Interview mit Yasmin Giger

Die Mehrkämpferin verrät dir im Interview, was sie motiviert und welche Rolle dabei ihr persönliches Umfeld spielt.

Yasmin Giger, was bedeutet dir der Sport? Wie sieht deine sportliche Zukunft aus?

Die drei Begriffe: Leidenschaft, Balance und Gesundheit beschreiben ziemlich genau das, was Sport für mich bedeutet. Mir gefällt es, an der frischen Luft zu sein. Und was die Zukunft bringt, ist nicht vorhersehbar. Es können Verletzungen geschehen und dann muss man schauen, wie es weitergeht. Ich nehme darum jeden Tag, wie er gerade kommt.

Du bist als Mehrkämpferin in unterschiedlichen Disziplinen sehr stark, was aussergewöhnlich ist. Hast du eine Lieblingsdisziplin?

Mir gefällt die Leichtathletik an sich sehr gut. Sprint, Weitsprung, Hochsprung, Wurf; da mach ich alles gerne. Zu Beginn mochte ich Kugelstossen und "Bälleliwerfen" nicht so sehr, aber durch die Teilnahme am UBS Kids Cup konnte ich mich auch in diesen Disziplinen weiterentwickeln. Und so habe ich auch die Liebe zum Speerwerfen entdeckt. Mein Trainer, Werner Dietrich, sorgt dafür, dass ich diese Vielfalt beibehalte – da ich noch zu jung bin, um mich schon auf eine Disziplin zu spezialisieren.

Bleibt dir neben dem Sport auch Zeit für anderes? Hast du noch andere Hobbys oder Leidenschaften?

Da ich meine Ausbildung und den Sport verbinden kann, habe ich auch Zeit, mich mit Freunden zu treffen. Ausserdem höre ich gerne Musik, lese und male. Vor allem aber geniesse ich es, mit meiner Familie etwas zu unternehmen. Sie unterstützen mich sehr beim Sport und geben mir den nötigen Halt. Und es war ja mein älterer Bruder, er spielt selbst Fussball, der mich damals für den Sport begeistert hat.

Du warst während 4 Jahren am UBS Kids Cup am Start. Was hat dir diese Teilnahme gebracht?

Der UBS Kids Cup ist für mich jedes Mal ein sehr grosses Erlebnis gewesen. Ich habe mich jede Saison darauf gefreut. Besonders bei den Finalen im Letzigrund. Da wurde man wie eine grosse Sportlerin behandelt. Wenn man von der Kamera gefilmt wurde, sich dann im Stadion auf der Leinwand sah und erst noch vom selben Speaker angesagt wurde, den man auch von Grossanlässen her kennt, fühlt man sich schon wie ein Star. Aber der UBS Kids Cup hat mir auch die Gelegenheit gegeben, meine Abläufe zu professionalisieren.

Auch die besten Sportlerinnen haben manchmal schlechte Tage. Wie gehst du mit Rückschlägen und Enttäuschungen um?

Das kommt immer wieder mal vor, dass man bei einem Wettkampf nicht gewinnt. Aber dann geht man zur Siegerin und gratuliert ihr. Denn so eine Leistung verdient Respekt. Gleichzeitig überlegt man sich natürlich, warum es diesmal nicht gereicht hat und was man das nächste Mal besser machen kann. Doch da man ja verschiedene Disziplinen bestreitet und es in einer anderen Sportart dann vielleicht besser läuft, gleichen sich die Erfolge und Enttäuschungen wieder aus.

Welches war für dich bisher dein grösster sportlicher Erfolg?

Dass ich vier Mal beim UBS Kids Cup gewinnen konnte, hat mich sehr gefreut. Und im Juli durfte ich in einem internationalen Feld für den 400m-Lauf an den Start gehen, das war auch sehr spannend. Aber der Höhepunkt ist wohl schon, dass ich am «European Youth Olympic Festival» in Tbilisi in Georgien die Silbermedaille im 400m-Lauf gewinnen konnte.

Wenn du den Kids, die selbst Sportler werden möchten, einen Tipp geben könntest, welcher wäre es?

Ich finde, das Wichtigste ist, dass man sich selber treu bleibt und seinen eigenen Weg geht, so dass man die Freude am Sport behält. Wenn ich auf dem Sportplatz andere Jugendliche sehe, die talentiert sind, dann spreche ich sie häufig an und empfehle ihnen die Teilnahme am UBS Kids Cup. Das ist eine sehr gute Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.

Was sind deine nächsten sportlichen Ziele?

Nun, ich schaue von Wettkampf zu Wettkampf. Vor allem möchte ich aber bei guter Gesundheit in die neue Saison starten.

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