Medientipps für unsere Berufs-Nati Fit für die EuroSkills 2018

Wer an den Berufseuropameisterschaften EuroSkills 2018 antritt, steht plötzlich im Scheinwerferlicht. Darum lernen die jungen Berufsleute von Profis, wie man mit den Medien umgeht. Den Social-Media-Crashkurs gibt UBS.

Social Media ist für viele Berufsleute Neuland. Die Spezialistin Alina Arn von UBS ist an allen Fronten gefragt.

«Was halten Sie vom Kiffen?» Die Frage erwischt den jungen Berufsmann auf dem falschen Fuss. Sie ist ihm zu privat. Doch die Kamera ist auf ihn gerichtet. Der Journalist blickt ihn erwartungsvoll an.

Bereit für die Kamera? «Ich will leuchtende Augen sehen und spannende Geschichten hören!», sagt Medientrainer Simon Kopp.

Dieser Fall ist fiktiv. Fakt ist aber, dass die acht jungen Berufsleute, welche die Schweiz im September 2018 an den Berufseuropameisterschaften EuroSkills in Budapest vertreten, das Interesse der Medien auf sich ziehen. Um sich dafür zu wappnen, haben sie Anfang Mai im Schulungszentrum der Hotel & Gastro formation in Weggis den Umgang mit TV, Radio, Printmedien und Social Media geübt.

Während die Medien- und Kommunikationsprofis Simon Kopp und Cornelia Burkhard Einblicke in den Auftritt vor Kamera und Mikrofon gaben, ging UBS Content-Marketing-Spezialistin Alina Arn auf die Basics ein, wie man mit Instagram und überhaupt Social Media punktet. Als Partnerin der Initiative SwissSkills engagiert sich UBS damit auch ganz praktisch für den Erfolg der jungen Berufsleute.

Achtet auch auf die non-verbale Sprache», mahnt Medientrainer Simon Kopp die SwissSkills-Nationalmannschaft.

Instagram – eine effektive Plattform

«Instagram ist das effektivste Medium, um seine Passionen mit anderen zu teilen», erklärte Alina Arn. Es eigne sich, um eine Community für die Schweizer Berufs-Nationalmannschaft – das SwissSkills-Team – und für die EuroSkills aufzubauen. Ausserdem würden mittlerweile sogar 70 Prozent der Arbeitgeber die Stellenbewerber via Social Media prüfen.

«Das Profilbild und die Kurzbio entscheiden über den ersten Eindruck», betonte Arn und riet darüber hinaus, auf Instagram einen optisch konsistenten Auftritt zu pflegen. Denn auf diesem Medium ist Ästhetik angesagt. Dann forderte Arn die jungen Berufsleute auf, ein fiktives Instagram-Profil zu kreieren und dafür Posts inklusive Bild oder Video und Text zu erstellen.

Herausforderung am Tablet: In wenigen Minuten muss das SwissSkills-Team ein paar Posts für Instagram entwerfen.

Freude und Leidenschaft teilen

«Dieses Bild würde ich gerne mit andern teilen. Aber was bloss soll ich dazu schreiben?», erkundigte sich ein Teilnehmer. «Warum bedeutet dir dieses Bild etwas?», fragte Alina Arn zurück. «Ich war stolz, empfand eine grosse Freude, weil es mir gelungen war, eine Anlage zu montieren», antworte der Teilnehmer.

«Freude teilen – genau darum geht es auf Instagram», schloss Alina Arn. Es lohne sich deshalb auch, die Beiträge anderer zu kommentieren und zu liken: «Share love and they love you back.»

«Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – das gilt auf Instagram ganz speziell», erklärt UBS-Spezialistin Alina Arn den Berufsexperten.

Medienauftritt gründlich vorbereiten

Bis zum Schluss des Tages erwiesen sich die Schweizer Berufs-Champions als regelrechte Medienstars. «Wenn ich an der EuroSkills bin, möchte ich Instagram nutzen», erklärte Elektroinstallateur Daniel Gerber. Jetzt habe er erfahren, worauf es ankomme.

«Es war sehr hilfreich, sich selbst in einem Fernsehinterview zu sehen», meinte die Dekorationsmalerin Lea Meier. «Ich hatte schon mal ein Radiointerview», berichtete Gipser-Trockenbauer Philippe Bütschi. «Aber erst dieses Training hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass man sich auf Medienauftritte gründlich vorbereitet.»

Nicht zuletzt lernten die Teilnehmer, dass sie unangenehme Fragen der Medien – wie die eingangs gestellte – nicht beantworten müssen. Dazu Kopps Tipp: «Wer den Journalisten kurz begründet, warum er auf ein Thema nicht eingehen will, stösst grundsätzlich auf Verständnis.»

Das Medientraining sorgt für Gesprächsstoff: Dekorationsmalerin Lea Meier, Kosmetikerin Valeria Tschann, Experte Paul Sidler und Elektroinstallateur Daniel Gerber (von links).

Instagram – so gewinnen Sie Follower

Instagram ist ein soziales Medium, mit dem man relativ rasch eine Community aufbauen kann. Alina Arn, Content Marketing-Spezialistin von UBS, gibt Einsteigern zehn Tipps.

  1. Profilbild und Bio. Beides sind Aushängeschilder Ihres Profils. Gestalten Sie diese so, dass sie Ihre Persönlichkeit und Ihren Account spiegeln.
  2. Hashtags. Verwenden Sie relevante Schlüsselwörter, die oft gesucht werden. Mindestens 10 bis 20 Hashtags sind empfehlenswert.
  3. Verlinken. Setzen Sie in der Bio einen Link zu Ihrer Website.
  4. Gliederung. Arbeiten Sie mit Zeilenumbrüchen und nutzen Sie Emojis, um den Text aufzulockern.
  5. Location. Lassen Sie die Community wissen, wo Sie gerade sind.
  6. Bildwelt. Verwenden Sie stets denselben Bearbeitungsmodus, um Ihren Bildstil zu pflegen.
  7. Texte. Probieren Sie verschiedene Textlängen und Hashtags aus. Humorvolle, anregende Texte eignen sich besser.
  8. Abwechslung. Setzen Sie nebst Bildern auch Videos, GIFs und Boomerangs ein.
  9. Häufigkeit. Optimal sind 5 bis 7 Posts pro Tag. Allerdings gilt: Qualität vor Quantität.
  10. Reichweite. Markieren Sie Marken, Organisationen und Freunde auf Ihren Beiträgen und nehmen sie sich Zeit, die Beiträge anderer zu kommentieren und zu liken.