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Selbstdisziplin, Wissen und Risikobereitschaft beeinflussen das Vorsorgeverhalten der Schweizer

Zürich Media Releases Switzerland

  

Die Selbstdisziplin der Menschen erhöht deren Bereitschaft, in ihre Altersvorsorge zu investieren. Das zeigen erste Ergebnisse einer neuen Studie der Universität Basel, die in Kooperation mit UBS durchgeführt wurde. Menschen mit grösserer Selbstdisziplin haben häufiger eine Säule 3a und sparen mehr in der privaten Vorsorge an. 

Zürich, 22. September 2015 – Nicht nur das Alter oder das vorhandene Vermögen sind ausschlaggebend für die persönliche Vorsorge. Auch die Selbstdisziplin einer Person hat einen Einfluss darauf. Die Universität Basel hat in Kooperation mit UBS untersucht, wie psychologische Faktoren Entscheide über die Altersvorsorge beeinflussen, insbesondere den Einfluss der Selbstdisziplin. Die ersten Ergebnisse zeigen: Disziplinierte Menschen haben signifikant häufiger eine Säule 3a und sparen mehr in der privaten Vorsorge an. 

Selbstdisziplin – 22 Prozent mehr gespart

Mit Verhaltenstests wurden die Fähigkeit zur Selbstdisziplin und die Risikobereitschaft der Befragten erfasst. 85 Prozent der Personen mit hoher Selbstdisziplin gaben an, eine Säule 3a zu besitzen. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als in der Gruppe der Personen mit geringer Selbstdisziplin (75 Prozent). Disziplinierte Sparerinnen und Sparer haben zudem letztes Jahr im Schnitt 5400 Franken in die Säule 3a einbezahlt und somit 22 Prozent mehr als die Personen mit geringer Selbstdisziplin (rund 4400 Franken). Die Studienautoren Prof. Dr. Jörg Rieskamp und Dr. Andreas Pedroni führen das darauf zurück, dass sich Personen mit tieferer Selbstbeherrschung von kleineren, aber früheren Belohnungen verführen lassen. Sie haben Mühe, auf momentanen Konsum zu verzichten und für später zu sparen. Diese Personen gehen somit lieber heute in den Urlaub, als denselben Betrag für ihre dritte Lebensphase auf die Seite zu legen.

Risikobereitschaft – Männer wagen mehr

Menschen mit tiefer Risikobereitschaft investieren selten in Fondslösungen. Insbesondere Frauen zeigen sich in der Befragung deutlich risikoscheuer und mehr auf Sicherheit bedacht als Männer. Sie legen ihr Geld öfter auf einem praktisch risikofreien Sparkonto und nicht in einem Anlagefonds an. Zum Vergleich: 31 Prozent der Männer investieren in Vorsorgefonds. Bei den Frauen sind es nur 20 Prozent. Zudem vertrauen Frauen weniger auf ihre Kenntnisse über das Schweizer Vorsorgesystem als Männer.

Wissen – Starkes Engagement für 3. Säule

Grundsätzlich zeigen sich die befragten 19- bis 45-jährigen Schweizerinnen und Schweizer vorsorgebewusst. 79 Prozent der Befragten besitzen Ersparnisse in der Säule 3a. Davon legen 67 Prozent ihr Vorsorgeguthaben auf einem Sparkonto an, 11 Prozent investieren in eine Fondslösung und 13 Prozent nutzen beide Möglichkeiten. 9 Prozent wissen nicht, wie ihre Vorsorgegelder angelegt sind. 50 Prozent der Personen, die in 3a Vorsorgefonds angelegt sind, behaupten keine Kenntnis über den Aktienanteil ihres Vorsorgefonds zu haben.

Personen mit gutem Wissen über das Vorsorgesystem zahlen eher in die Säule 3a ein. Grundsätzliches Finanzwissen hingegen – also die Fähigkeit, elementare finanzielle Berechnungen durchzuführen – wirkte sich bei der Studie kaum auf den Umfang der privaten Vorsorge aus.

Zur Studie

Für die Studie hat das Center for Economic Psychology der Universität Basel zusammen mit LINK online 1008 erwerbstätige Personen (49,4 Prozent weiblich, 50,6 Prozent männlich) zwischen 19 und 45 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz befragt.

Die Kurzversion der aktuellen Vorsorgestudie „Freiwillige Altersvorsorge in der Schweiz 2015“ ist erhältlich unter www.ubs.com/vorsorgeforum.

 

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