Euro-Zahlungen einfacher und günstiger

Ein erster Schritt in Richtung einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum war die Einführung der internationalen Kontonummer. Seit 1. Januar 2006 sind IBAN und BIC für alle grenzüberschreitenden Euro-Zahlungen innerhalb der SEPA-Länder obligatorisch. Es folgten gemeinsame Verfahren mit standardisierten Abwicklungsregeln und Rahmenbedingungen für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Das verbindliche Interbanken-Datenformat für SEPA ist heute UNIFI ISO 20022 XML. Die Übermittlung vollständiger strukturierter Angaben zum Verwendungszweck und erweiterte Referenzfelder bieten die Möglichkeit, Prozesse über die gesamte Zahlungsverkehrskette hinweg zu automatisieren und zu optimieren – von der Auftragserteilung über die Verarbeitung bis zum Reporting. Hiervon können Sie als Kunde und alle beteiligten Parteien bereits profitieren.

Bis zum 1. Februar 2014 (zusätzliche Übergangsfrist von bis zu sechs Monaten je nach Land) bestanden die SEPA-Instrumente parallel zu den anderen Produkten im Euro-Zahlungsverkehr. Seit diesem Datum muss der Massenzahlungsverkehr in den SEPA-Ländern der Eurozone über SEPA abgewickelt werden und Payment Service Provider in diesen Ländern können keine Instruktionen mehr entgegennehmen, die nicht den SEPA-Regeln entsprechen. Die Frist für die EWR-Länder ausserhalb der Eurozone wurde zusätzlich verlängert (bis Oktober 2016). Auch wenn diese Termine die Schweiz nicht betreffen, ist es wichtig, dass Unternehmen und Softwarehäuser ihre Systeme auf den SEPA-Standard vorbereiten.