Immobilienmarkt Immobilienpreise steigen weiter

Der Kauf eines Eigenheims ist teurer geworden. Die Tragbarkeit ist vielerorts nicht mehr gegeben.

Nach wie vor wird rege gebaut – im Bild: die Wohnüberbauung Guggach von der Generalunternehmung Allreal in der Nähe des Zürcher Bucheggplatzes.

Die Angebotspreise für Schweizer Eigenheime sind im zweiten Quartal 2015 erneut gestiegen: Die Eigentumswohnungen verteuerten sich um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, die Preise für Einfamilienhäuser stiegen 2,2 Prozent an. Diese Zahlen liegen zwar deutlich unter den Spitzenwachstumsraten von 2009 bis 2013, doch die anhaltend hohe Zuwanderung und die Perspektive negativer kurzfristiger Zinsen bis Ende 2016 halten die Wachstumsraten noch im positiven Bereich.

Wir erwarten, dass die jährlichen Preiswachstumsraten sich im Lauf des Jahres dem Nullpunkt annähern werden, da die Tragbarkeit eines Eigenheimkaufs vielerorts nicht mehr gegeben ist. In der Genferseeregion, wo ein durchschnittlicher Haushalt knapp zehn Jahresbruttoeinkommen für ein Medianobjekt ausgeben muss, sanken die Preise im zweiten Quartal 2015 um knapp 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Region Zürich, wo ein durchschnittliches Objekt etwa acht Jahresbruttoeinkommen kostet, lag die Preiswachstumsrate hingegen noch im positiven Bereich. In der Ostschweiz – der Region mit der höchsten Tragbarkeit – stiegen die Preise mit mehr als 5 Prozent auch am stärksten an.

Maciej Skoczek ist Immobilienanalyst bei UBS CIO Swiss & Global Real Estate. 

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