Das Schloss

Ursprung im 16. Jahrhundert

Ehemalige Möblierung des heutigen Schlosssaals | Former furnishing of today’s castle hall | 1926

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Suite «Zollikofer» | 2020

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Blick von Südosten | View from the south-east | 1926

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Ehemalige Sitzecke in der heutigen «Zollikofer»-Suite | Former seating corner in today’s suite «Zollikofer» | 1926

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Ehemalige Stube in der heutigen «Zollikofer»-Suite | Former living room in today’s suite «Zollikofer»

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Suite «Guisan» | 2020

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Ehemaliges Schlafzimmer in der heutigen «Guisan»-Suite | Former bed room in today’s suite «Guisan» | 1926

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Blick von Südosten auf das Schloss, den Laubengang und den französischen Garten | View from the south-east of the château, the walkway and the French garden

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Ehemalige Möblierung des heutigen Clubraums | Former furnishing of today’s club room | 1926

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Schloss mit Laubengang von Osten | Château with walkway from the east | 2020

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Äusseres

Das dreigeschossige Schloss ist mit seiner Südfassade zur Remise hin ausgerichtet. Auf dem kompakten Baukubus sitzt ein Mansardzeltdach mit Gauben. Der zwiebelbesetzte Glockenträger auf dem Dach beherbergt eine Glocke aus dem früheren Beinhaus St. Michael in Arth (SZ). Die ursprüngliche, heute als «Zollikofer»-Glocke bezeichnete Glocke, ist im Foyer aufgestellt.

Schlichtheit und sparsam verwendeter Bauschmuck charakterisieren die hell verputzten Fassaden, die an den Ecken von Mauerblenden eingebunden sind. Auf der Nordseite befindet sich ein rundbogiges Kellerportal, auf der Südseite der Haupteingang. Beide Zugänge weisen am Sturz die (falsche) Jahreszahl 1590 auf.

An die Ostfassade schliesst ein Laubengang an. Er fasst zu zwei Seiten den symmetrisch angelegten französischen Garten ein, in dessen Zentrum das Brüstungsgitter eines ehemaligen Ziehbrunnens steht.

Inneres

Das Schlossinnere wurde erstmals zwischen 1972 und 1975 gründlich saniert. 1994 fand eine Renovierung und Umnutzung statt, bei der man die ursprüngliche Raumeinteilung beibehielt, die Mansarde hingegen zu Wohnzwecken ausbaute. Bei der jüngsten Umgestaltung 2011/12 wurden die beiden Obergeschosse und das Mansardengeschoss in barocker Manier und unter Zuzug moderner Elemente der Bausubstanz von 1732 angenähert. Hierbei entstanden fünf luxuriöse Suiten.

Das Erdgeschoss teilt sich in zwei langrechteckige Repräsentationsräume. Das Foyer birgt eine Balkendecke mit schlicht konturierten Füllbrettern. Sie stammt wahrscheinlich vom Ursprungsbau, den Junker Wolf Walter von Gryffenberg 1576 errichten liess.

Der seeseitige Schlosssaal war früher zweigeteilt. Vom Foyer führt eine schmale neue Treppe ins erste Obergeschoss. Dessen Räume, ein Clubraum, eine Stube und die Suite «Parry», werden von einem schlanken Mittelgang her erschlossen und blicken teils gegen den See, teils gegen den Hof.

Das zweite Obergeschoss und das Mansardengeschoss weisen eine annähernd identische Raumdisposition auf und dienen heute zur Aufnahme der vier Suiten «Guisan» und «Zollikofer» (2. OG) sowie «Gryffenberg» und «Högger» (Mansardengeschoss). Eine Régencestuckdecke überspannt zur Hälfte die seeseitige Suite im zweiten Obergeschoss. Sie wurde wahrscheinlich 1732 unter Johannes Zollikofer eingezogen.

Ausstattung

Zu den wenigen noch vorhandenen Ausstattungsstücken früherer Zeiten zählen die vier weiss glasierten Kachelöfen. Unter der heutigen, von UBS in den 1970er Jahren zugekauften Ausstattung befindet sich noch ein doppelgeschossiger, spätgotischer Schrank süddeutscher Herkunft mit reich durchbrochener, polychrom bemalter und vergoldeter Front sowie vier geschnitzten Nischenfigürchen.


Literatur: Dieser Text orientiert sich weitgehend am Schweizerischen Kunstführer der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK (www.gsk.ch), herausgegeben in Zusammenarbeit mit Wolfsberg: Cornelia Stäheli, Schloss Wolfsberg bei Ermatingen, 3., aktualisierte Auflage, Bern 2013.