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UBS KMU Barometer: Leichte Entspannung in der Industrie

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Das Barometer der kleinen und mittelgrossen Industrieunternehmen stieg im Juli nach einer kurzzeitigen Schwächephase wieder von -1,47 auf -0,58 Punkte. Bei den Grossunternehmen verbesserte sich der Index weniger stark von -1,35 auf -0,65 Punkte. 

Zürich, 03. September 2015 – Mit -0,58 Punkten im Juli übertraf das Barometer der kleinen und mittelgrossen Industrieunternehmen (KMU) den Juni-Wert von -1,47 und erreichte damit den höchsten Stand seit der Aufgabe der EURCHF-Kursuntergrenze durch die Schweizerische Nationalbank. Obwohl sich alle Sub-Indikatoren verbesserten, trugen vor allem die Bestellungseingänge, die Auftragsbestände und das Produktionsniveau (gemessen zum Vormonat) zum Anstieg des Barometers bei.

Auch bei den industriellen Grossunternehmen kletterte das Barometer im Juli um 0,7 Punkte zum Vormonat auf -0,65 Punkte. Allerdings war die Verbesserung geringer als bei den KMU und auch der im Mai verzeichnete, beste Indexwert seit Aufgabe der Kursuntergrenze wurde nicht erreicht. Bei den Grossunternehmen waren die Treiber der Verbesserung aber breiter abgestützt. So trugen beispielsweise die besseren Bestellungseingänge im Vergleich zum Vormonat und insbesondere auch zum Vorjahr zum höheren Indexwert bei.

Bestellungseingänge im Baugewerbe unter Druck
Im Baugewerbe machte sich die Konjunkturverlangsamung mit einer zeitlichen Verzögerung bemerkbar. Erstmals seit 2009 bei den Grossunternehmen und seit 2010 bei den KMU waren die Bestellungseingänge rückläufig; die abnehmende Dynamik war im Baugewerbe bereits seit längerer Zeit zu beobachten. Trotz schlechteren Bestellungseingängen und sinkenden Erträgen beurteilten die Unternehmen ihre Geschäftslage im Juli aber immer noch als gut. Eine leichte Entspannung erwarteten beide Unternehmensgruppen bei den Preisen, obwohl diese unter Druck bleiben dürften.

Bei den Architektur- und Ingenieurbüros entwickelte sich die Geschäftslage im dritten Quartal weiterhin gut. Sowohl bei den KMU wie auch bei den Grossunternehmen war aber eine leicht schwächere Dynamik zu beobachten. Der Anteil der Firmen, die ihre Geschäftslage schlechter beurteilten als zuvor, stieg an, was Ausdruck ihrer schlechteren Ertragslage sein könnte. Seit einigen Quartalen ist bei den Erträgen der Grossunternehmen ein Negativtrend zu beobachten. 

Frankenaufwertung verstärkt Trend zu tieferen Preisen bei Dienstleistern
Trotz leicht rückläufiger Dynamik beurteilten die Dienstleistungsunternehmen ihre Geschäftslage im dritten Quartal immer noch als gut, wobei die KMU ihre wirtschaftliche Lage etwas besser beurteilten als die Grossunternehmen. Diese sich leicht abschwächende Dynamik dürfte auch auf die erwarteten tieferen Preise und auf eine gesunkene Nachfrage zurückzuführen sein. Der Trend zu niedrigeren Preisen ist zwar nichts Neues, doch die Frankenaufwertung hat ihn verstärkt. Die Nachfrage nach Dienstleistungen ging vor allem bei den Grossunternehmen seit Januar sehr stark zurück. Bei den KMU hingegen fiel die Nachfrage im dritten Quartal bereits wieder etwas höher aus.

Obwohl die Detaillisten von tieferen Importpreisen bei einigen Produkten profitierten, litten sie unter der aktuellen Wirtschaftslage und beurteilten diese als schlecht. Der Gewinnrückgang war bei den KMU grösser als bei den Grossunternehmen. Zudem erwarten vor allem die KMU noch stark sinkende Umsätze im vierten Quartal, was die Gewinne auch in Zukunft nicht stützen dürfte.

Tourismus weiter im Abwärtstrend
Obwohl sich der Abwärtstrend bei den Unternehmen im Tourismus etwas verlangsamte, war die wirtschaftliche Situation im dritten Quartal düster. Sowohl der Ertrag wie auch der Umsatz verschlechterten sich im Vergleich zum Vorquartal. Gemäss den Umfrageresultaten war die wirtschaftliche Lage im dritten Quartal schlechter als zu Zeiten der massiven Frankenaufwertung im Jahre 2011. 

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