Budgetplanung Wie lässt sich das Studium finanzieren?

Das Studium an einer Hochschule kostet schnell 20000 Franken pro Jahr. Es lohnt sich, schon ab der Geburt des Kindes dafür zu sparen.

Endlich! Die Matura ist geschafft. So gross die Erleichterung auch ist, bald folgt das «Rappenspalten». Denn ein Studium ist auch eine Herausforderung fürs Portemonnaie. Die Universität Genf gibt beispielsweise an, Studenten müssten insgesamt mit Ausgaben von jährlich 30 084 Franken rechnen. So viel kosten Universität sowie das studentische Leben. Die Universität St. Gallen ist kaum zurückhaltender. Sie geht von jährlich 27600 Franken aus – also 2300 pro Monat. Ähnlich hohe Summen nennen die ETH Zürich und die Erziehungsdirektion des Kantons Bern.

Auf den ersten Blick wirken die Semester- und Studiengebühren der Universitäten und Fachhochschulen zwar überschaubar. Sie fallen halbjährlich an und bewegen sich zwischen 650 und 1500 Franken. Hinzu kommen nur einmalige Anmelde-, Einschreibe- und Prüfungsgebühren sowie freiwillige Abgaben.

Zu Hause wohnen kommt günstiger

Doch viel stärker ins Gewicht fallen die Kosten für den Lebensunterhalt. Zu bedenken ist dabei, dass Studierende finanziell oft nicht in der Lage sind, beispielsweise ihre Krankenkassenprämien selber zu bezahlen – und sie meist einen erhöhten Bedarf an Büchern und Computerprogrammen haben, ohne die manches Studium nicht zu bewältigen ist.

Noch tiefer müssen Eltern ins Portemonnaie greifen, wenn die Studierenden das Zuhause verlassen und sich eine Bleibe am Studienort suchen. Das drängt sich oft auf, weil nicht alle Studiengänge überall angeboten werden. In diesem Fall ist monatlich mit rund 1000 Franken an zusätzlichen Ausgaben zu rechnen – unter anderem für Miete und Lebensmittel.

Eltern stehen in der Pflicht, aber ...

Natürlich wollen Eltern ihren Kindern die beste Grundlage für den späteren Erfolg bieten. Doch wofür müssen sie wirklich geradestehen? Gesetzlich sind sie verpflichtet, ihre Kinder so lange zu unterstützen, bis diese ihre Erstausbildung abgeschlossen haben – bei einem Hochschulstudium dauert das oft übers 25. Altersjahr hinaus.

Von der Unterhaltspflicht sind sie jedoch befreit, wenn dem Kind etwa eine Erwerbsarbeit oder die Finanzierung aus einer Erbschaft zumutbar ist. Ausserdem müssen Eltern ihren Kindern nicht jeden extravaganten Ausbildungswunsch erfüllen. So können sie es ihren Kindern nahelegen, an der nächstgelegenen Hochschule zu studieren. Für jene, die nur ein kleines Budget zur Verfügung haben, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ein Gesuch auf Stipendien oder ein Darlehen einzureichen. Soweit das Studium nicht darunter leidet, bereichert zudem ein Nebenjob den Studentenalltag in jeder Hinsicht.

Start ab Geburt

Dennoch lohnt es sich, möglichst früh etwas für die Ausbildung des Kindes auf die Seite zu legen – im Idealfall schon ab der Geburt. Wer beispielsweise über 20 Jahre lang 300 Franken pro Monat spart, erreicht bei einer Durchschnittsrendite von 2 Prozent ein Vermögen von über 88000 Franken. Ein praktisches Instrument hierfür ist das UBS Fondskonto. Damit lässt sich an der Entwicklung der Finanzmärkte teilnehmen, was höhere Ertragschancen ermöglicht.

Ein Vorteil des Fondskontos liegt darin, dass man mit regelmässigen Einzahlungen den Launen der Märkte ein Schnippchen schlägt: Sind die Börsen hoch bewertet, reicht das Geld für weniger Wertpapiere. Sind die Kurse im Keller, erwirbt man mehr Titel. Über die Jahre hinweg führt dies zu durchschnittlich günstigeren Einkaufspreisen – der Effekt nennt sich Cost Averaging (Durchschnittskosteneffekt). Und falls die Kinder Wirtschaft studieren, werden sie bald mehr dazu erklären können.

Studien- und Semestergebühren in CHF

Università della Svizzera italiana

2000

Universität St. Gallen (Master/Bachelor)

1426/1226

Universität Genf

1000

Universität Bern

784

Universität Zürich

774

Zürcher Fachhochschule

720 (nur Semestergebühr)

Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz

700 (nur Semestergebühr)

Universität Fribourg

655

ETH Zürich

649

ETH Lausanne

633

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Einnahmen und Ausgaben in einem gesunden Gleichgewicht halten und dabei regelmässig Geld auf die Seite legen.