Science-Fiction-Geld Wie bezahlen wir morgen?

Kinder bezahlen mit Münzen und Noten; Mama und Papa auch mit Plastikkarten – oder per Smartphone. Und morgen?

03. Jul 2018

Womit bezahlen Erwachsene heute beim Einkaufen?

Nur etwa die Hälfte der Leute kramen Münzen und Banknoten aus ihren Portemonnaies hervor, um in den Supermärkten wie Coop und Migros zu bezahlen. Die anderen zücken dafür ihre Plastikkarten. Zu unterscheiden ist zwischen Debit- und Kreditkarten. Beim Bezahlen mit einer Debitkarte wird das Geld direkt vom Konto abgebucht. Wer die Kreditkarte einsetzt, kauft dagegen etwas auf Kredit: Der Betrag wird dem Konto erst später belastet. Die neuste Bezahlweise ist jene mit dem Smartphone. Mit der Bezahl-App UBS TWINT ist es möglich, unter Freunden Geld zu senden. Auch bei Coop und Migros sowie in manchen Online-Shops lässt sich damit bezahlen.

Mutiert das Handy zum Portemonnaie?

«Unsere Smartphones übernehmen künftig noch stärker die Rolle eines Portemonnaies», sagt einer, der es wissen muss: Finanzprofessor Andreas Dietrich von der Hochschule Luzern. Er erforscht, wie das Bankgeschäft in Zukunft funktionieren könnte. «Wir stehen aber noch ganz am Anfang der Entwicklung.» Es gebe verschiedene Lösungen, die vielversprechend seien. «Am Schluss ist es wie bei WhatsApp und anderen Chat-Apps: Die Lösung setzt sich durch, die von den meisten Leuten benutzt wird.»

Ist es denkbar, dass wir bald gar keine Plastikkarten mehr gebrauchen?

Entscheidend ist beim Bezahlen, dass man genau identifizieren kann, wem welches Bankkonto gehört. Dazu braucht es nicht unbedingt eine Karte. Schon heute genügt es beispielsweise, den Finger aufs Smartphone zu legen, um eine App auf dem Smartphone zu kaufen. «Bezahlen mit Fingerabdruck ist nicht mehr Science-Fiction», betont Experte Andreas Dietrich und doppelt nach: «Künftig werden wir vielleicht auch per Augen-Scan oder per Stimmerkennung bezahlen können.»

Werden wir mehr shoppen, wenn wir nur noch elektronisch bezahlen?

Die elektronischen Zahlungsmittel machen das Einkaufen bequemer. Darin liegt auch eine Tücke: Wer mit Bargeld bezahlt, merkt schnell, wenn das Portemonnaie dünner und leichter wird. «Das ist ganz anders, wenn wir mit einer Karte oder dem Handy bezahlen. Dann verlieren wir eher die Kontrolle über unser Geld. Das kann dazu verleiten, verschwenderisch zu sein», mahnt Andreas Dietrich. Zum Glück gibt es aber Hilfsmittel, die einen darin unterstützen, im Budget zu bleiben – zum Beispiel gewisse Apps.

Ist das Geld der Zukunft sicher?

Aber natürlich! «Wenn Geld nicht sicher ist, nutzen es die Menschen nicht», sagt Andreas Dietrich. Ob Münzen, Plastikkarten oder Smartphones: Geld muss immer möglichst überall und möglichst schnell akzeptiert werden. Zudem soll es sicher und unkompliziert sein. «Nur dann verbreitet es sich als Zahlungsmittel», betont der Professor.

Bargeld verschwindet aus Skandinavien

Würdest du in Schweden eine Packung Kaugummi mit Bargeld bezahlen wollen, könnte der Verkäufer in Verlegenheit geraten. Denn statt mit Münzen bezahlt man in den Wikinger-Ländern wie Dänemark, Norwegen und Schweden meist mit Karten oder per Smartphone. In der Schweiz ist es kaum vorstellbar, dass das Bargeld ganz verschwindet. Doch die Bezahl-App UBS TWINT gewinnt auch hier laufend mehr Nutzer..

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