
Die Märkte ausserhalb der USA, insbesondere in Europa und im Nahen Osten, werden stark von den Ölpreisen, den Entwicklungen im Iran-Konflikt und den Aussichten für die Europäische Zentralbank beeinflusst.
Anlegerinnen und Anleger mit einer globalen Aktienallokation interessieren sich dagegen sehr dafür, wie sich KI-Unternehmen und Unternehmen, die künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, um ihre geschäftlichen Ergebnisse zu verbessern, entwickeln.
Was erfahren wir aus den Ergebnisberichten grosser Technologieunternehmen der USA und Asiens für das 1. Quartal?
Während die Berichtssaison gerade anläuft, heben CIO-Analysten, die sich mit der Chance aus transformativen Innovationen (TRIO) im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz befassen, drei wichtige Schwerpunkte hervor: 1) die Verfassung des Kerngeschäfts, 2) die Richtung der Entwicklung der Investitionen und 3) Kommentare zu den Kapitalrenditen. In den USA ist die Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz immer noch stark. Dies zeigt sich vor allem an der markanten Beschleunigung des Wachstums der Cloud-Umsätze und der enormen Zunahme der Auftragsbestände. Die stärkere Nachfrage veranlasste einige Unternehmen, ihre Investitionen in Rechenzentren zu erhöhen. Ausserhalb des Technologiesektors deuteten einige Stromversorger an, dass die Verhandlungen über die Stromversorgung von Hyperscalern intensiviert werden. Dies verstärkt die langfristigen Nachfragetrends.
Dennoch sind die Anleger nicht vollständig überzeugt, dass sich die Investitionen in künstliche Intelligenz auszahlen werden. Sie achten zunehmend auf einen disziplinierten Ansatz für Investitionen, der durch die Stärke des zugrunde liegenden Kerngeschäfts unterstützt wird, sowie auf Anzeichen einer Monetarisierung, die auf Renditen aus dem investierten Kapital hindeutet.
Wir sind nach wie vor vom langfristigen Renditepotenzial der KI überzeugt. Trotzdem betonen wir die Bedeutung eines ausgewogenen und diversifizierten Ansatzes über die verschiedenen Ebenen der KI – Wegbereitung, Intelligenz und Anwendungen – hinweg, der die Bereiche Halbleiter- und Chipausrüstung, Energie und Ressourcen sowie Infrastruktur aus den USA, Asien und Europa umfasst, die unseres Erachtens von der Nutzung von künstlicher Intelligenz profitieren werden.
Anleger, die nur eine oder zwei Aktien mit Bezug zu KI im Portfolio halten, können sich überlegen, ob sie ihre Positionen überprüfen und eine Diversifikation anstreben sollten. Hierzu können sie sich zum Beispiel an der KI-Aktienauswahl des CIO orientieren oder es anderen überlassen, sich in diesem Markt im rasanten Wandel mit ständigen Verlagerungen der Wertschöpfungskette zurechtzufinden. Weitere denkbare Ansätze sind die Einbeziehung von Bausteinen für ein Engagement in KI-Aktien oder aktiven Ansätzen, die darauf ausgerichtet sind, eine kleinere Anzahl von Aktien zu identifizieren, statt einen Index zu kaufen.
Anleger mit einem zu geringen Engagement in KI-Aktien im Vergleich zu ihren langfristigen Plänen können auch strukturierte Strategien ins Auge fassen. Diese Ansätze nutzen bestimmte Arten von Finanzinstrumenten, die als Derivate bezeichnet werden. Strukturierte Strategien bieten Anlegern die Flexibilität und potenzielle Fähigkeit, ihr Aktienengagement entsprechend ihrer Markteinschätzung und ihrer Risikobereitschaft anzupassen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Anleger vor einer Anlage die besonderen Merkmale und Eigenschaften von Derivaten verstehen, vor allem hinsichtlich der Frage, wie sich strukturierte Strategien in ein gut diversifiziertes Portfolio und einen umfassenderen Finanzplan integrieren lassen. Für einige Anleger gibt es eventuell wiederum Alternativen zu strukturierten Strategien, die ihren Zielen und ihrer Risikobereitschaft eher entsprechen.
Risikoaverse Anleger, die Barmittel in Aktien mit KI-Bezug investieren möchten, können sogenannte Kapitalschutzzertifikate in Betracht ziehen. Eine solche Anlage kann helfen, potenzielle Verluste im Falle erneuter Schwankungen zu begrenzen.
Zu den Risiken dieser Art von Wertpapieren, die Anleger bereit und in der Lage sein müssen zu tragen, gehören das Emittentenausfallrisiko (das Risiko, dass der Emittent des Instruments seine Verpflichtungen gegenüber Anlegern nicht erfüllen kann), Liquiditätsbeschränkungen (eine eingeschränkte Möglichkeit, das Instrument in Phasen von Marktstress zu verkaufen) sowie die Notwendigkeit, das Zertifikat bis zur Endfälligkeit zu halten, damit allfällige Kapitalschutzmechanismen auch wirklich greifen (da ein Kapitalschutz erst bei Fälligkeit gewährleistet ist).
Risikotolerante Anleger könnten auch sogenannte Reverse Convertibles in Erwägung ziehen, um Renditen in den Bereichen des Aktienmarkts zu erzielen, in denen die implizite Volatilität überdurchschnittlich hoch ist.
Wenn der Ausübungskurs auf ein Niveau festgelegt wird, auf dem der Anleger kaufen möchte, kann er auf diese Weise unsichere Phasen «aussitzen» und den Vermögenswert möglicherweise zu einem Abschlag kaufen.
Die Risiken in Zusammenhang mit diesem Instrument beinhalten einen Kapitalverlust, falls der Vermögenswert beträchtlich an Wert verliert, einen Zahlungsausfall des Emittenten, begrenzte Liquidität und intransparente Preise. Die Couponzahlungen können jedoch diese Risiken teilweise ausgleichen. Darüber hinaus hat das CIO Auswahltechniken entwickelt, die es Anlegern ermöglichen würden, Reverse Convertibles in ein gut diversifiziertes Portfolio integrieren.