Mobile Kassensysteme Neun Fragen an den Paymash-Gründer

José Manuel Rodriguez erklärt, warum sich KMU heute öffnen müssen, wenn sie auch morgen erfolgreich sein wollen.

1. Herr Rodriguez, wie erklären Sie Ihrer Tochter, was Digitalisierung ist?

Meiner Tochter müsste ich wohl erklären, wie aufwändig es früher war, Sachen zu erledigen. Zum Beispiel ein Hotelzimmer zu reservieren, einen Vertrag abzuschliessen oder ein Bankkonto zu eröffnen. Denn sie wird wohl nie mehr Formulare, Anträge und vieles mehr von Hand ausfüllen, mit der Post abschicken und dann warten, bis eine Reservation, ein Vertrag oder sonst etwas zurückkommt. Zum Glück.

2. Stichwort digitale Kooperationen: Was bedeuten sie für Sie? Und geht es nicht mehr ohne?

Die Globalisierung hat weltweit den Kostendruck für Unternehmen vergrössert und zugleich das Tempo im Geschäftsleben erhöht. Deshalb geht es heute tatsächlich kaum mehr ohne digitale Kooperationen. Denn sie führen zu Kostenvorteilen und verkürzen die Time-to-Market. Dank digitalen Kooperationen ist zudem die Schwelle, an Innovationsprozessen teilzunehmen, gerade für KMU deutlich niedriger geworden. Damit wächst auch das Innovationspotenzial der Wirtschaft insgesamt.

3. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das mobile Kassensystem Paymash zu entwickeln?

Ich habe bereits vor zwanzig Jahren Kassensoftware entwickelt, bin als schon eine ganze Weile im Geschäft. Die konkrete Idee zu Paymash ist mir vor ein paar Jahren in den USA gekommen, als ich dort das Bezahlsystem Square gesehen habe. Spontan dachte ich mir, dass man aus dieser App mehr machen könnte. Der Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen und daraus ist schliesslich Paymash entstanden.

4. Gab es einen Moment, in dem Sie dachten: Paymash ist super geworden?

Ganz klar: Als ich die Reaktionen der ersten Kunden miterlebte, die Paymash Tag für Tag in ihrem Geschäft einsetzten. Da wurde mir schlagartig bewusst, dass wir da etwas mit einem vielversprechenden Potenzial entwickeln.

5. Sie sind an einer Messe. Wie lautet Ihr Elevator-Pitch für Paymash?

Mit Paymash kann jeder Unternehmer ganz einfach Waren und Dienstleistungen im Laden und übers Internet verkaufen. Paymash kümmert sich um die ganze Administration dahinter – also um Offerten, Rechnungen, Lagerbewirtschaftung usw. Ladenbesitzer, Gastrobetriebe, Coiffeure, Kosmetikstudios und andere Kunden erzählen uns, wie sehr Paymash ihren Alltag vereinfacht: Alle haben jetzt mehr Zeit, um sich voll und ganz um ihre Kunden zu kümmern.

6. Was ist aus Ihrer Sicht zurzeit die wichtigste digitale Herausforderung für Schweizer KMUs?

Heute können KMU immer weniger isoliert agieren. Sie müssen sich vielmehr öffnen und Schnittstellen zu Kunden, Lieferanten, Kooperationspartnern oder Innovations-Plattformen anbieten, um so ihre Netzwerke zu vergrössern und ihren Aktionsradius zu erweitern. Durch diese Öffnung ergibt sich natürlich die weitere Herausforderung, diese Schnittstellen und Netzwerke so zu sichern, dass sensible Daten und Informationen vor dem Zugriff durch Unberechtigte geschützt bleiben.

7. Was machen Sie, um die Neugier Ihrer Mitarbeitenden auf den digitalen Wandel hoch zu halten?

Ich teile meine Vision, wohin die Reise mit Paymash gehen soll, immer wieder mit allen Mitarbeitenden – und wir haben noch sehr viel vor. Dank einer wöchentlichen Videokonferenz unserer Mitarbeitenden in der Schweiz und in der Ukraine kennen alle unsere mittelfristigen Ziele und ziehen am gleichen Strang. Zudem arbeiten meine Angestellten mit viel Eigenverantwortung. Aber ich bin immer für Sie erreichbar, wenn Fragen auftauchen.

8. Auf welchen digitalen Service wollen Sie persönlich auf keinen Fall mehr verzichten?

Kollaborationswerkzeuge wie Google Docs, mit denen man gemeinsam an Dokumenten auf dem Smartphone, Tablet oder am Computer arbeiten kann, sind für mich unverzichtbar geworden. Dazu zählt auch die Notizen-App auf meinem iPhone, mit der ich jeden Tag plane.

9. Ein Blick in die Glaskugel: Was wird sich in den nächsten 10 Jahren grundlegend verändern? Und was machen Sie dann?

Der Trend gerade bei den KMU, sich mehr zu öffnen und immer zahlreichere Schnittstellen nach aussen anzubieten, wird in Zukunft noch massiv an Bedeutung gewinnen. Dieser Trend wird die Art der Zusammenarbeit in den verschiedenen, immer globaleren Wertschöpfungsketten tiefgreifend verändern. Ich selbst hoffe, dass ich die Paymash-Story noch viel weiterbringen kann als sie schon ist. Mein Traum: Paymash wird eine international etablierte Software mit Kunden in vielen Ländern rund um die Welt.

Paymash – die komplette Verkaufslösung für KMU

Als erstes Unternehmen bietet Paymash Bezahlen mit SumUp auch für den integrierten Online-Shop an. Das mobile Kassensystem Paymash ist eine komplette Verkaufslösung für kleinere und mittlere Unternehmen. Die App für iOS und Android läuft auch auf dem Tablet oder Smartphone und dient als moderne Registrierkasse. Durch die nahtlose Integration mit SumUp ist bargeldloses Bezahlen so einfach wie noch nie. Und mit wenigen Klicks stehen die Produkte im Laden auch gleich im eigenen Online-Shop zum Verkauf. Damit wird der Online-Verkauf fast zum Kinderspiel und für alle zugänglich.

José Manuel Rodriguez

José Manuel Rodriguez ist CEO der Fabware AG und Paymash AG. Nach dem Studium der Ökonomie und Informatik an der Universität Zürich gründete der 47-jährige Zürcher mit spanischen Wurzeln 2004 die Softwareentwicklungsfirma Fabware. Neben diversen Apps für einige der ganz grossen Finanzdienstleister entwickelte seine Softwareschmiede auch die erste Version der smarten Verkaufslösung Paymash, die bereits von tausenden Unternehmen, Restaurants und Coiffeurgeschäften eingesetzt wird. Mit der Gründung der Paymash AG 2016 wagt der Unternehmer nun den Schritt ins wachstumsstarke Software-as-a-Service-Geschäft.

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