Ein ganz spezieller Schatz: Münzen

Vom Fünfer bis zum Fünfliber: Millionen von Münzen werden von der Eidgenössischen Münzstätte Swissmint hergestellt.

Für deine Schatztruhe

Sammelst du Münzen – oder möchtest du damit beginnen? Beliebt sind bei Kennern die Sondermünzen der Eidgenössischen Münzstätte Swissmint. Jedes Jahr stellt die Münzfabrik nämlich eine kleine Anzahl Sondermünzen mit ausgesuchten Sujets her. Im Jahr 2015 sind das die 10-Franken-Bimetallmünze «Alpabzug», die 20-Franken-Silbermünzen «Solar Impulse» und «1500 Jahre Abtei St-Maurice» sowie die 50-Franken-Goldmünze «2000 Jahre Aventicum». Diese Sondermünzen sowie die Jahresmünzsätze sind erhältlich bei www.swissmint.ch. Mit den Jahren gewinnen sie oft an Wert, wenn man sie sorgfältig aufbewahrt. 

Münzfabrik mit Tradition.

Münzfabrik mit Tradition.

Mitten im Berner Kirchenfeldquartier steht ein stattliches Gebäude aus hellroten Backsteinen mit hohen vergitterten Fenstern. Eine Fabrikuhr zeigt zehn Uhr. Zwei Schornsteine ragen in den Himmel. Das ist sie: die Eidgenössische Münzstätte Swissmint. Seit 1906 werden hier Rappen- und Frankenstücke geprägt. 

Echtes Silber?

Echtes Silber?  

Blanke Metallplättchen bilden das Rohmaterial für unsere Münzen. Lange Zeit bestanden die Plättchen aus Silber. Wer heute ein Frankenstück findet, das aus dem Jahr 1967 oder früher stammt, hat eine echte Silbermünze in der Hand.
Die Silber-Metallplättchen wurden in der Münzfabrik in Bern gegossen. Heute sind die Metallplättchen aus Kupfernickel und werden im Ausland eingekauft: Ja, das Rohmaterial für unser Schweizer Münz stammt aus Deutschland und Südkorea! 

Wertvolle Stempel.

Wertvolle Stempel. 

Die wichtigsten Werkzeuge, um Münz zu prägen, sind die Stempel. Auf ihnen sind die Rappen- und Frankenstücke seitenverkehrt eingeritzt. Wenn dann die Prägemaschine die blanken Metallplättchen stempelt, entstehen aus den gesichtslosen Rondellen Millionen von Rappen und Franken. Darum sind die Stempel die wirklich wertvollen Schätze der Münzfabrik in Bern.  

Eine saubere Sache.

Eine saubere Sache. 

Die Stempel prägen das Münz unter einem gewaltigen Druck von bis zu 150 Tonnen! Das ist so viel, wie wenn man zwei rote Lokomotiven der SBB auf eine einzige Münze legen würde. Die Stempel müssen zum Prägen blitzsauber sein. Verirrt sich ein einziges Staubkörnchen auf einen Stempel, hinterlässt es auf vielen Geldstücken seinen Abdruck. Darum überprüft ein Werkstattmitarbeiter mit einer professionellen Lupe die Stempel auf Sauberkeit.  

Die Heimat aller Frankenstücke.

Die Heimat aller Frankenstücke. 

Die Münzfabrik in Bern versorgt die ganze Schweiz mit dem nötigen Kleingeld. In diesem Moment gebrauchen Leute auf der ganzen Welt 5,3 Milliarden Münzen – im Gesamtwert von 3 Milliarden Franken! All diese Rappen- und Frankenstücke, mit denen wir tagtäglich zahlen, kommen aus dieser Halle. Die Maschinen, mit welchen das Münz geprägt wird, verstecken sich in den schallgeschützten, weissen Boxen.  

Der Klang des Geldes.

Der Klang des Geldes. 

Hier klingt es wie im Casino! Die Prägemaschine spuckt die frisch geprägten Einfränkler aus. Laufen alle Maschinen gleichzeitig, werden jede Minute 2600 Einfränkler hergestellt. Bald finden wir sie in unseren Portemonnaies. Doch jetzt landen sie zuerst in einem Container ... 

