Porträt

Im Jahre 1999 ist die UBS Kulturstiftung im Zuge der Fusion von Schweizerischer Bankgesellschaft (SBG) und Schweizerischem Bankverein (SBV) zeitgleich mit der UBS Stiftung für Soziales und Ausbildung in der Nachfolge der Jubiläumsstiftung von SBG und SBV gegründet worden. Ihrer Zweckbestimmung folgend setzt sie die jährlichen Erträge aus dem Stiftungskapital von derzeit 40 Millionen Franken ein zur «Förderung des kulturellen und künstlerischen Lebens und Schaffens» in der Schweiz und zur Schweiz (Statuten UBS Kulturstiftung 1999).

Die UBS Kulturstiftung versteht sich als Teil der Gesellschaft, die Konstanz und Wandel in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien nicht zuletzt im Spiegelbild ihrer kulturellen und künstlerischen Produktion erlebt. Wir engagieren uns für die Förderung des kulturellen Lebens und künstlerischen Schaffens in der Schweiz, den Austausch zwischen Kunstschaffenden und Gesellschaft und die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Insbesondere fördern wir die Entstehung und Vermittlung des aktuellen Kultur- und Kunstschaffens.

Die UBS Kulturstiftung unterstützt sowohl professionelle Kunst- und Kulturschaffende mit Schweizer Nationalität oder Wohnsitz in der Schweiz als auch Kulturprojekte mit engem Bezug zur Schweiz sowie Ankäufe bedeutender Objekte durch Museen mit kulturhistorischem oder kunstwissenschaftlichem Profil. Wir leisten Beiträge in den Förderbereichen «Bildende Kunst», «Denkmalpflege & Archäologie», «Film», «Literatur», «Musik» und «Geistes- & Kulturwissenschaften».

Auf der Grundlage ihrer Zweckbestimmung pflegt die UBS Kulturstiftung eine eigenständige, die öffentliche und die private Kulturfinanzierung ergänzende Praxis der Förderung und Unterstützung. Diese berücksichtigt die unterschiedlichen kulturellen Sparten, die verschiedenen Sprachregionen und engagiert sich nicht nur für die kulturelle Bewahrung, sondern insbesondere für die Erneuerung des Kulturschaffens. Die Verantwortung für die Fördertätigkeit trägt der Stiftungsrat, dessen Mitglieder von der Stifterfirma ernannt werden und der aus Repräsentanten der Stifterin und externen Vertreterinnen und Vertretern aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft zusammengesetzt ist. Derzeit besteht das oberste Organ der Stiftung aus acht Mitgliedern und wird von Alain Robert (Präsident) und Dr. Martin Meyer (Vizepräsident) geleitet. Unterstützt wird der Stiftungsrat durch die Geschäftsstelle, welche die Verantwortung für die operative Tätigkeit der Stiftung trägt und seit 1. Januar 2007 von Mirjam Beerli (Geschäftsführerin) geleitet wird.

Jährlich behandelt die UBS Kulturstiftung zwischen 500 und 600 Gesuche, wovon rund die Hälfte die für die jeweiligen Förderbereiche geltenden Anforderungen erfüllt. Bezogen auf die Gesamtzahl der Anträge können 15 bis 20 Prozent der Eingaben mit Förderbeiträgen in der Höhe von insgesamt 1 bis 1,5 Millionen Franken ausgestattet werden. Bezogen auf die Zahl der dem Förderprofil entsprechenden Gesuche können mehr als ein Drittel der Anträge mit einem Beitrag unterstützt werden. Die sich hier abzeichnende Diskrepanz zwischen dem Wünschbaren und dem Machbaren im Bereich der Finanzierung stellt sowohl öffentliche wie auch private Kulturfinanzierer vor die Herausforderung, eine möglichst profilierte, zielorientierte und transparente Politik und Praxis der Förderung zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund ist die in den Statuten der UBS Kulturstiftung formulierte Absicht zu verstehen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel «dort eingesetzt werden, wo andere nicht in der Lage sind, das kulturelle und künstlerische Schaffen zu unterstützen» (Statuten UBS Kulturstiftung 1999). Auch aus diesem Grund engagiert sich die UBS Kulturstiftung für die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Kulturfinanzierern, insbesondere aber um den Austausch zwischen den privaten Stiftungen im Kulturbereich. Sie ist Gründungsmitglied von SwissFoundations, dem 2001 gegründeten Verband der Schweizer Förderstiftungen, und beteiligt sich seit 2001 aktiv am FORUM · KULTUR UND ÖKONOMIE.

Im Bewusstsein ihrer Geschichte engagiert sich die UBS Kulturstiftung für eine zugleich eigenständige und komplementäre, innovative und bewahrende, priorisierende und ausgewogene, insbesondere aber für eine professionelle, profilierte, zielorientierte und nachhaltige Praxis der Förderung und Unterstützung des kulturellen Lebens und Schaffens in der Schweiz und zur Schweiz.