Stiftung für Bally Familien- und Firmengeschichte Historischer Maschinenpark

Stiftung für Bally Familien- und Firmengeschichte

1851 gründete C. F. Bally im solothurnischen Schönenwerd eine Schuhmanufaktur, die seinen Namen später zur Weltmarke machen sollte. Nach den ersten Jahren mit manueller Fertigung befand sich die Schuhfabrik bald in einer Wachstumsphase und profitierte wie weltweit kaum ein anderer Betrieb von der technischen Entwicklung im Bereich der Lederverarbeitung. Bis etwa 1900 war die Fabrik bereits voll mechanisiert. Viele historische Maschinen wurden als Zeitzeugen aufbewahrt oder kamen auf andere Weise in die Ballyana-Sammlung, unter anderem die älteste Sulzer-Dampfmaschine der Schweiz aus dem Jahre 1862.

Die Stiftung für Bally Familien- und Firmengeschichte wurde schliesslich im Jahr 2000 gegründet, um die Hinterlassenschaft von Familie und Fabrik zu pflegen und zu bewahren. Sie sammelt Dokumente, Gegenstände und Maschinen und bemüht sich um die Erhaltung und Vermittlung des industriehistorischen Erbes der Region Schönenwerd, insbesondere der Firma Bally. In der 2015 neu gestalteten Dauerausstellung zeigt das Museum – 2016 vom Schweizer Heimatschutz in die Liste der «50 schönsten Museen der Schweiz» aufgenommen –Geschichte, Hintergründe und Fertigkeiten der industriellen Schuhmacherei und das Produkt des Bally-Schuhs. Neben dem Museum bietet der historische Maschinenpark weitere Gelegenheit, in die Geschichte des Industriezeitalters einzutauchen. Textil- und Schuhproduktionsmaschinen wurden restauriert und funktionstüchtig gemacht und können im Rahmen von Führungen dem Publikum vorgeführt werden. Ende 2016 wurde der Maschinenpark um weitere Ausstellungsobjekte erweitert.

Der Stiftungsrat unterstützte mit einem Projektbeitrag von CHF 20 000 die Restaurierung und die Instandstellung historischer Schuh- und Webmaschinen zur Erweiterung des Bally-Maschinenparks.