Exportrisikoversicherung Bei der SERV finden Schweizer Exporteure Rat

Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) versichert Exportgeschäfte gegen politische oder wirtschaftliche Risiken wie Zahlungsausfälle oder drohende Liquiditätsengpässe. Sie trägt damit zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz bei. Zu den versicherbaren Ausfuhrgeschäften zählen nicht nur Konsum- und Investitionsgüterexporte, sondern auch Dienstleistungen für ausländische Kunden.

Voraussetzungen

  • Der Exporteur ist in der Schweiz niedergelassen und im Handelsregister eingetragen.
  • Grundsätzlich versichert die SERV Geschäfte in alle Länder. Aus Gründen der Subsidiarität können Exporte in EU-Staaten oder Länder wie Japan, Kanada oder die USA nur bei der SERV versichert werden, wenn dies auf dem Privatmarkt nicht möglich ist.
  • Das Exportgeschäft betrifft Lieferungen oder Dienstleistungen, die schweizerischen Ursprungs sind oder einen angemessenen schweizerischen Wertschöpfungsanteil enthalten.

Fall 1: Sie produzieren Waren oder Dienstleistungen, aber es besteht das Risiko, dass Sie nicht liefern können und dass Ihre Produktion oder Ihre Vorleistungen nicht bezahlt werden.

SERV-Angebot: Mit einer Fabrikationsrisikoversicherung versichert ein Schweizer Exporteur seine angefallenen Selbstkosten während der Produktionsphase eines Exportgeschäfts. So ist der Exporteur vor Verlusten geschützt für den Fall, dass die weitere Fertigung oder die Versendung der Lieferungen und Leistungen verunmöglicht wird oder für den Versicherungsnehmer nicht mehr zumutbar ist.

Fall 2: Sie können die Produktionskosten nicht mit eigenen Mitteln oder mit Hilfe Ihrer Bank vorfinanzieren oder die Kosten belasten Ihre Liquidität.

SERV-Angebot: Benötigt der Exporteur einen Betriebskredit einer Bank, um die Herstellung der Exportgüter vorzufinanzieren, kann es vorkommen, dass seine Kreditlimite bereits durch andere Geschäfte ausgeschöpft ist. Dies hat zur Folge, dass er bei der Bank zusätzliche Sicherheiten hinterlegen muss. Mit einer Fabrikationskreditversicherung garantiert die SERV gegenüber der kreditgebenden Bank die Rückzahlung dieses Betriebskredits.

Fall 3: Sie müssen Ihrem ausländischen Kunden eine Garantie stellen, aber für den Garantiebetrag ist die Kreditlimite bei Ihrer Hausbank zu tief oder der Betrag schränkt Ihre Liquidität ein.

SERV-Angebot: Ausländische Importeure verlangen häufig die Ausstellung einer Vertragsgarantie (Bietungs-, Anzahlungs-, Erfüllungs- oder Gewährleistungsgarantie) durch die Bank des Exporteurs. Mit einer Bondgarantie übernimmt die SERV die Verpflichtungen des Exporteurs aus einer Vertragsgarantie, ohne damit die Liquidität des Exporteurs einzuschränken.

Fall 4: Sie liefern ins Ausland, aber es besteht das Risiko, dass Sie nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig bezahlt werden.

SERV-Angebot: Mit einer Lieferantenkreditversicherung versichert ein Schweizer Exporteur den Ausfall von Bar- oder Kreditforderungen gegenüber einem ausländischen Abnehmer für erbrachte Lieferungen bzw. Dienstleistungen.

Fall 5: Der ausländische Besteller muss für den Kauf Ihres Exportgutes einen Kredit aufnehmen, aber die kreditgewährende Bank will das Risiko nicht übernehmen.

SERV-Angebot: Benötigen ausländische Besteller von Schweizer Exportgütern eine externe Finanzierung und ihre Bank möchte zwar gerne einen Kredit anbieten, die Risiken aber nicht selbst übernehmen, dann kann die Bank den entsprechenden Betrag bei der SERV durch eine Käuferkreditversicherung absichern.

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