Magic Glasses – Bildung und Gesundheit

Mehr als 100 Millionen Kinder in China leiden an Wurminfektionen. Diese Infektionen verursachen Durchfall, Unterernährung, Blutarmut, Kraftlosigkeit, Schwindsucht, Wachstumsstörungen und eingeschränkte Lernfähigkeit. Zwar wurden die Infektionen mit medikamentöser Massenbehandlung bekämpft, eine Wiederansteckung konnten sie jedoch nicht verhindern.

Da die mikroskopisch kleinen Würmer von blossem Auge nicht sichtbar sind, unterschätzten die Kinder die Notwendigkeit des Händewaschens nach ihrem Toilettengang. Stellen Sie sich vor, welchen Unterschied es machen würde, wenn Sie eine Art Zauberbrille aufsetzen würden und sehen könnten, was sich so alles auf ihren Händen herumtreibt. Auf diese Art vermittelte der erzieherische Zeichentrickfilm die Botschaft auf kindgerechte Weise. Und es funktionierte. Der Anteil derjenigen, die sich die Hände wuschen, stieg. Die Wiederansteckungsrate sank um 50 Prozent.

Das Programm wird nun auch auf den Philippinen lanciert, und wir wollen den pädagogischen Kinderfilm auch nach Afrika bringen.

Bis Januar 2018 wird dieses Programm 4000 Kinder direkt und bis zu 20 Mio. indirekt erreicht haben.

Happy Meals - Gesundheit

Standort: Uganda und Kenia

Mehr als 50 Prozent der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren in Afrika gehen auf Unterernährung zurück, und bei mehr als ein Drittel der Kinder führt der Mangel zu Wachstumsstörungen. Jene, die überleben, leiden ihr ganzes Leben an physischen und kognitiven Störungen sowie an einer schulischen Lernschwäche, sodass sie später eingeschränkte Verdienstmöglichkeiten haben. Nicht nur haben diese Kinder keinen Zugang zu gesunden und aufbauenden Nahrungsmitteln, oft wissen selbst die Eltern nicht, wo sie die geeigneten Esswaren bekommen können.

Unser Programm «Happy Meals» will das verändern. Um die Kinder zu erreichen, gehen wir von Tür zu Tür. Dazu haben wir ein Microfranchising aufgezogen, in dessen Rahmen lokale Gesundheitsarbeiter mit Müttern und Vätern über Ernährung sprechen. Über dieses Netzwerk entwickelt und testet das Programm neue Produktlinie mit erschwinglichen Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelzusätzen, die speziell für die Gesundheitsbedürfnisse von Kindern unter fünf Jahren entwickelt wurden. Das Programm beinhaltet auch lehrreiche Textbotschaften, um Eltern darüber aufzuklären, wie sie ihre Kinder gesund ernähren können.

Das Programm wird mehr als 700 000 Menschen erreichen und den Gesundheitszustand von über 240 000 Kindern verbessern, darunter auch mehr als 39 000 Schwangere und Neugeborene.

Dengue Torpedo - Gesundheit

Standort: Brasilien und Nicaragua

Dengue ist eine der verheerendsten, von Moskitos übertragenen Krankheiten. Heute sind 2,5 Milliarden Menschen gefährdet. Es gibt dagegen keinen Impfstoff, und die Infektion kann tödlich verlaufen, wenn die Krankheit nicht angemessen behandelt wird. Die Vernichtung von Moskito-Brutstätten ist entscheidend im Kampf gegen Dengue.

Damit dies gelingt, müssen die Menschen die Brutstätten finden, Aufklärung leisten und aktiv werden. Darum unterstützen wir ein Programm, das aus der Smartphone-App Dengue Torpedo hervorgegangen ist. Mit dieser App für können Dorfbewohner Moskito-Brutstätten an eine Datenbank melden. Wichtig ist, dass die Benutzung der App Spass macht. Tatsächlich haben die Kinder sofort mit ihr gespielt. Dank der Echtzeit-Landkarten und Spiele regt sie zum Mitmachen und Datensammeln an.

Die Dengue-Fälle haben sich in Brasilien seit 2009 verdoppelt. Deshalb hoffen wir, dass diese App die ultimative Waffe in der Dengue-Bekämpfung ist.

Keeping Kids Safe - Kinderschutz

Standort: Weltweit

Sexueller Missbrauch von Kindern existiert in jedem Land und in jeder sozialen Schicht. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent aller Kinder wurden schon einmal Opfer eines sexuellen Übergriffs. Doch Scham und Tabuisierung führen dazu, dass Fälle oftmals unentdeckt bleiben und nicht gemeldet werden. Das hat dazu geführt, dass es nicht genügend wissenschaftlich gesicherte Daten und Informationen über die Gründe dieser Verbrechen gibt. Daher basieren die Massnahmen zum Schutz von Kindern oftmals auf Annahmen statt auf Fakten. Genau das wollen wir ändern.

Mit den Optimus-Studien wollen wir das Verständnis des Problems vertiefen, die Missbrauchsrate senken und den Schutz von Kindern und Jugendlichen verbessern. Zu diesem Zweck sammeln wir bei unserer Forschung systematisch Daten, um das Bewusstsein zu schärfen sowie bessere politische Massnahmen und wirksamere Präventionsmassnahmen zu fordern.

Bis jetzt haben wir Daten in der Schweiz, China und Südafrika gesammelt und werden bald auch in anderen Ländern forschen.