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UBS House View 2018: Ein neues Zeitalter

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Mit Blick auf das kommende Jahr 2018 beurteilt das UBS Chief Investment Office Wealth Management die Aussichten für globale Aktien als positiv im Vergleich zu erstklassigen Unternehmens- und Staatsanleihen. Das globale Wirtschaftswachstum dürfte sich wie im aktuellen Jahr auch 2018 auf dem hohen Niveau von 3,8% fortsetzen.

Das geldpolitische, politische, technologische, soziale und ökologische Umfeld wird sich allerdings weiter verändern. Daraus dürften sich für die Markthausse drei wichtige Risiken auftun: deutlich höhere Zinsen, der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea und eine chinesische Schuldenkrise.

Die UBS House View Year Ahead 2018 enthält informative Gastbeiträge von renommierten Nobelpreisträgern für Wirtschaftswissenschaften. Weitere Informationen erhalten Sie auf ubs.com/cio oder mit #UBSYA18 auf Twitter, Facebook und LinkedIn.

Zürich, 30. November 2017 – Das Chief Investment Office (CIO) von UBS Wealth Management prognostiziert für 2018 ein verändertes Umfeld für Anlageportfolios. Das Wirtschaftsjahr 2017 dürfte mit einer Wachstumszunahme auf 3,8% (von 3,1% im Vorjahr) als das beste seit 2011 in die Bücher eingehen. 2018 wird sich das Wachstum wohl ebenfalls bei 3,8% einpendeln und ein gutes Umfeld für Aktienanlagen bieten. Anleger sollten bereit sein, sich bietende Chancen zu ergreifen, aber auch die Risiken einer geldpolitischen Straffung, komplexer politischer Agenden, technologischer Disruption sowie ökologischer und sozialer Veränderungen im Auge behalten.

Mark Haefele, Global Chief Investment Officer bei UBS Wealth Management, meint dazu: "Phasen mit einem starken Wirtschaftswachstum schaffen häufig die Grundlage für ihr eigenes Ende. Gegenwärtig deutet aber wenig auf eine bevorstehende Rezession hin. In der Vergangenheit wurden Rezessionen durch einen oder mehrere der folgenden Faktoren ausgelöst: Kapazitätsengpässe, Ölpreisschocks, eine allzu straffe Geldpolitik, rückläufige Staatsausgaben oder Finanzkrisen. Es sieht nicht danach aus, als würde einer dieser Faktoren 2018 eintreten. Angesichts des heutigen Umfelds beurteilen wir Aktien gegenüber erstklassigen Unternehmens- und Staatsanleihen positiv."

Lesen Sie die vollständige Ausgabe des Year Ahead, einschliesslich der Kommentare von früheren Nobelpreisträgern für Wirtschaftswissenschaften, auf ubs.com/cio. Verfolgen Sie die Debatte auf Twitter, Facebook und LinkedIn mit #UBSYA18.

Der globale Kontext: Wichtige Veränderungen, wichtige Risiken

Die Zentralbanken werden ihre Geldpolitik straffen und die Zinsen 2018 anheben. In bestimmten Bereichen wie dem Finanzdienstleistungssektor ergeben sich daraus neue Chancen, sofern es keine ausserordentlichen Zinserhöhungen gibt. Neben steigenden Zinsen müssen sich die Anleger also auf höhere Volatilität, grössere Ertragsstreuung einzelner Aktien und – in bestimmten Fällen – auf engere Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen einstellen. Alternative und andere aktive Vermögensverwalter könnten davon indes profitieren.

Extreme politische Szenarien, in erster Linie der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea, sind hingegen ein geringeres Risiko. Lokal können politische Entwicklungen aber signifikante Auswirkungen haben. Anleger können sich dagegen absichern, indem sie ihre Portfolios global diversifizieren oder solche Entwicklungen als Chance begreifen, besonders wenn es sich um langfristige Trends handelt wie beispielsweise der Infrastrukturausbau in Schwellenländern.

Auch aussergewöhnliche finanzielle Ereignisse, hauptsächlich eine chinesische Schuldenkrise, dürften 2018 kaum eintreten. Trotzdem ist Wachsamkeit gefragt. Der Gesamtumfang der Bankvermögen in China beläuft sich auf 310% des BIP und ist damit fast dreimal höher als der Durchschnitt in den Schwellenländern. Dank seiner hohen Wachstumsrate, des mächtigen Staatsapparats und der geschlossenen Kapitalbilanz ist China allerdings weniger anfällig für Schuldenkrisen. Unser Basisszenario geht für 2018 von 6,4% Wachstum gegenüber 6,8% im Jahr 2017 aus.

Fazit: Der soziale, ökologische und technologische Wandel ist Chance und Herausforderung zugleich. An den Aktienmärkten dürften sich die wichtigsten langfristigen Technologiethemen in den Bereichen digitale Daten, Automation und Robotik sowie intelligente Mobilität ergeben. Anleger, denen soziale und ökologische Aspekte wichtig sind, stehen heute verschiedene Wege offen, ihr Kapital gewinnbringend zu investieren, etwa nachhaltige Investitionen, einschliesslich Anleihen von multilateralen Entwicklungsbanken und Impact Investing oder kotierte Aktien.

Nord- und Südamerika und die Schwellenländer

Die US-Wirtschaft dürfte 2018 genau wie dieses Jahr um 2,2% expandieren. Das Land dürfte vom starken Arbeitsmarkt und der guten Rentabilität der Unternehmen profitieren. Wir erwarten, dass die Fed und die Bank of Canada jeweils zwei Zinserhöhungen vornehmen werden. Was Lateinamerika anbelangt, rechnen wir in Brasilien mit einem Wachstum von 0,5% im Vorjahr auf 3,1%, in Mexiko von 2,0% auf 2,2%. Dies dürfte auch den Schwellenländeranleihen zugutekommen, die gegenüber festverzinslichen Anlagen in anderen Regionen durchschnittliche Bewertungen aufweisen.

Europa und die Schweiz

In Europa könnte das Wachstum 2018 nachlassen: 1,9% statt 2,3% (Eurozone) beziehungsweise 2,2% (EU) wie in diesem Jahr. In einigen Regionen dürfte sich das Wachstum hingegen beschleunigen, etwa in der Schweiz von 0,8% auf 1,8%. Aktien der Eurozone beurteilen wir im Vergleich zu britischen Titeln positiv. In der Eurozone notieren die vorlaufenden Wirtschaftsindikatoren mehrjährige Höchststände und sind die Unternehmen bereit, um von den verbesserten globalen Aussichten zu profitieren.

Asien-Pazifik

Der Ausblick für die Region Asien-Pazifik präsentiert sich für 2018 uneinheitlich, aber optimistisch. Das japanische Wachstum dürfte bei 1,8% auf der Stelle treten. China wird weiterhin eine gesteuerte Abkühlung anstreben, zumal der Wohnungsbau sich aufgrund der fallenden Immobilienpreise verlangsamt. Indien hingegen dürfte China, was das Wachstum angeht, übertreffen. Das Land verzeichnet im Zuge der positiven Effekte der Wirtschaftsreformen eine Zunahme von 6,6% auf 7,4%.

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