Fredi M. Murer Filmemacher

Fredi M. Murer - Filmemacher

Einem breiten Publikum im In- und Ausland bekannt geworden ist der in Zürich lebende Filmemacher Fredi M. Murer (geb. 1940) durch seinen Spielfilm «Höhenfeuer» (1985), der am Filmfestival von Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet und jüngst in einer Umfrage unter den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie zum besten Schweizer Film aller Zeiten gewählt wurde. Von seinen über zwanzig Dokumentar- und Spielfilmen ist «Vitus» (2006), eine fiktive Geschichte über ein musikalisches Wunderkind, das keines sein möchte, sein kommerziell erfolgreichster Film. Er lief in über 50 Ländern im Kino und erhielt zehn internationale Publikumspreise. Dass Murer zu einer der prägendsten Figuren des neuen Schweizer Films werden konnte, ist auch seinem Engagement für das einheimische Filmschaffen in Verbänden und Institutionen geschuldet. Seit den frühen 1960er-Jahren arbeitet der an der Fachklasse für Fotografie an der Schule für Gestaltung Zürich ausgebildete Murer im Medium Film. Sein künstlerischer Anspruch zeigt sich in der Erzählweise und der Bildsprache seiner Werke, in denen Erfundenes, Dokumentarisches und Autobiografisches fliessend ineinander übergehen können. «Die verborgene Fiktion im Dokumentarfilm» lautet denn auch der Titel eines Films aus dem Jahre 1991. Spuren dieser wechselseitigen Durchdringung von Fiktion und Dokumentation finden sich auch in Murers Spielfilmen - zuletzt in seinem Film «Liebe und Zufall» (2014), zu dem er sich von einem autobiografischen Roman seiner verstorbenen Mutter inspirieren liess.

Mit einer Ehrengabe in der Höhe von CHF 20 000 würdigt der Stiftungsrat Fredi M. Murers herausragendes filmisches Schaffen und sein langjähriges Engagement für den Schweizer Film.