Ist es an der Zeit, Fixed-Income-Allokationen zu überprüfen?

Fixed income 12. Juli 2022 2 Minuten Lesedauer
Authors
Massimiliano Castelli Philipp Salman Uta Fehm Tony Appiah

Kernaussagen:

Wir meinen, dass sich die Risiko-Ertrags-Profile festverzinslicher Anlagen stabilisieren und in nächster Zeit verbessern. Folglich sollten Anleger ihr Engagement in dieser Anlageklasse neu

  • Auch wenn der makroökonomische Ausblick weiterhin sehr ungewiss ist, wurden die meisten Zinserhöhungen weltweit bereits vollzogen oder zumindest eingepreist. Folglich dürften sich negative Marktreaktionen in Grenzen halten.

Höhere Renditen: ein weiterer Schritt in Richtung Normalität

  • Laut Bloomberg wiesen vor nur einem Jahr so viele Anleihen wie noch nie (ca. USD 18 000 Mrd.) negative Renditen auf. Inzwischen ist dieser Anteil auf USD 2500 Mrd. zusammengeschrumpft und damit weitestgehend verschwunden. Die meisten Anleihen bieten inzwischen positive Renditen.
  • Obwohl die ausgeprägte Aufwärtskorrektur entlang der Kurve negative Erträge und unrealisierte Verluste beträchtlichen Ausmasses verursachte, halten wir die aktuellen Renditen inzwischen für wesentlich attraktiver.
  • Höhere Renditen bedeuten, dass Anleger durch neue Anleihenbestände mehr Erträge erwirtschaften können. Das trägt dazu bei, potenzielle Mark-to-Market-Verluste durch eine weitere Aufwärtsbewegung der Renditen aufzufangen.

Mehr Flexibilität und einige Ergänzungen im Core-Fixed-Income-Segment sind zu empfehlen

  • Um auch künftig auf Kurs zu bleiben und die Lücke bis zu den Spätphasen des Zinserhöhungs-Zyklus zu überbrücken, müssen Anleger ihren Ansatz unseres Erachtens so flexibel wie möglich halten.
  • Die meisten Anleihen am Markt bieten inzwischen Renditen, die höher sind als ihre festen Coupons, und Anleihen werden mit einem Abschlag gegenüber ihren Rücknahmewerten gehandelt.
  • Die positive Konvexität von Anleihen dürfte unterstützend sein, auch wenn die Märkte noch immer volatil sind.

Weiterführende Einblicke