Herstellung und Informationen zu Banknoten

Wie werden Banknoten hergestellt? Wer stellt sie her? Alle Fragen zu unseren Banknoten werden hier beantwortet!

Wie fabriziert man Banknoten?

Banknoten sind eigentlich nur kleine farbige Zettel. Aber sie haben ganz schön viel Wert: 10, 20, 50, 100, 200 oder 1000 Franken. Darum müssen sie nicht nur hübsch ausschauen, sondern auch stabil und sicher sein. Schweizer Noten sind so widerstandsfähig, dass du sie sogar kochen könntest! Hier findest Du Antworten auf knifflige Fragen rund um unsere Banknoten. 

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Wer hat’s erfunden, das Papiergeld?

Foto: SNB

Wer hat’s erfunden, das Papiergeld?

Die Chinesen. Schon um das Jahr 650 haben sie Geld aus Papier verwendet. Erst 1000 Jahre später, nämlich im Jahr 1661, wurden in Europa die ersten Banknoten regelmässig eingesetzt.

Warum gibt’s Banknoten?

Warum gibt’s Banknoten?

Früher haben die Menschen Waren getauscht. Etwa ein Huhn gegen eine Axt. Später tauschten sie ihre Waren gegen Silber und Gold. Schliesslich entstanden Münzen. Doch wer viele Münzen hatte, musste auch viel Gewicht mit sich herumschleppen. Das wurde den Reichen zu mühsam. Also begann man, Gutscheine zu vergeben. Zum Beispiel einen Gutschein für 1000 Silbermünzen. Diese praktischen Gutscheine heissen heute Banknoten.  

Wer stellt unsere Schweizer Banknoten her?

Wer stellt unsere Schweizer Banknoten her?

Die Firma Orell Füssli in Zürich. Sie stellt die Schweizer Banknoten im Auftrag der Schweizerischen Nationalbank her – und produziert auch Noten für andere Staaten. Die Nationalbank ist die einzige Bank in der Schweiz, die Banknoten herausgeben darf. Sie ist eine Art Chefbank mit Sitz in Bern und Zürich. Von der Nationalbank wird das Geld an die Post und an Banken in der ganzen Schweiz verteilt – wie zum Beispiel an UBS.

Wie macht man Banknoten?

Wie macht man Banknoten? 

Banknoten werden wie Zeitungen, Bücher oder Comics gedruckt. Aber weil sie sehr viel Wert haben und Sicherheitskriterien erfüllen müssen, braucht es dafür stabiles Papier, sichere Farben und besondere Druckmaschinen.

Warum ist das Papier so stabil?

Warum ist das Papier so stabil?

Normales Schreibpapier würde zu schnell reissen. Darum sind Banknoten gar nicht aus Papier, sondern aus Baumwolle. Ja genau, wie dein T-Shirt oder dein Pullover. Die Baumwolle wird zermanscht, mit Leim vermischt und zum Spezialpapier geglättet.  

Braucht es auch spezielle Farbe?

Braucht es auch spezielle Farbe? 

Ja, die Farbe muss zum Beispiel sehr wasserfest sein. Denn manchmal landen Banknoten in der Waschmaschine. Vergisst Du einmal eine Banknote in deinen schmutzigen Hosen, musst Du dir keine Sorgen machen – deine Note geht nicht kaputt. Du könntest deine Hosen mit der Note sogar kochen!

Was passiert in der Notenfabrik?

Was passiert in der Notenfabrik?

In der Notenfabrik von Orell Füssli stehen riesige Druckmaschinen. Die Papierbögen für die Banknoten werden in diese Maschinen eingespannt und mehrmals bedruckt – mit verschiedensten Drucktechniken: Offsetdruck, Kupferdruck und viele mehr! Mit jedem Druck wird es schwieriger, die Banknote zu fälschen. Sind die Papierbögen fertig bedruckt, schneidet sie die Maschine zu einzelnen Banknoten und verpackt sie in kleine Päckchen. Ein Päckchen ist nur etwa so gross und so schwer wie ein dickes Buch. Aber darin haben eintausend 1000-Franken-Noten Platz, also 1 Million Schweizer Franken!

Wie viele Noten gibt es?

Foto: SNB

Wie viele Noten gibt es?

