Kunstmuseum Luzern Ankauf dreier Werke von Rolf Winnewisser

Kunstmuseum Luzern - Ankauf dreier Werke von Rolf Winnewisser

Das Kunstmuseum Luzern hat in den vergangenen Jahren mit Ausstellungen zu wichtigen Kunstschaffenden der Gegenwart wie Candida Höfer (2014) und mit thematischen Sammlungspräsentationen wie «Ins Offene! Landschaftsdarstellungen von Robert Zünd und Ferdinand Hodler bis Max von Moos» (2014) Akzente gesetzt. Seit den 1970er-Jahren spiegelt sich die zunehmend international und zeitgenössisch ausgerichtete Ausstellungstätigkeit auch in der Sammlung, in deren Zentrum aber bis heute Kunst aus der Schweiz, insbesondere mit Bezug zur Zentralschweiz, steht. Das Museum verfolgt das Ziel, künstlerische Positionen, «die für unsere Zeit als relevant erachtet werden», umfassend zu dokumentieren. Erwerbungen werden als «Spurensicherung» verstanden und tragen zur Bildung und Akzentuierung von Schwerpunkten bei. Dies trifft auch auf den Ankauf der drei Filme von Rolf Winnewisser (geb. 1949) zu, der bereits mit Gemälden und Papierarbeiten in der Sammlung vertreten ist. Nach der Ausbildung zum Grafiker an der Schule für Gestaltung Luzern konzentrierte er sich auf sein künstlerisches Schaffen, das unter anderem auf der documenta 5 (1972) gezeigt wurde. Aus dieser Zeit stammt der Film «Venedig» (1976), während die Arbeiten «Bildentstehung» (1981-1985) und «Dekaphonie» (2006) spätere Schaffensphasen des vielseitigen und mehrfach ausgezeichneten Künstlers repräsentieren, dem das Aargauer Kunsthaus 2008 eine grosse Retrospektive gewidmet hat.

Mit einem Projektbeitrag in der Höhe von CHF 25000 ermöglicht der Stiftungsrat den Ankauf der Werke von Rolf Winnewisser und würdigt damit auch das Engagement des Museums für die Dokumentation des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Schweiz.