwacher Preissetzungsmacht.
KI-Infrastruktur erweitert die Möglichkeiten bei der Finanzierung von Rechenzentren und chipbesicherten Krediten. Wir bevorzugen in Betrieb befindliche Rechenzentren mit erstklassigen Mietern und vertraglichem Schutz. Bei chipbesicherten Krediten erfordern schnelle technologische Veralterung und unsichere Wiederverkaufswerte konservative Sicherheiten, beschleunigte Tilgung und Laufzeiten, die zur Lebensdauer der Anlagen passen.
Die Direktkredite-Aktivität in Europa hat sich zuletzt erholt. Historisch bedingte stärkere Gläubigerschutzrechte und ein geringeres Technologieexposure bieten Diversifikationsvorteile, doch steigende Ausfälle und schwächeres Wachstum verlangen weiterhin Selektivität. Anleger sollten zudem die zugrunde liegenden Engagements diversifizieren und die Liquiditätsbedingungen der Fonds an ihren Anlagehorizont anpassen.
Was jetzt zählt:
- Schwächere Renditen und enge Spreads stützen unsere Einstufung mit «Neutral».
- Bevorzugt werden erstklassige Manager, hochwertige Kreditnehmer und starker vorrangig besicherter Schutz für den Kreditgeber.
- Grössere Unterschiede in der Kreditqualität erfordern eine genaue Prüfung von Barerträgen, Bewertungen und Fremdkapitaleinsatz.
- KI schafft sowohl Disruptionsrisiken bei Software als auch neue Chancen bei der Infrastrukturfinanzierung.
- Zugrunde liegende Engagements diversifizieren und Illiquidität sorgfältig planen.
Wesentliche Risiken:
- Enge Spreads bieten nur begrenzten Schutz gegen Ausfälle und Abschreibungen
- Schwächere Barerträge und Refinanzierungsdruck bei anfälligeren Kreditnehmern
- Disruption durch KI bei Software und technologische Veralterung bei chipbesicherten Krediten
- Illiquidität, Rückgabebeschränkungen, Fremdkapitaleinsatz und Überschneidungen in Portfolios
- Eine Rezession mit deutlich höheren Kreditverlusten und Rückgängen
Sachwerte: Bessere Immobilienfundamentaldaten und breitere Infrastrukturmöglichkeiten
Immobilien
Private Immobilienanlagen erholen sich weiter, wobei sich die Renditen im Jahresvergleich in den letzten Quartalen bei rund 5 Prozent stabilisiert haben. Stärkere operative Fundamentaldaten, stabile Finanzierungskosten und eine Erholung der Transaktionsaktivität stützen unsere grundsätzlich positive Haltung. Die Entwicklung bleibt jedoch uneinheitlich. Wir bevorzugen Core- und Core-Plus-Engagements mit besserer Sichtbarkeit der Erträge und widerstandsfähigeren Cashflows.
Die Nachfrage nach Rechenzentren ist robust, während geeignete Grundstücke, Stromanschlüsse, Bewilligungen und lokale Akzeptanz die Entwicklung erschweren. Diese Einschränkungen können die Mieten bestehender Anlagen stützen, erhöhen aber das Entwicklungsrisiko. Wir bevorzugen stabilisierte Anlagen in Primärmärkten mit hochwertigen Mietern und langfristigen Triple-Net-Verträgen.
Beim Segment Logistik verbessern sich die Fundamentaldaten, da das spekulative Angebot nachlässt und die Vermietungsnachfrage anzieht. Bei Wohnimmobilien stabilisieren sich die Bedingungen ebenfalls. Hohe Wohneigentumskosten und weniger Baustarts stützen die Mietnachfrage, während volle Bewertungen und politische Unsicherheit für eine ausgewogene Allokation und Diversifikation im Bereich Senioren- und Studentenwohnen sprechen.
Infrastruktur
Das Anlageumfeld für Infrastruktur bleibt trotz jüngst schwächerer Entwicklung solide. Hohe Eintrittsbarrieren, essenzielle Dienstleistungen und vertragliche Kostenweitergabemechanismen können widerstandsfähige Erträge und einen gewissen Inflationsschutz bieten.
KI erhöht die Nachfrage nach digitaler Infrastruktur, doch hohe Rechenzentrumsbewertungen sprechen für ein breiteres Exposure. Glasfaser, Festnetze und drahtlose Infrastruktur bieten zusätzliche Möglichkeiten. Die Strominfrastruktur eröffnet über Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Batteriespeicherung hinweg eine langfristige Chance. KI, Elektrifizierung und steigender Lebensstandard erhöhen die Stromnachfrage, während Rückstände bei Netzinfrastrukturinvestitionen und Ausrüstungsengpässe das Angebot begrenzen.
