Fünf Umweltschutztipps Tun Sie Gutes für die Natur – und Ihr Budget

Sie brauchen nicht zu leben wie der Alpöhi: Mit kleinen Handgriffen im Alltag können Sie die Umwelt und Ihre Finanzen schonen.

Mit dem Umweltschutz verhält es sich ähnlich wie mit dem Sparen: Wer erfolgreich sein will, sollte nicht auf «die» grosse Gelegenheit warten. Es sind die kleinen Schritte im Alltag, welche die grossen Veränderungen bewirken. Und das Beste daran: Die meisten kleinen Gewohnheitsänderungen tun nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrem Budget gut.

1. Wasser – einfach etwas cooler

Wasser sparen bedeutet, Wasserkosten sparen – das ist mittlerweile vielen Haushalten bewusst. Weniger bekannt ist, dass es noch effektiver ist, Warmwasser zu sparen. Wer einen eigenen Boiler hat, stellt die Temperatur am besten auf 55 bis maximal 60 Grad ein. Das reicht für eine warme Dusche. Nicht nur beim Geschirrspülen, sondern auch beim Kleiderwaschen können Sie die Temperaturen herunterfahren, ohne hygienische Risiken einzugehen. Denn moderne Waschmittel machen Koch- und Vorwäsche überflüssig. Für normalschmutzige Buntwäsche genügen 20 Grad, für Weisswäsche 40 statt 60 Grad. Weil das Aufheizen des Wassers am meisten Strom verschlingt, senken Sie so den Energieverschleiss beim Waschen locker um einen Drittel.

2. Kühlschrank – alles am richtigen Platz

Wer liebt es nicht, wenn der Kühlschrank voller Leckereien ist? Tatsächlich ist ein voller Kühlschrank auch ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Denn ein leeres Gerät verbraucht mehr Strom. Und Kühlschränke machen 10 Prozent und mehr des Energieverbrauchs eines Haushalts aus. Obwohl sie einen magnetischen Punkt in unserem Zuhause bilden, nutzen wir sie oft suboptimal. Der wichtigste Spartipp: Eine Temperatur von 7 Grad ist genügend. Pro Grad, das Sie nicht herunterkühlen, sparen Sie 6 Prozent Strom. Nun sind die Temperaturen im Inneren aber ungleich verteilt. Oben ist es wärmer, unten kälter. Platzieren Sie darum Fisch und Fleisch unten und weniger heikle Produkte wie Käse oben. Ebenfalls wärmer ist es in der Gemüseschublade sowie bei der Türe, die sich für Eier und Butter anbietet.

3. Fleisch – weniger ist mehr

Gemüse und Früchte stecken voller Vitamine und sind gesund. Es lohnt sich also, ab und zu vegetarisch zu kochen, um Ihre Familie fit zu halten. Und das bekommt der Umwelt erst noch besser. Fleisch belastet diese nämlich bis zu zehnmal mehr als Obst und Gemüse. Schliesslich wollen die Tiere zuerst gefüttert werden: Für ein Kilo Rindfleisch braucht es laut einer WWF-Studie rund 15'000 Liter Wasser. Doch beim Essen besteht weiteres Sparpotenzial. Im Durchschnitt gehen in einem Haushalt 15 Prozent der Lebensmittel verloren. Prüfen Sie darum die Lebensmittel, bevor sie diese wegwerfen. Ändert eine Familie ihre Essgewohnheiten so, spart sie im Jahr ganz bequem rund 1'000 Franken.

4.  Einkaufen – mit dem Velo geht’s günstiger

Ein Drittel aller Autofahrten sind kürzer als 3 Kilometer. Fast zwei Drittel aller Fahrten sind kürzer als zehn Kilometer. Da drängt sich die Frage fast auf: Braucht es hierfür wirklich immer das Auto? Velofahrer sind bei Strecken bis zu 3 Kilometern meist schneller am Ziel. Und wird dem Velo ein Korb aufmontiert, eignet es sich für den Familieneinkauf ebenso wie das Motorfahrzeug. Während 10 Autokilometer 1,9 Kilo CO2 verursachen, sind es bei der Bahn noch 0,1 bis 0,6 Kilo – auf dem Siegerpodest landet aber das emissionsfreie Fahrrad. Schwingen Sie sich manchmal darauf. Statt Benzin verbrennen Sie so Kalorien. Vielleicht können Sie sich nebst den Fahrtkosten auch das Fitnessabo sparen.

5. Kräuter – frisch aus «Balkonien»

Man braucht keinen grünen Daumen, um ein paar Küchenkräuter zu pflanzen – und erst recht keinen Garten. Sie können die Pflanzen einfach in Töpfen, auf Balkonkästen oder sogar auf einer Fensterbank aufziehen. Nach der Ernte werden Sie feststellen: Die Minze aus Balkonien schmeckt kräftiger als jene aus dem Gewächshaus. Und das muss sich nicht auf den Sommer beschränken. Getrocknet oder eingefroren lassen sich die Kräuter lagern und das ganze Jahr lang geniessen. Diese Pflanzen sind hervorragend für Ihre Ökobilanz – und für Ihre Haushaltsbilanz.

Rechnungen ohne Papier

180 Kilo Papier braucht ein Einwohner der Schweiz pro Jahr. Indem man im Austausch mit der Bank und beim Bezahlen von Rechnungen auf Papier verzichtet, lässt sich einiges davon sparen. So können Sie etwa bei UBS auf E-Dokumente umstellen, Kreditkartenrechnungen elektronisch ansehen und Rechnungen elektronisch empfangen und bezahlen. Zugleich reduzieren Sie so Ihren administrativen Aufwand und oft auch allfällige Gebühren.