Spenglermeister Peter Schneitter (rechts) mit seinem Sohn und Nachfolger Ronnie Schneitter. (Bild: Markus Forte)

«Ich bin sehr stolz auf meinen Sohn und was er in den letzten Jahren geleistet hat.» Peter Schneitter, 68, kann aufatmen. Der Inhaber der Firma Schneitter AG in Langendorf hat die Übergabe seines Familienunternehmens an seinen Sohn Ronnie, 37, aufgegleist. Damit kommt ein Familienprojekt zu einem glücklichen Ende, das noch vor einigen Jahren zu scheitern drohte. Was war geschehen?

Peter Schneitter, Spenglermeister in der dritten Generation, war 1970 in den väterlichen Zweimann-Betrieb eingestiegen. Über die Jahre machten sich Schneitters in der Region Solothurn/Mittelland einen Namen für Qualitätsarbeit in den Bereichen Flachdach, Spenglerei, Blitzschutz, Sanitär sowie Heizung und Leitungsbau. Der Lohn ihrer Arbeit ist ein florierender Betrieb mit heute über 50 loyalen Mitarbeitern und vielen zufriedenen Stammkunden.

Unerwartete Hilfe

Peter hatte sich lange Zeit kaum Gedanken über seine Nachfolge gemacht und immer gehofft, dass sein jüngerer Sohn die operativen Geschicke der Firma übernehmen werde. Ganz in der Familientradition, hatte der handwerklich begabte Ronnie ja bereits eine Lehre als Spengler/Sanitärinstallateur gemacht. Danach begann er ein Praktikum in einer Bank – und fand Gefallen am Geschäft der Vermögensverwaltung. So sehr, dass er berufsbegleitend ein Wirtschaftsstudium absolvierte und seinem Vater im Alter von 25 Jahren eröffnete, dass die Übernahme der Spenglerei für ihn «kein Thema mehr» sei.

Ende 2010 wurde Peter Schneitter dann von einer Firma kontaktiert, die Interesse am Kauf seines Unternehmens zeigte und gleich ein Kaufangebot auf den Tisch legte. Damit schien die Sache gelaufen. Doch da erhielten Schneitters unerwartete Hilfe von der Finanzkrise.

«Wir haben eine Lösung für die Nachfolge gefunden, die sehr gut funktioniert.»

Ronnie Schneitter

Sinneswandel des Sohnes

Der Umbruch in der Finanzbranche liess Ronnie seine Zukunft in einem neuen Licht sehen. Seine Gedanken schweiften wieder intensiver um den familieneigenen Betrieb und ihm wurde klar, dass in seinem Hinterkopf «immer die Idee da war, den Betrieb einmal zu übernehmen». Zusammen in der Familie wurde die neue Situation beraten und Ronnie signalisierte Peter klar und deutlich, dass er gerne in seine Fussstapfen treten möchte.

Peter war sofort Feuer und Flamme, als er vom Sinneswandel seines jüngeren Sohnes erfuhr. Ganz Peter stellte er aber eine Bedingung: Ronnie sollte seine praktischen Fähigkeiten auffrischen und vertiefen. Peter und Ronnie vereinbarten darauf zusammen, mit welchen Weiterbildungen Ronnie sich das fachliche Rüstzeug holen konnte, um die hochqualifizierte Schneitter-Truppe zu führen. Der neue gemeinsame Weg der Beiden war damit besiegelt.

Dann ging es zügig voran: 2011 legte ein Steuerexperte zusammen mit UBS der Familie Schneitter ein Konzept zur Übergabe der Familienfirma vor. Es sah umgehend die Umwandlung der Einzelfirm von Peter in die Schneitter AG vor. Damit konnte auch eine klare Trennung von geschäftlichen und privaten Vermögenswerten sichergestellt werden. Das Konzept wies einen Zeit- und Aktionsplan über die nächsten Jahre auf, wodurch die Bedürfnisse der gesamten Familie abgedeckt und die Vermögensaufteilung zwischen dem Vater und seinen beiden Söhnen vorbereitet werden konnte.

«Für mich zählen Vertrauen und Kameradschaft. Die Zusammenarbeit mit UBS war über all die Jahre schlicht sensationell.»

Peter Schneitter

Zufriedenheit rundum

2012 stieg Ronnie in den Betrieb ein. Er legte sich so sehr ins Zeug, dass die Schneitter AG in den letzten vier Jahren um 20 Prozent wachsen konnte. Als Dank übertrug ihm der Vater im April 2016 die Geschäftsführung. Den nächsten Meilenstein bildete eine Unternehmensbewertung, auf deren Basis im 4. Quartal 2017 die endgültige Übergabe-Transaktion beschlossen wurde. Per Sommer 2018 kauft Ronnie nun seinem Vater die Aktienmehrheit an der Schneitter AG ab.

Mit dem Ergebnis sind Schneitters rundum zufrieden: «Wir haben eine Lösung für die Nachfolge gefunden, die sehr gut funktioniert», ist Ronnie überzeugt. Auch Peter freut sich, dass seine Nachfolge in trockenen Tüchern ist: «Für mich zählen Vertrauen und Kameradschaft. In dieser Hinsicht war die Zusammenarbeit mit UBS über all die Jahre schlicht sensationell.»

Massgeschneidert für KMU

Die UBS-Firmenkunden-Teams pflegen einen persönlichen Kontakt zu Unternehmen und Verbänden. Denn um eine Nachfolgeregelung erfolgreich zu begleiten, sind sowohl das Verständnis für das Geschäft des jeweiligen KMU als auch bestehende Netzwerke wertvoll. In den entscheidenden Phasen einer Unternehmensweitergabe zeichnen sich die Firmenkunden-Teams durch unbürokratische Entscheiden aus, um die gesteckten Ziele zu erreichen.