Energiesicherheit und widerstandsfähige Lieferketten fördern Investitionen in inländische Produktion, strategische Netze und Transportinfrastruktur. Wir bevorzugen bestehende Anlagen mit sichtbaren Erträgen und widerstandsfähigen Cashflows sowie ein diszipliniertes Zinsrisikomanagement gegenüber Projekten mit hohem Bau-, Bewilligungs- oder Umsetzungsrisiko.
Was jetzt zählt:
- Bessere Immobilienfundamentaldaten stützen Core- und Core-Plus-Engagements, doch engere Bewertungsspannen erfordern Selektivität.
- Bevorzugt werden stabilisierte Rechenzentren und moderne Logistikanlagen; Wohnengagements können um die Bereiche Senioren- und Studentenwohnen ergänzt werden.
- Infrastruktur bietet Diversifikation und potenziell inflationsgeschützte Erträge, wobei die Managerqualität für die Umsetzung zentral ist.
- KI-Engagements über Rechenzentren hinaus diversifizieren in Konnektivität, Stromerzeugung, Netze und Speicher.
- Bevorzugt werden Anlagen mit sichtbaren Cashflows, disziplinierten Bewertungen und sorgfältigem Zinsrisikomanagement.
Wesentliche Risiken:
- Zins- und Refinanzierungsdruck sowie geringe Bewertungspuffer
- Schwäche bei schwierigen Büro- und Sekundärimmobilien
- Kosteninflation bei der Entwicklung, Stromengpässe, Ausrüstungsengpässe und Bewilligungsverzögerungen
- Regulatorische, politische und geopolitische Risiken
- Illiquidität, Fremdkapitaleinsatz, Konzentration und Umsetzungsrisiko
Regionaler Überblick
Die Chancen an Privatmärkten unterscheiden sich je nach Region, abhängig von Finanzierungsbedingungen, Sektorstruktur und dem Tempo der Erholung bei Transaktionen und Veräusserungen. Nordamerika und Europa bleiben Kernmärkte für Private-Equity-Allokationen, ergänzt durch selektive Engagements im asiatisch-pazifischen Raum. In allen Regionen bleiben lokale Managerexpertise, Bewertungsdisziplin und Liquiditätsplanung wichtig.
Nordamerika
Die USA bleiben ein wichtiger Markt für Private Equity, mit ausgewählten Möglichkeiten bei Buy-outs im mittleren Marktsegment, Wachstumsstrategien und Sekundäranlagen. Operative Verbesserungen und Gewinnwachstum werden wichtiger, während unsichere Ausschüttungen eine umsichtige Liquiditätsplanung erfordern. Bei Privatkrediten stehen Kreditnehmerqualität, Fremdkapitaleinsatz und Gläubigerschutz im Mittelpunkt.
Die Fundamentaldaten für US-Immobilien verbessern sich, insbesondere bei Logistik und stabilisierten Rechenzentren. Bei Infrastruktur reichen die Chancen über Rechenzentren hinaus in Stromerzeugung, Netze, Speicher und Konnektivität. In Betrieb befindliche Anlagen weisen tendenziell geringere Entwicklungsrisiken auf.
Europa
Die europäische Private-Equity-Aktivität und die Veräusserungen haben sich verstärkt. Buy-outs im mittleren Marktsegment, Unternehmensausgliederungen und ergänzende Übernahmen bieten ausgewählte Chancen. Höhere Finanzierungskosten und eine mögliche Anfälligkeit für Energieschocks bleiben wichtige Aspekte.
Europäische Direktkredite können die geografische Diversifikation verbessern und bieten historisch bedingt stärkere Gläubigerschutzrechte sowie geringeren Fremdkapitaleinsatz als der US-Markt. Steigende Ausfälle und schwächeres Wachstum verlangen dennoch sorgfältige Kreditprüfung. Ausgewählte Wohn- und Studentenwohnungsmärkte sowie Investitionen in Energiesicherheit, Netze und digitale Infrastruktur bieten Chancen.
Asien-Pazifik
Das Interesse an Private Equity im asiatisch-pazifischen Raum nimmt wieder zu, unterstützt durch stärkeres Fundraising und eine schrittweise Erholung bei Veräusserungen. Die Bedingungen unterscheiden sich deutlich zwischen den Ländern. Japan zieht weiterhin Manager an, während KI-bezogene Investitionen die digitale Infrastruktur und ausgewählte Technologieunternehmen stützen.
Buy-outs bleiben gegenüber Wagniskapital und Wachstumsstrategien bevorzugt. Selektive Immobilienchancen bestehen bei japanischen Wohnimmobilien, Logistik- und Wohnanlagen in Australien sowie Rechenzentren in Singapur. Erfahrene lokale Manager und Diversifikation über Industrieländer und Schwellenmärkte können helfen, regulatorische, zyklische und geopolitische Unterschiede zu steuern.
