Sparen Der Popcorneffekt der Säule 3a

Nutzen Sie alle Vorteile der Säule 3a - so geht’s.

Sehr geehrter Herr Aggett
Meine Frau (31) und ich (30) wohnen in Bern. Wir erzielen gemeinsam ein steuerbares Einkommen von 80 000 Franken. Jetzt wünschen wir uns Kinder und träumen davon, bis in zehn Jahren ein Eigenheim zu erwerben. Meine Frau meint, wir sollten mit der Säule 3a sparen. Doch dann wären die Gelder gebunden. Zudem fragt es sich, ob eine Bank- oder eine Versicherungslösung sinnvoll wäre. Was raten Sie?
Daniel M., Bern

Sehr geehrter Herr M.

Sparen mit der Säule 3a lohnt sich allein schon deshalb, weil Sie Einzahlungen direkt von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen dürfen. Während der Ansparphase sind die Erträge und das angesparte Guthaben steuerfrei. Pro Jahr ist für Personen mit Pensionskasse ein Maximalbeitrag von 6739 Franken (Stand: 2014) für die Säule 3a zulässig. Zahlen Sie jährlich diesen Betrag ein, reduzieren sich Ihre Steuern bei Ihrem gegenwärtigen Einkommen jährlich um rund 1600 Franken. Über 10 Jahre hinweg ergibt sich eine Steuerersparnis von fast 16 000 Franken!

Sie haben die Wahl zwischen einem Säule 3a-Konto mit Vorzugszins (UBS Fiscakonto), einem Säule 3a-Fonds, dessen Wert mit den Finanzmärkten schwankt (UBS Fiscadepot mit Fonds UBS Vitainvest), oder einer Versicherungslösung. Im Vergleich zu einem Sparkonto (Jahreszins 0.05 Prozent) wirft ein Säule 3a- Konto (Jahreszins 1 Prozent) eine bessere Rendite ab. Wenn Sie bereit sind, angesichts Ihres eher langfristigen Anlagehorizonts mehr Risiko zu tragen, kann auch ein Säule 3a-Depot interessant sein. Damit können Sie in Fonds investieren, die einen Aktienanteil von bis zu 50 Prozent enthalten – und die Renditechancen aufbessern.

Bank oder Versicherung?

Versicherungslösungen kombinieren Risikoschutz (Tod) mit einem garantierten Alterskapital. Damit dieses Kapital auch ausbezahlt wird, müssen Sie die Prämien über die gesamte Laufzeit bezahlen. Dagegen können Sie bei der Bank auch mal eine «Einzahlpause » einlegen. Bei der Versicherungslösung lässt sich – gegen einen Aufpreis – eine Prämienbefreiung in die Versicherungspolice einbinden.

Diese käme bei Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall zum Zug.

Egal, welche Säule 3a-Lösung Sie wählen:

Die Ersparnisse bleiben grundsätzlich bis zum Rentenalter gesperrt. Sie dienen aber dem Schutz der Familie. Denn im Todesfall werden diese Gelder ausbezahlt. Auch bei Invalidität ist ein Bezug möglich. Besonders wichtig für Sie: Die 3a-Guthaben dürfen Sie zur Finanzierung von Wohneigentum einsetzen. Die Banklösung ist kostenfrei auflösbar. Dagegen geht die vorzeitige Auflösung einer 3a-Versicherungspolice meist mit Einbussen einher, weil in den ersten Jahren die Abschlussprovision verrechnet wird.

Klug Steuern sparen

Wenn Sie mit einem Säule 3a-Konto auf ein Eigenheim sparen, haben Sie in zehn Jahren – zusätzlich zur Steuerersparnis – rund 70 000 Franken auf der Seite. Darauf würden bei einer Kapitalauszahlung Steuern von etwa 2400 Franken fällig. Es blieben Ihnen gut 68 000 Franken – also mehr, als Sie mit einem Sparkonto angespart hätten.

Bezieht man die Gelder aus der Säule 3a, werden diese getrennt vom übrigen Einkommen zu einem Vorzugssatz besteuert. Sie unterliegen jedoch der Steuerprogression. Falls Sie Ihre Säule 3a nicht fürs Eigenheim benötigen, könnte es sinnvoll sein, ein zweites Säule 3a-Konto zu eröffnen. Es schafft die Voraussetzung, um Gelder gestaffelt zu beziehen und die Progression zu brechen.

Vorsorge Newsletter

Abonnieren Sie unseren Vorsorge Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Vorsorgerechner

Berechnen Sie das Guthaben für Ihre Altersvorsorge oder wieviel Steuern Sie sparen können.