Momentan (Mai 2015) sind ungefähr 390'000'000 Schweizer Banknoten auf der ganzen Welt unterwegs. Alle zusammen haben einen Wert von über 60 Milliarden Franken (60'000'000'000 Franken). Das würde reichen, um mehrere Schweizer Firmen zu kaufen. Die Schweizer 1000 Franken-Note ist der Geldschein mit dem höchsten aufgedruckten Wert der Welt – nachdem Singapur die 10'000-Dollar-Note nicht mehr herausgibt.

2016 soll es neue Schweizer Banknoten geben. Warum?

2016 soll es neue Schweizer Banknoten geben. Warum?  

Die Fälscher versuchen immer wieder, Noten zu imitieren. Und je länger es eine Note gibt, desto mehr Zeit haben die Fälscher für ihre Experimente. Darum entwickelt die Schweizerische Nationalbank etwa alle 20 Jahre neue Noten. Schon nächstes Jahr soll es neue Noten geben.

Was macht man mit kaputten Noten?

Was macht man mit kaputten Noten?

Ist eine Note zerrissen, angebrannt oder vom Hund zerkaut, dann bringe sie an den UBS-Schalter. Wenn noch mehr als die Hälfte der Note vorhanden ist, bekommst du kurzerhand eine neue ausgehändigt.


Echt oder gefälscht?

Du kannst selber überprüfen, ob eine Banknote echt ist. Hier sind alle Sicherheitsmerkmale, die vor Falschgeld schützen:

Das doppelte Schweizerkreuz

Auf jeder Notenseite ist ein Kreuz aufgedruckt. Halte die Note so ins Licht, dass die Rückseite durchschimmert. Siehst Du, dass die beiden Kreuze genau ineinander passen?

Die tanzende Zahl

Über dem Bild der Person sind drei silberne Folien aufgedruckt. Die mittlere Folie zeigt die Tanzzahl. Wenn Du die Note hin und her kippst, scheint die Zahl zu tanzen.

Der klitzekleine Text

Schau dir mit einer Lupe deine Banknote an. Findest Du den klitzeklein geschriebenen Text? Auf der 50-Franken-Note steht zum Beispiel im kleinen gelben Quadrat, dass die abgebildete Frau auch Marionetten gemacht hat. Diese Künstlerin heisst Sophie Taeuber-Arp.

Die Blindenzahl

Auch Menschen mit einer Sehbehinderung erkennen die Noten. Für sie ist ein Zeichen aufgedruckt, das sie ertasten können. Auf der 10-Franken-Note ist es ein Kreis mit einem Punkt.


Zauberzahl, Farbzahl, Chamäleonzahl ...

Auf der linken Seite der Note gibt es weitere Sicherheitsmerkmale. Sie sind mit Buchstaben markiert:

A. Zauberzahl. Halte die Note wie ein Blatt Papier und neige sie gegen das Licht – jetzt schimmert die Zauberzahl.

B. Wasserzeichenzahl. Halte die Note ins Licht. Erscheint das Wasserzeichen?

C. Farbzahl. Reibe die Zahl auf ein weisses Blatt Papier. Die Zahl hinterlässt eine Farbspur.

D. Lochzahl. Wenn Du die Note ins Licht hältst, erkennst Du eine gestanzte Zahl.

E. Chamäleonzahl. Halte die Note wie ein Blatt Papier. Kippe sie nun von dir weg oder zu dir hin. Die Zahl ändert die Farbe wie ein Chamäleon.

F. UV-Zahlen. Auf jeder Banknote sind zwei Zahlen versteckt, die nur unter UV-Licht zu sehen sind. Das ist dieses violette Licht, in welchem helle Sachen leuchten.

G. Glitzerzahl. Bewegst Du die Note, glitzert diese Zahl.

H. Kippzahl. Diese Zahl kannst Du sehen, wenn Du die Note auf den Tisch legst und ganz nah am Tisch auf die Note schielst.

 

Der Silberstreifen

Auf der Rückseite der Note kannst du Stücke des Silberfadens erkennen. Halte die Note ins Licht. Jetzt siehst Du den ganzen Faden.

Die Seriennummer

Jede Banknote trägt auf der Rückseite eine andere Nummer, die aus Buchstaben und einer mehrstelligen Zahl besteht. 

Foto: SNB

 

 

 

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