Lust auf ein Geldbad?

Lust auf ein Geldbad? 

In diesem Container würde wohl nicht nur Dagobert Duck gerne baden. Darin haben etwa 136 000 Einfränkler Platz. Und die leichten Einfränkler sind zusammen ganz schön schwer: 600 Kilogramm wiegt der Container! 

Augen auf, Sammler!

Augen auf, Sammler! 

Ein Mitarbeiter der Münzproduktion überprüft nochmals die geprägten Geldstücke. Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint liefert nur höchste Qualität aus, obschon fehlerhafte Münzen bei Sammlern besonders beliebt wären. Es soll sogar Sammler geben, die auf der Suche nach Fehlprägungen rollenweise Münz bei UBS, anderen Banken oder der Post kaufen. Fündig werden sie höchst selten. 

Jede Münze kommt ins Töpfchen.

Jede Münze kommt ins Töpfchen.  

Die schweren Container voller Münz werden mit einem Gabelstapler in die Höhe gehoben und auf die Münz-Verpackungsanlage gehievt. Ein Mitarbeiter öffnet den Container und schüttet das Münz in den Trichter der Anlage. Geht eine einzige Münze verloren, suchen die Mitarbeiter der Swissmint so lange, bis die Münze gefunden ist. 

Schön verpackt.

Schön verpackt. 

In der Münz-Verpackungsanlage werden die Münzen zu kleinen Türmen gestapelt und mit Papier umwickelt. Die Münzrollen sind handlicher und können besser in Schachteln verpackt werden. Das Papier des Fünflibers ist hellblau, jenes des Fünfräpplers rot. Hier sollen Einfrankenstücke in hellgrünes Papier verpackt werden. Auf jede Münzart wartet ihre eigene Verpackungsfarbe.  

Von wegen Willhelm Tell!

Von wegen Wilhelm Tell! 

Jetzt werden die Einfrankenstücke von diesem Jahr verpackt, manchmal aber auch Fünfliber. Übrigens: Die Bildseite des Fünflibers zeigt einen Alphirten und nicht, wie viele Menschen meinen, den Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell. Wetten, dass das deine Eltern nicht wissen ... 

Wie viel gibt 50 mal 1?

Wie viel gibt 50 mal 1? 

In jeder Münzrolle sind fünfzig Münzen verpackt. Eine Ausnahme bilden die Fünfliberrollen: Sie enthalten nur 25 Stück. Die hellgrüne Rolle im Bild mit Einfrankenstücken kostet also 50 Franken und wiegt mit 220 Gramm etwas mehr als zwei Tafeln Schokolade. 

Zu schwer für Langfinger!

Zu schwer für Langfinger!  

Ein Roboter verpackt die Münzrollen in Kartonschachteln. In einer Schachtel mit Einfränklern sind vierzig Rollen drin. Die Schachtel ist fast neun Kilo schwer. Das hohe Gewicht schützt auch vor Dieben. Denn: Selbst wenn jemand aus der sicheren Münzfabrik mit zwei gefüllten Papiersäcken spazieren könnte, liessen sich wohl maximal vier Schachteln stehlen: Die Beute im Wert von 8000 Franken würde so viel wiegen wie ein zehnjähriges Kind, rund 36 Kilogramm!  

Roboter in Action.

Roboter in Action. 

Die Schachteln mit den Münzrollen werden versiegelt und auf einer Schiene zum zweiten Roboter befördert. Der Roboter hebt die Schachteln von der Förderschiene und stapelt sie auf Paletten. Auch das ist Schwerstarbeit: Auf die Palette rechts im Bild hat der Roboter 63 Schachteln platziert. Sie ist eine halbe Tonne schwer und 126 000 Franken wert. 

Sicher im Tresor.

Sicher im Tresor.  

Das fertig geprägte und verpackte Münz wartet nun im grossen Tresorraum der Münzfabrik auf seinen Einsatz. Ist es soweit, fahren gepanzerte Fahrzeuge vor und transportieren das neue Geld unter Polizeischutz zur Nationalbank. Diese verteilt das Münz weiter, zum Beispiel an UBS oder an die Post. So landen schliesslich auch die frischen Einfränkler von 2015 in unseren Händen. 

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