Verein «dada 100 zürich 2016» Zürich Dada Symposium 2016

Verein «dada 100 zürich 2016» – Zürich Dada Symposium 2016

Anfang Februar 1916 wurde in Zürich eine Künstlerkneipe mit dem klingenden Namen Cabaret Voltaire aus der Taufe gehoben. Hier haben Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Sophie Taeuber, Richard Huelsenbeck, Hans Arp und weitere Kunstschaffende Dada begründet. Das Cabaret wurde zum Melting Pot verschiedener Nationalitäten, künstlerischer Gattungen und Stile. Von hier aus wuchs die Bewegung über die ganze Stadt und über diese hinaus: Bereits zu Beginn der 20er-Jahre war Dada ein weltumspannendes Netzwerk. Diese Kunstrichtung war nicht nur ultramodern, provokativ und erfinderisch, sie hob auch die Trennung von Leben und Kunst auf. Typisch für diese Haltung waren auch die in Zürich veranstalteten Dada-Soirées. Zur achten und grössten, die 1919 im Kaufleuten Zürich stattfand, notierte Tristan Tzara: «1500 Personen, am Siedepunkt angelangt, füllten den Saal.» An diesem Ort findet am 8. Juli 2016 als eine Art Schlussbouquet des Jubiläums das Zürich Dada Symposium statt. In dessen Zentrum stehen der interdisziplinäre Ansatz Dadas und die Frage nach der Aktualität dieser «Urbewegung der Avantgarde» (Juri Steiner). Neben jungen Dada-Exegeten werden internationale Denkerinnen und Kunstschaffende mit Dada-Bezug nach Zürich eingeladen, um ihre Perspektiven, Erfahrungen und Erkenntnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Seinen Abschluss findet der Anlass in einem Fest, das eine Brücke zu den bewegten Dada-Nächten schlagen soll.

Mit einem Projektbeitrag in der Höhe von CHF 20 000 unterstützt der Stiftungsrat die Durchführung des Symposiums und würdigt damit das Engagement des Vereins dada 100 zürich 2016 für eine zeitgemässe Auseinandersetzung mit einer bedeutenden Kunstrichtung des frühen 20. Jahrhunderts.