Lebensplanung Wohnen im Alter 60+

Für eine möglichst unabhängige Wohnsituation im dritten Lebensabschnitt lohnt es sich, über alle möglichen Aspekte nachzudenken.

  • Individuelle Lebensplanung: Für die einen mag es optimal sein, im bisherigen Zuhause – beispielsweise Einfamilienhaus – und damit in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben. Andere ziehen es vor, nach der Pensionierung in eine altersgerechte Siedlung zu ziehen. Ihnen liegt daran, einen Umzug in einer aktiven Lebensphase anzugehen, anstatt sich später noch einmal neu orientieren zu müssen. Wie Sie sich entscheiden, hängt massgeblich davon ab, ob Sie eine gewisse Sicherheit und Planbarkeit anstreben oder die Dinge lieber auf sich zukommen lassen.
  • Unterstützung im Alter: Viele Menschen sind bis ins höhere Alter gesund und selbstständig. Statistisch gesehen benötigen ab Alter 85 jedoch rund drei Viertel, zum Beispiel für den Einkauf oder im Haushalt. Für die Planung ist es daher wichtig, ob und in welchem Umfang am Wohnort Unterstützungsleistungen möglich wären.
  • Soziale Einbindung: Erfahrungsgemäss wollen viele ältere Menschen auf die geknüpften Beziehungen in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft nicht verzichten. Überlegen Sie sich, welche sozialen Kontakte Ihnen wichtig sind und welche Wohnsituation dies optimal abdeckt.
  • Lage und Infrastruktur: Ältere Menschen wünschen sich meist kurze Distanzen zu Läden, Bank, Post usw. Genauso wichtig sind Angebote im Freizeit- und kulturellen Bereich, soziale Begegnungen sowie die Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Von Vorteil ist auch, wenn gewisse medizinische oder ambulante Leistungen in der Nähe erbracht werden (Arzt, Spitex-Zentrum).
  • Ausstattung: Handelt es sich zum Beispiel um ein Wohnhaus mit steilen Treppen, oder ist der Wohnraum auf drei oder vier Geschosse verteilt, sind damit im Alter grosse Nachteile verbunden. Wenn einem das Gehen und Treppensteigen schwerfällt, schätzt man einen Lift im Haus und die wichtigsten Wohnräume auf einem Geschoss – zum Beispiel in einer Eigentumswohnung.
  • Umgebung: Manche Wohnhäuser verfügen zwar über einen Lift, sind aber nur über Treppen zugänglich. Achten Sie darauf, dass Sie sich auch in der Umgebung ohne allzu grosse Hindernisse oder Einschränkungen bewegen können.
  • Bauliche Massnahmen: Die meisten älteren Wohnhäuser sind nicht speziell altersgerecht ausgestattet. Einige Anpassungen sind aber mit wenig Aufwand machbar: zusätzliche Handläufe bei Treppen, Entfernen von Schwellen, Haltegriffe in Bad und WC. Kein Problem sind meist auch Anpassungen in der Küche, damit alles, was täglich benötigt wird, immer in Griffnähe steht.

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