
Luxusimmobilien haben sich 2025 im Durchschnitt der 31 analysierten Top-Standorte der Schweiz um über 3 Prozent verteuert. Dies entspricht einer Verlangsamung gegenüber dem Vorjahr und ist auch etwas schwächer als die Preisentwicklung im gesamten Eigenheimmarkt. Der Luxusimmobilienmarkt in den Bergregionen sticht heraus: Mit einem Preisanstieg von 6 Prozent fiel das Wachstum noch stärker aus als im Vorjahr. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von zahlungskräftigen Käufern aus dem Ausland.

Teuerste Standorte
Teuerste Standorte
Drei der teuersten Luxusimmobilienstandorte sind Bergdestinationen. St. Moritz (GR) führt die Rangliste an, mit durchschnittlichen Quadratmeterpreisen von rund 52 000 Franken. In Gstaad (BE) und Verbier (VS) müssen Käufer mit Durchschnittpreisen von etwa 45 000 Franken pro Quadratmeter rechnen. Die höchsten Preise ausserhalb der Bergregionen werden in Cologny (GE) am Genfersee erzielt, mit durchschnittlich 43 000 Franken pro Quadratmeter. Küsnacht (ZH) ist mit durchschnittlich 37 000 Franken pro Quadratmeter der teuerste Luxusimmobilienstandort am Zürichsee.
Internationaler Vergleich: Traditionelle Standorte rücken in den Fokus
Internationaler Vergleich: Traditionelle Standorte rücken in den Fokus
St. Moritz führt – begünstigt durch den starken Franken – auch den Preisvergleich der internationalen Standorte an. Monaco und Aspen – die wohl bekannteste Skidestination der USA – folgen auf Plätzen zwei und drei. In diesen drei Destinationen liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Luxusimmobilien bei mindestens 60 000 USD. An den besten Mikrolagen sind aber auch Preise im sechsstelligen Bereich keine Seltenheit mehr.
Global betrachtet wurden die stärksten Preissteigerungen im Luxussegment 2025 im Mittleren Osten registriert. Die weltweite Nachfrage nach Luxusliegenschaften dürfte sich künftig jedoch wieder verstärkt auf traditionelle Luxusstandorte mit hoher politischer Stabilität konzentrieren. Die Schweiz bleibt damit ein Magnet für internationale Käufer im Luxussegment.

Regionale Luxusmärkte der Schweiz


Zürich/Zug: Die Nachfrage nach Luxusimmobilien wird vor allem von einkommensstarken Expats getragen. Im Jahr 2025 hat das schwächere Beschäftigungswachstum in der Region Zürich die Nachfrage spürbar gebremst, während die Dynamik im Raum Zug weiterhin anhält. Die Angebotspreise wurden am Transaktionsmarkt zuletzt vermehrt kritisch hinterfragt. Angesichts der schwachen Konjunktur dürfte die Zahlungsbereitschaft für Luxusliegenschaften künftig stagnieren.


Genfersee: Der stark international geprägte Markt für Luxusliegenschaften verzeichnete in den letzten Jahren insgesamt solide, wenn auch unterdurchschnittliche Preisanstiege. Der Erfolg der Rohstoffhandelsfirmen stärkt aber die Zahlungsbereitschaft für Luxusliegenschaften am Genfersee. Wir erwarten, dass eine leicht zunehmende Nachfrage aus dem Nahen Osten zu neuem Preisauftrieb führen dürfte.


Tessin: Im vergangenen Jahr haben die Preise im Südkanton stagniert. Der lokale Luxusimmobilienmarkt weist hohe Verkaufszeiten auf. Wer eine Luxusliegenschaft unter Zeitdruck verkaufen will, muss dementsprechend mit Preisabschlägen rechnen. Finanzstarke Zuzüger aus Italien und die solide Entwicklung des Finanzplatzes Lugano verhindern aber Preisrückgänge im Marktdurchschnitt.


Bergregionen:Luxusliegenschaften sind mittlerweile rund 40 Prozent teurer als vor fünf Jahren. Keine andere Region der Schweiz verzeichnete derart starke Preisgewinne. Der Luxusmarkt in St. Moritz, Gstaad und Verbier wird von ausländischen Investoren mit geringer Preissensitivität geprägt. Eine Ferienwohnung in den Bergen gilt zunehmend als Anlageobjekt. Wir erwarten vorerst keine Trendumkehr.
