EW-4 Projektbeitrag «Lu ft str om»

EW-4 – Projektbeitrag «Lu ft str om»

Als EW-4 tauchte das vor über 20 Jahren gegründete ARTE Quartett 2017 erstmals in die Welt der elektronischen Musik ein. Dafür ersetzten die vier Spieler ihre Saxophone durch Blaswandler und übertrugen das kammermusikalische Zusammenspiel auf eine neue, rein elektronische Ebene. Mit Blaswandlern werden Luftstrom und Griffe der Spielenden in elektronische Signale umgewandelt, die mittels Klangsynthese oder Samplingverfahren zur eigentlichen Tonerzeugung gelangen. Im zweiten Jahr des dreijährigen Projekts «Lu ft str om», das die voranschreitende Digitalisierung thematisiert, hat das Ensemble vier neue Kompositionen auf die Bühne gebracht, darunter Werke von Ulrike Mayer-Spohn und Emilio Guim.

Ulrike Mayer-Spohn (*1980) wirkt seit 1999 als Blockflötistin im Bereich zeitgenössischer Musik und als Geigerin bei spezialisierten Ensembles der Alten Musik. Seit 2007 schreibt sie eigene Kompositionen, darunter Auftragswerke für internationale Festivals und Ensembles. Ihr dreiteiliges Werk «fEWI» führt von einem Basler Fasnachtsmarsch über ein Präludium für Klavier und Cembalo zu einem opernhaften Teil mit überzeichneten Arien und scheppernden Cembali.

Die Werke von Gitarrist, Sounddesigner und Komponist Emilio Guim (*1981, Ecuador) wurden unter anderem am Taktlos Festival Zürich und am KlangBasel Festival uraufgeführt, wobei seine kompositorischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet wurden. In seiner multimedialen Komposition «Legend» werden vorproduzierte Videos von den Blaswandlern ausgelöst und gesteuert. Dazu spielen die vier Musiker zusätzliche Klänge live.

Der Stiftungsrat unterstützt EW-4 mit einem Projektbeitrag in der Höhe von 5000 Franken.