Materialität im Bankengeschäft

Unsere Materialitätsmatrix zeigt, welche Themen unsere Anspruchsgruppen am stärksten betreffen und wie relevant diese für die Leistungen unseres Unternehmens sind.

Materialität im Bankengeschäft

Die Themen in der Materiality Matrix wurden wegen ihrer Relevanz für unsere Anspruchsgruppen sowie aufgrund unserer Wahrnehmung ihrer Auswirkungen auf die langfristige nachhaltige Leistung von UBS aufgenommen. Die Matrix repräsentiert zwar eine für das Jahr 2015 geltende Momentaufnahme der Themen, die für unsere Anspruchsgruppen wichtig sind, ist zugleich aber auch ein Indikator dafür, wie sie sich zukünftig entwickeln dürften (Trend). Die Inhalte der Matrix entstammen formellen und informellen bankinternen Überwachungsinstrumenten oder Gesprächen mit Anspruchsgruppen und relevanten Studien und Berichten. Wir aktualisieren diese Matrix jährlich.

Der vom UBS Corporate Culture and Responsibility Committee (CCRC) angeregte und überwachte umfassende Materiality-Assessment-Prozess wird von einem UBS-internen Materiality-Assessment-Team mit Vertretern aus verschiedenen Unternehmensbereichen und Regionen koordiniert. Das Team setzt sich aus einer Gruppe von Experten zusammen, die sich im Rahmen ihrer Funktion täglich mit den Erwartungen und Anliegen der Anspruchsgruppen befassen. Das Team ist dafür zuständig, dem CCRC jedes Jahr das Ergebnis des Materiality Assessment vorzulegen. Darüber hinaus wird das CCRC über potenziell relevante Entwicklungen informiert, die sich wiederholt aus dem (aktuellen) Materiality Assessment ergeben.

Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter sowie Regierungen zählen für uns zu den wichtigsten Anspruchsgruppen. Sie haben einen direkten und unmittelbaren Einfluss auf die (Finanz)Performance der Bank. Andere Anspruchsgruppen beeinflussen die Performance von UBS eher indirekt, namentlich über die Reputation der Bank. Alle Anspruchsgruppen können den gesellschaftlichen Auftrag von UBS, Bankgeschäfte zu betreiben, wesentlich beeinflussen.

Wir legen grossen Wert darauf zu erfahren, welche Ansichten und Werte unsere Anspruchsgruppen im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit von UBS und deren Rolle in der Gesellschaft vertreten. Wir führen daher jährlich eine Materialitätsanalyse (Materiality Assessment) basierend auf der Global Reporting Initiative (GRI) durch, um herauszufinden, welche Themen für unsere Anspruchsgruppen von Bedeutung sind.

Wir laden regelmässig Anspruchsgruppen dazu ein, uns ihre Ansichten direkt mitzuteilen – wie etwa 2014 im Rahmen einer Online-Umfrage bei allen Anspruchsgruppen oder durch eine Umfrage bei spezifischen Zielgruppen. 2015 beauftragten wir eine Studentenorganisation damit, Studenten über ihre Erwartungen an den Bankensektor zu interviewen. Dabei wurden rund 2500 Studenten aus sieben Ländern auf allen Kontinenten gebeten, eine breite Palette von Themen zu priorisieren.

Das Ergebnis des 2015 Materialitätsanalyse zeigt, dass die folgenden Themen als besonders relevant für UBS bewertet worden sind:

  • Verhalten und Unternehmenskultur
  • finanzielle Stabilität und Widerstandsfähigkeit
  • Kundenschutz

Wir stehen mit unseren Anspruchsgruppen (besonders Kunden, Anlegern, Mitarbeitern, Regierungen, Aufsichtsbehörden) in regelmässigem Kontakt. Dieser Kontakt liefert wichtige Informationen über die Erwartungen und Anliegen der Anspruchsgruppen und leistet folglich einen kritischen Beitrag zu unserem Verständnis und Umgang mit Themen, die möglicherweise für unsere Bank von Relevanz sind. Durch einen offenen Dialog mit unseren Anspruchsgruppen wollen wir den Erwartungen dieser Gruppen gerecht werden und auf ihre Anliegen sachkundig und effizient eingehen.

Unsere Beziehungen zu den Anspruchsgruppen gestalten sich vielfältig und umfassen einzelne bedeutende Interaktionen mit grossen Gruppen (z.B. Mitarbeiterumfragen), regelmässige Gespräche während des Jahres mit Vertretern einer bestimmten Gruppe (z.B. Medien) sowie Zusammenkünfte mit Einzelpersonen (z.B. aufgrund von Kundenanfragen).

Im 2015 haben wir mit Experten und Anspruchsgruppen verschiedene Themen diskutiert. Dabei ging es unter anderem um Impact Investing, Philanthropie, Nahrungsmittelspekulation, Menschenrechte, die Reduzierung unserer Umweltbelastung und um den Klimawandel (insbesondere Kohlefinanzierungen).