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Barclays, Credit Suisse, KBC, SIX, Thomson Reuters und UBS arbeiten zusammen, um ein Projekt für den Datenabgleich im Rahmen von MiFID II unter Verwendung von Ethereum Smart Contracts voranzutreiben.

Zurich/Basel Media Releases Global

Das Projekt, das auf einer «permissioned» Blockchain auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure basiert, will die Art und Weise verbessern, in der die Teilnehmer die Referenzdaten ihres Legal Entity Identifier (LEI) mit dem Branchenkonsens abstimmen können.

Zürich / Basel, 11. Dezember 2017 – Barclays, Credit Suisse, KBC, SIX, Thomson Reuters und UBS treiben eine Initiative voran, mit der die Qualität der Referenzdaten von Gegenparteien durch einen anonymen Abgleich mit anderen Branchenvertretern über Ethereum Smart Contracts verbessert werden soll.

Das von UBS im Innovationslabor von Level39 in London ins Leben gerufene Projekt dient der notwendigen Verbesserung der Datenqualität als Teil der bevorstehenden Einführung von MiFID II und MiFIR am 3. Januar 2018. Diese neuen Gesetzesbestimmungen sollen den Anlegerschutz stärken und die Funktionsweise der Finanzmärkte verbessern, indem sie diese effizienter, robuster und transparenter machen.

Neu wird von jedem Institut erwartet, dass es einen individuellen Legal Entity Identifier (LEI) aufweist. Der Abgleich der Referenzdaten, die mit dem LEI jedes Rechtsträgers verbunden sind, beispielsweise Branchenklassifizierung, Kennungen und Daten der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), stehen im Fokus des Projekts, dabei soll der Prozess für alle Beteiligten gestrafft werden.

«Üblicherweise führt ein Unternehmen wie unseres Qualitätsprüfungen von Daten anhand mehrerer Quellen durch, aber wir haben keine zuverlässige Baseline in Bezug auf andere Vertreter unserer Branche», so Christophe Tummers, Head of Data bei UBS. «Durch die Verwendung von Blockchain-basierten Smart Contracts kann der Datenabgleich für alle Beteiligten nahezu in Echtzeit erfolgen, und das anonym.»

«Wir wenden in dieser Zusammenarbeit Blockchain-Technologie an, um die Herausforderungen des regulatorischen Datenmanagements zu bewältigen. Dies ist für SIX eine weitere spannende Möglichkeit, ihre Anstrengungen für gute Datenqualität und ihre Expertise im Bereich regulatorischer Services auf eine kundenorientierte Weise einzusetzen», sagt Robert Jeanbart, Division CEO SIX Financial Information.

Die spezifischen Referenzdaten für jede Rechtseinheit bleiben unter Verwendung eines sogenannten Hashing-Prozesses in jedem Institut kryptografisch verborgen. Die Quelldaten werden innerhalb des teilnehmenden Instituts geführt und verbleiben auch dort. Nur gehashte Daten werden anonym an eine private Blockchain von Ethereum weitergeleitet, die auf Microsoft Azure betrieben wird. Die Ethereum Smart Contracts gleichen dann die Daten mit dem Konsens ab und geben jedem Teilnehmer über eine Benutzerschnittstelle die Möglichkeit, seine eigenen spezifischen Daten in Echtzeit zu suchen und einzusehen. Ein Benutzer kann so Anomalien im Datensatz schnell identifizieren und beheben.

«MiFID II stellt komplexe Herausforderungen an das Datenmanagement, und diese Initiative bietet Unternehmen eine einzigartige Gelegenheit, Inhalte neben den anderen Branchenvertretern mit einer Benchmark abzugleichen, bevor sie im aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Reporting verwendet werden», sagt Mark Davies, Global Head of RMS Data Services bei Thomson Reuters. «Dies ist ein spannendes, partnerschaftliches Projekt, das die neuste Blockchain-Technologie nutzt, um eine reale geschäftliche Herausforderung durch die Verbesserung der Qualität von Referenzdaten von Gegenparteien zu meistern.»

Derzeit befindet sich das Projekt in einem Test-Umfeld einer Pilotphase und verwendet 22‘000 nicht sensible LEI-Referenzattribute für Aktienemittenten. Das Pilotprojekt soll bis Ende Januar 2018 abgeschlossen werden. Anschliessend erfolgt je nach den gewonnenen Erkenntnissen ein weiteres gestaffeltes Rollout.

«Das Projekt ist insofern von grosser Bedeutung, als es die Vorteile der Blockchain in einen breiteren Kontext stellt als nur Clearing und Abrechnung. Die Nutzung von Blockchain für die Lösung realer regulatorischer Anforderungen auf kostengünstige Weise ist äusserst attraktiv», so Emmanuel Aidoo, Head of Blockchain Strategy bei der Credit Suisse.

«Wir hoffen, dass dieses Projekt künftig mithilfe der weiteren Automatisierung über die einfache Erkennung von Anomalien bis zur Bereitstellung von Lösungen weiterentwickelt werden kann», fügt Tummers hinzu.

Über Barclays
Barclays ist eine transatlantische, weltweit agierende Bank, die Dienstleistungen in den Bereichen Privat- und Firmenkunden, Investmentbanking, Kreditkarten und Vermögensverwaltung anbietet und schwerpunktmässig auf ihren beiden Heimatmärkten Vereinigtes Königreich und USA tätig ist.
Mit ihrer über 325-jährigen Erfahrung und ihrem Banking-Know-how ist Barclays in über 40 Ländern präsent und beschäftigt etwa 85‘000 Mitarbeitende. Barclays bewegt, verleiht, investiert und schützt Geld für Kunden auf der ganzen Welt.

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Die Credit Suisse AG ist einer der weltweit führenden Finanzdienstleister und gehört zur Unternehmensgruppe der Credit Suisse (nachfolgend «die Credit Suisse»). Als integrierte Bank kann die Credit Suisse ihren Kunden ihre Expertise aus Private Banking, Investment Banking und Asset Management aus einer Hand anbieten. Die Credit Suisse bietet Unternehmen, institutionellen Kunden und vermögenden Privatkunden weltweit sowie Retailkunden in der Schweiz fachspezifische Beratung, umfassende Lösungen und innovative Produkte. Die Credit Suisse mit Hauptsitz in Zürich ist in über 50 Ländern tätig und beschäftigt etwa 46‘720 Mitarbeitende. Die Namenaktien (CSGN) der Credit Suisse Group AG, der Muttergesellschaft der Credit Suisse, sind in der Schweiz sowie in Form von American Depositary Shares (CS) in New York kotiert. Weitere Informationen über die Credit Suisse finden Sie unter www.credit-suisse.com.

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