Habib Asal Bildender Künstler

Habib Asal

Der 1974 in Amman, Jordanien, geborene Konzeptkünstler Habib Asal lebt und arbeitet in Zürich. Er studierte an den Kunsthochschulen von Wien, Bern und Zürich und schloss seine Studien 2011 mit einem Masterdiplom ab. Seine intellektuelle Auseinandersetzung mit relevanten gesellschaftspolitischen Themen setzt Asal als Installationen, in Texten, Performances, Zeichnungen und Readymades formal unterschiedlich um. Der Künstler spielt dabei oft mit der Erwartungshaltung der Betrachter und versucht mit seinen Werken deren Sichtweisen zu erweitern und das Nachdenken über gegenwartshistorische und transkulturelle Phänomene anzuregen. So lädt eine Installation aus dem Jahr 2016 den Besucher ein, eine Leiter hochzusteigen, um am oberen Ende in einen Glaskubus zu schauen. Darin liegt ein Stück Papier, auf dem der Satz «This is not what you have expected it to be» zu lesen ist. Aufgrund seiner Herkunft sind der Nahe Osten und das künstlerische Befragen von Konzepten wie Identität, Nationalität, In- und Exklusion sowie Repräsentation wiederkehrende Themen in seiner Arbeit. Gegenwärtig liegt sein Fokus auf den hoch aktuellen Themen Zuwanderung, Flüchtlingskrise, Bedrohung und Angst. Habib Asals Werke sind regelmässig an verschiedenen Ausstellungen in der Schweiz und Europa zu sehen, unter anderem widmeten ihm das Kunstmuseum Thun sowie die Galerie knoerle & baettig in Winterthur 2016 Einzelausstellungen. Sein Schaffen wurde mehrfach mit Projekt- und Atelierstipendien ausgezeichnet, unter anderem von Stadt und Kanton Zürich.

Mit einem Anerkennungsbeitrag in der Höhe von CHF 15 000 würdigt der Stiftungsrat eine künstlerische Position, die sich der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Themen widmet, die aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Fragen aufgreifen.