
Source: UBS
Jeden Morgen drehen wir ganz selbstverständlich den Wasserhahn auf, steigen auf dem Weg zur Arbeit in einen Bus oder arbeiten in einem angenehm gekühlten Büro – ohne in der Regel einen Gedanken daran zu verschwenden, wie reibungslos diese unsichtbaren Leistungen unser Leben erleichtern. Hinter dieser Selbstverständlichkeit steckt ein komplexes Netz an Infrastrukturen, das rund um die Uhr zuverlässig funktioniert und unsere moderne Gesellschaft am Laufen hält. Gerade weil diese Dienste so unscheinbar und verlässlich sind, bieten Investitionen in Infrastrukturprojekte eine Kombination aus Stabilität und Sicherheit. Wer auf das Unscheinbare setzt, profitiert von soliden, langfristigen Renditen – und investiert gleichzeitig in das Rückgrat unserer Wirtschaft.
Nicht nur die Annehmlichkeiten unseres Alltags bedürfen einer gut ausgebauten Infrastruktur. Für verschiedene künftige Herausforderungen müssen weltweit enorme Investitionen getätigt werden und in verschiedenen Bereichen stehen wir erst am Anfang dieses Investitionszyklus. Mit Blick auf den Klimawandel ist oft nur die Rede von alternativen Energiequellen wie Photovoltaik- und Windanlagen. Genauso bedeutend werden jedoch Investitionen in Anpassungen an die sich verändernden Umweltbedingungen sein. Hochwasser- oder Küstenschutzbauten, urbane Kühlungssysteme, Recyclinganlagen im Rahmen einer ausgebauten Kreislaufwirtschaft oder der dezentralisierte Umbau unserer Stromnetze sind nur einige der zahlreichen Infrastrukturinvestitionen, die über die kommenden Jahre angegangen werden müssen. Infrastrukturen müssen auch an eine weltweit schnell alternde Gesellschaft angepasst werden. In der medizinischen Grundversorgung, für das altersgerechte Wohnen wie auch aufgrund der veränderten Mobilitäts-, Reise- und Konsumgewohnheiten müssen viele Bereiche unserer Basisinfrastrukturen an eine ältere Gesellschaft angepasst werden.
Und schliesslich gilt es auch geopolitische Veränderungen zu beachten. In einer fragmentierten Welt gewinnen regionale Häfen, Güterterminals und Knotenpunkte jeglicher Art an Bedeutung. Sie werden zur Mautstelle, an der jedes Containerschiff zahlen muss, egal wie die Machtverhältnisse in der Weltpolitik sich gerade präsentieren. Gleichzeitig bringen die rasanten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz einen enormen Daten- und Rechenkapazitätshunger, dem nur mit weiteren Investitionen in Daten- und Rechenzentren wie auch in zusätzliche elektrische Energiekapazität beizukommen ist. Parallel zum Wettrüsten um die Führerschaft im Technologiebereich zwischen den USA und China steigen auch die Risiken der hybriden Kriegsführung und verlangen nach zusätzlichen Investitionen in die Abwehr von Desinformationskampagnen und Cyberangriffen aller Art.
Diese Aufzählung macht deutlich, wie bedeutend das reibungslose Funktionieren der oft unscheinbaren Infrastrukturen für eine moderne, offene Gesellschaft heute ist. Investitionen in solche breit diversifizierte Portfolios von Infrastrukturanlagen können auch Privatanlegerinnen und -anlegern verschiedene Vorteile bieten. Zum einen haben Infrastrukturinvestments in den vergangenen Jahren hohe, stabile Renditen abgeworfen. Zum anderen weisen sie eine sehr tiefe Korrelation zu Aktien und Anleihen auf. Sie können somit einen guten Portfoliodiversifikator darstellen. Schon eine Beimischung von 5 Prozent kann das Gesamtrisiko eines klassischen Portfolios bestehend aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent festverzinslichen Anlagen signifikant senken. In den überwiegenden Fällen weisen die den Infrastrukturanlagen zugrunde liegenden Langfristverträge eine direkte Bindung an die Inflation auf. Infrastrukturinvestitionen können somit als «Realwerte» betrachtet werden, die Anlegern potenziell einen weitgehenden Schutz vor Inflation bieten.
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