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UBS Outlook Schweiz: Wachstum durch Innovation

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Unternehmen aus High-Tech-Branchen wachsen am schnellsten, schaffen die meisten Arbeitsplätze und sind international wettbewerbsfähig. Die 20 innovativsten Unternehmen der Schweiz schaffen hierzulande direkt rund 91 000 Arbeitsstellen und sind indirekt für rund 270 000 Arbeitsplätze verantwortlich. Die Schweiz sollte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung gezielt verbessern, um innovative Unternehmen in der Schweiz zu halten und ausländische Firmen neu anzusiedeln.

Zürich, 28. April 2016 – Innovation ist ein Schlüsselfaktor zur Sicherung und Steigerung des Wirtschaftswachstums und somit des Wohlstands in der Schweiz. Dabei kommt den High-Tech-Clustern wie Pharma, Uhren oder Medtech eine besondere Bedeutung zu. Eine Untersuchung des UBS Chief Investment Office Wealth Management zeigt, dass die Wertschöpfung der High-Tech-Branchen im Vergleich zu anderen Industriebranchen am schnellsten wächst und diese die meisten Arbeitsplätze schaffen.

Beinahe 10% des BIP

Die 20 innovativsten Schweizer Firmen (mit den meisten Patentanmeldungen 2014) generieren unter Einbezug der indirekten Effekte (inklusive Zulieferer) 9,6 Prozent des nominalen Bruttoinlandprodukts und 7,6 Prozent aller Schweizer Arbeitsplätze (270 000 Arbeitsplätze). Sie sind deutlich produktiver und wachsen schneller als andere Industriebranchen. Zudem investieren sie überproportional in Forschung & Entwicklung in der Schweiz. Allerdings droht der Standort Schweiz an Innovationskraft zu verlieren.

"Das Schweizer Wirtschaftswachstum basierte in den vergangenen Jahren primär auf Einwanderung und stärkerer Binnennachfrage sowie höheren Ausgaben in Verwaltung und im Gesundheitswesen. Der Wechsel vom exportorientierten zu einem derartigen binnenorientierten Wachstum ist nicht nachhaltig," betonte Lukas Gähwiler, President UBS Switzerland, anlässlich einer Medienveranstaltung in Zürich. Und fügte hinzu: "Langfristig kann der Wohlstand nur mit Wachstum durch Innovation und unternehmerischer Wertschöpfung gesichert werden. Es gilt die Rahmenbedingungen auf allen Ebenen gezielt zu verbessern, um forschungsintensive, innovative und produktive Unternehmen in der Schweiz zu halten und weiterhin neue aus dem Ausland anzuziehen". Dazu zählen der Abbau von Bürokratie und innovationshemmender Regulierung, steuerliche Anreize für forschungsintensive Unternehmen und Start-ups, die gezielte Stärkung der MINT-Fächer und der Zugang zu ausländischen Fachkräften und hochqualifiziertem Forschungspersonal.

Verhaltenes Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr

Auch ein Jahr nach Aufgabe der EURCHF-Kursuntergrenze durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) spürt die Schweizer Wirtschaft noch immer deren Folgen. Die UBS-Ökonomen gehen davon aus, dass sich der Anpassungsprozess in diesem Jahr fortsetzen wird und rechnen nur mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums von 1 Prozent. Dämpfend auf das Wachstum dürften sich die Investitionen auswirken. Der starke Franken sowie die hohe politische Unsicherheit, unter anderem wegen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative, hemmen und verzögern Investitionsentscheide der Unternehmen. Nicht zuletzt sind die Aussichten auch für Bauinvestitionen durchwachsen, denn die starke Bautätigkeit der letzten Jahre sowie die verlangsamte Einwanderung lassen die Leerstandsquoten ansteigen.

Die SNB dürfte Negativzinsen nicht weiter verschärfen

Sofern die SNB den EURCHF-Wechselkurs weiterhin in einer "Komfortzone" über 1.07 halten kann, ohne dass sie hierfür Interventionen in nicht nachhaltiger Höhe tätigen muss, dürften die Negativzinsen in der Schweiz nicht weiter verschärft werden. Denn der Negativzins bringt bereits in aktueller Höhe unerwünschte Nebenwirkungen für das Schweizer Finanz- und Vorsorgesystem mit sich. Falls das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank im Frühjahr 2017 zu Ende geht, bietet sich für die SNB die Gelegenheit eines Zinsschrittes im Herbst 2017.

Quelle: Seco, UBS

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