Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig Projektbeitrag «Gladiator – die wahre Geschichte»

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig – Projektbeitrag «Gladiator – die wahre Geschichte»

Der Gladiatorenkampf ist eines der beim breiten Publikum bekanntesten Phänomene der Antike. Unzählige Filme und Bücher haben die Figur des Gladiators populär gemacht. Sie zeigen überwiegend das Bild von grausamen Kämpfen in der sandigen Arena vor einem jubelnden Publikum. Doch was steckt wirklich hinter den brutalen, oftmals auch tödlich endenden Kämpfen? Dank neuster Forschungserkenntnisse aus Archäologie und Forensik kann das gängige Gladiatorenbild neu erklärt und hinterfragt werden. Ab September 2019 vermittelt das Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig den Besuchenden der Sonderausstellung «Gladiator – die wahre Geschichte» eine neues Bild über die Gladiatoren, ihr Leben und ihre Funktion in der Gesellschaft sowie die Bedeutung der Kämpfe als politisches Instrument. Partnerschaften mit namhaften Museen und Fundstätten wie das Museo Archeologico Nazionale di Napoli und die Römerstadt Augusta Raurica in Augst ermöglichen dank bedeutender Leihgaben eine umfängliche Präsentation. So wird in diesem Zusammenhang das Gladiatorenmosaik von Augusta Raurica, das im frühen 3. Jh. n. Chr. den repräsentativen Empfangsraum einer Villa schmückte, restauriert und zum ersten Mal seit seiner Entdeckung 1961 in seiner Vollständigkeit ausgestellt. Ausserdem werden die berühmten Gladiatorenwaffen aus Pompeji zum letzten Mal ausserhalb ihres Heimatmuseums zu sehen sein. Erwartet werden über 60'000 Besuchende aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland.

Der Stiftungsrat unterstützt die Ausstellung schwerpunktmässig mit einem Beitrag von 50 000 Franken.